Gastbeiträge

WordPress installieren – in 5 Schritten zur neuen Webseite [2018]

Eine eigene Webseite ist heute ein absolutes Muss! WordPress bietet sich dabei gerade für uns Gründer und Sidepreneure als super einfache und kostengünstige Lösung an. Nicht umsonst werden täglich zehntausend neue WordPress-Webseiten angemeldet.

Ich zeige dir, wie du ganz einfach selbst WordPress installieren kannst und deine neue Webseite online bringst. Dafür brauchst du keine Programmierkenntnisse und musst auch kein Webentwickler sein – versprochen! 

Die richtigen Voraussetzungen für die WordPress Installation

Beginnen wir mit den wenigen Dingen, die wir brauchen, wenn wir WordPress installieren wollen.

1. Webspace (Hosting)

Der Webspace ist so etwas wie eine Festplatte, auf der deine zukünftige WordPress-Seite gespeichert ist. Es gibt da draußen unzählige sogenannte “Hoster”, die dir mit ihrem Rechenzentrum zur Verfügung stehen.

Bei der Wahl eines Anbieters solltest du auf folgendes achten:

  • Preis: Sind die monatlichen Kosten fix?
  • Domains: Kann ich die Domain direkt beim Hoster kaufen? Gibt es eine Inklusiv-Domain?
  • Backups: Macht der Anbieter tägliche Sicherungen seiner Dateien?
  • Erfahrungsberichte: Gibt es positive Berichterstattung? Google einfach mal den Anbieter in Verbindung mit “Test”.
  • Support: Sind die Supportzeiten und Möglichkeiten kundenfreundlich?
  • Serverstandort: Ist der Server in Deutschland? Wenn nicht kann es zu längeren Ladezeiten und (je nach Branche) zu Datenschutz-Problemen kommen.
  • Software: Gibt es vorinstallierte Software, wie zum Beispiel WordPress?

Persönlich habe ich sehr gute Erfahrungen mit Domainfactory und All-Inkl gemacht, da es gerade für Selbstständige und Gründer solide Leistung zu fairen Preisen gibt.

Zu Beginn sollte für die meisten Gründer also ein mittlerer Tarif für 6 – 9 Euro monatlich vollkommen ausreichen.

2. Domain

Die Domain ist deine Internetadresse, die deine Besucher später in den Browser eingeben. Dazu gibt es nicht viel zu sagen, da wenig falsch gemacht werden kann.

Ich würde dir empfehlen, die Domain direkt bei deinem zukünftigen Hoster zu bestellen. Meist ist auch eine Domainadresse direkt im Hosting-Paket inklusive. Außerdem würde ich dir empfehlen auf Umlaute wie Ä,Ö oder Ü zu verzichten und lieber die Buchstaben auszuschreiben.

Das war es auch schon – mehr brauchst du vorerst nicht, um WordPress zu installieren.

Die WordPress Installation richtig vorbereiten

Da wir nun die richtigen Voraussetzungen haben, beginnen wir also. Bevor wir an die eigentliche Installation von WordPress gehen, müssen wir eine Datenbank auf dem Server deines Hosting-Anbieters erstellen.

Klingt kompliziert? Ist es aber wirklich nicht.

In meinem Beispiel zeige ich es dir anhand der Benutzeroberfläche von Domainfactory. Die Schritte ähneln sich aber sehr, nur die Bezeichnungen variieren von Anbieter zu Anbieter etwas.

Eine Datenbank anlegen

Logge dich dafür bei deinem Hoster ein und führe folgende Schritte aus:

1. Öffne die “Domain-Einstellungen” und “editiere” die Subdomain. Wir sagen nun also dem Server, für welche Domain die Datenbank erstellt werden soll.

2. Nun wählst du den Pfad im Webspace aus. Also den Ort, wo die WordPress Dateien später gespeichert werden sollen. Benenne den Pfad um: z.B. in “deine-domain/wordpress”.

3. Füge nun eine Datenbank hinzu, indem du auf “MySQL-Datenbanken” gehst und auf “Neue Datenbank erstellen” klickst.

4. Achte nun darauf, dass die neueste Datenbankversion eingestellt ist (meist ist diese schon vorausgewählt) und füge ein Passwort hinzu. Keine Sorge – dieses Passwort brauchst du in der Praxis kaum und du kannst es auch im Kundenportal erneut abfragen. Wähle also ein sehr sicheres Passwort aus.
Hast du mehrere Datenbanken, kannst du unter “Bemerkung” noch Details vermerken, um die einzelnen Datenbanken zu unterscheiden. Das ist aber optional und nur für dich.

Das war’s! Mehr Vorbereitung benötigt es nicht und wir können nun direkt loslegen WordPress zu installieren.

WordPress installieren in nur 8 Minuten

Auch die eigentliche WordPress Installation hängt von deinem Hoster ab. Darum zeige ich dir zwei Wege.

WordPress installieren mit Domainfactory

Wenn du deine WordPress Webseite bei Domainfactory erstellst, kannst du die vorgefertigte Applikation verwenden.

Klicke dafür auf “Applikation” und wähle “Blog Software” aus.

Anschließend suchst du nach WordPress und klickst auf “Wordpress installieren”.

Nun öffnet sich ein Dialog, indem du unter “Datenbankname” die eben erstellte Datenbank auswählst. Unter “Präfix” lässt du den voreingestellten Term.

Bei “Domainauswahl” wählst du die bereits bestehende Domain aus.

Abschließend trägst du nun noch Angaben zur Webseite ein.

Nun wählst du nur noch für die “Zielauswahl” die direkte Seite aus (also www.deine-domain.de und nicht www.deine-domain.de/wordpress) und führst die Installation durch.

Fertig!
Jetzt kannst du einfach deine Webseite im Browser aufrufen und dich über “Anmelden” oder den URL-Zusatz “/wp-admin” (also www.deine-domain.de/wp-admin) bei WordPress anmelden.

Manuell WordPress installieren über FTP-Server

Falls dein Hoster eine ähnliche Vorgehensweise nicht anbietet, kannst du die Installation auch manuell durchführen.
Dafür musst du die WordPress-Dateien auf deinen Server hochladen. Das funktioniert mit einem FTP-Programm wie FileZilla.

Damit du es verstehst, kannst du dir folgendes vorstellen: Wenn du deine Urlaubsbilder sichern möchtest, schließt du an deinen PC eine externe Festplatte mit einem USB-Kabel an und transferierst die Dateien. Genauso ist es hier auch – die Festplatte ist sozusagen der Server und das USB-Kabel das Programm “FileZilla”.

1. Sieh die FTP-Zugangsdaten bei deinem Hoster im Kundenportal ein.
2. Gib die Daten bei FileZilla ein.

3. Lade die WordPress-Dateien hier herunter.
4. Entpacke nun den heruntergeladenen Ordner mit einem Rechtsklick und “Alle extrahieren”.
5. Suche nun in FileZilla auf der linken Seite den WordPress-Ordner und lade alle Dateien hoch, die sich im Ordner “wordpress” befinden. Aber ACHTUNG: Nur den Inhalt des Ordners und nicht den Ordner selbst.

Markiere also alle Dateien mit STRG + A und lade sie mit Rechtsklick “Hochladen” auf den Server oder ziehe die Dateien einfach in die rechte Hälfte.

In den meisten Fällen sollte damit die Installation abgeschlossen sein und du kannst dich wie oben beschrieben auf deiner neuen Webseite anmelden.

Webseite für Google vorbereiten

Nachdem du nun deine Webseite fertig erstellt hast, solltest du dich nach deinen ersten Schritten auch um die Suchmaschinenoptimierung (SEO) kümmern. Schließlich möchtest du ja auch bei Google und Co. gefunden werden. 🙂

Denke dabei also an die SEO Basics für Anfänger:

● Produziere hochwertige Inhalte für deine Zielgruppe!
● Schreibe möglichst lange Artikel (mindestens 1.800 Wörter)!
● Installiere das Plugin “Yoast SEO” und optimiere deine Seite nach den Hinweisen!
● Füge deinen Suchbegriff, für den du gefunden werden willst (Keyword), in die ersten 200 Wörter des Textes, die Überschrift und den Seitentitel (Title Tag) ein!
● Füge Bilder und Videos ein!

Damit du direkt zu Beginn deiner neuen WordPress-Webseite die größten SEO-Fehler vermeidest, habe ich hier eine Infografik mit den besten DO’s und DONT’s für dich:

Und jetzt bist du dran!

Es sieht manchmal schwerer aus, als es ist. Darum leg direkt los!
Wenn du Fragen zur Suchmaschinenoptimierung hast, lass es mich gerne direkt in den Kommentaren wissen – ich freue mich drauf!

(Bildquellen: Screenshots von domainfactory.de)

 

Über den Autor

Nico Kratzke

Nico Kratzke

Nico ist seit über vier Jahren leidenschaftlich gern in der SEO-Welt unterwegs. Nach der Arbeit in der SEO-Abteilung einer Werbeagentur und zahlreichen Webprojekten zeigt er nun als “Seograf”, wie SEO für Gründer funktioniert - stets praxisnah und mit Klick-für-Klick-Anleitungen.

2 Kommentare

  • Schöner Artikel – hat mir heute sehr geholfen beim Erstellen meiner Seite! Mit Domainfactory ging es recht schnell.
    Könntest du ein WP-Theme empfehlen? Ich bin mir da noch unsicher. 🙂

    • Hey Lisa,
      super – das freut mich sehr zu hören!

      Ich persönlich arbeite sehr gerne mit DIVI von Elegant Themes.
      Das Theme ist sehr hübsch, hat eine gute Performance und mithilfe des Divi-Builders (hauseigener Drag-and-Drop-Builder) kannst deine Webseite sehr schnell und innovativ bearbeiten. 🙂

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