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Mit cleverem Selbstmarketing zum Erfolg: Interview mit Julian Heck von keinstartup.de

Höre hier das Interview mit Julian Heck:

 

Peter: In diesem Sidepreneur-Interview ist Julian Heck zu Gast. Er ist Selbstmarketing Coach, Gründer von keinstartup.de. Den Zuhörern, die unseren Podcast schon länger verfolgen, wird nicht entgangen sein, dass Julian in der 35. Folge schon einmal zu Gast war. Damals hat er über Twitter als Akquise-Kanal gesprochen.

Nun möchte ich dich Julian ganz herzlich begrüßen und möchte dich bitten meine Vorstellung zu ergänzen und dich unseren Hörern/Lesern nochmals vorzustellen.

Julian: Klar, das mache ich doch gerne. Danke Peter, dass ich hier dabei sein darf! Es ist in der Tat schon eine ganze Weile her, dass ich das letzte Mal hier zu Gast war. In der Zwischenzeit hat sich auch einiges getan. Du hast es, denke ich, schon ganz gut auf den Punkt gebracht. Ich bin Coach für Positionierung und Selbstmarketing mit Fokus auf Solopreneure, Freelancer und Unternehmer. Ich arbeite nebenbei aber auch immer wieder noch als Journalist. Mit meiner Plattform keinstartup.de richte ich mich auch genau an die Zielgruppe der Solopreneure und Freelancer.

Peter: Lass uns doch gerne mal genauer auf deine Plattform keinstartup.de eingehen. Was war der Antrieb und die Idee bei der Gründung dieser Webseite? Gerade der Name schürt ja doch das Interesse, was sich genau dahinter verbirgt. Gerade auch, weil heute ja viele Menschen gerne ein erfolgreiches Startup gründen würden.

Julian: Ich hab ja als Journalist oft und ausführlich über die Startup-Szene berichtet. Da war es nicht ungewöhnlich, dass über Millionenfinanzierungen und Erfolgs-Exits geschrieben wurde. Ich aber als „kleiner“ Julian war eben genau kein Startup, sondern Einzelkämpfer. Mit der Zeit habe ich dann festgestellt, dass es außer mir noch viele Journalisten, aber auch andere Solopreneure gab, denen es genauso ging. Da dachte ich mir, es fehlt noch eine große deutschsprachige Plattform, die sich an diese Gruppe der Einzelkämpfer richtet und sich deren Problemen und Herausforderungen widmet. Da du Peter aber nicht der Erste bist, der nach dem Hintergrund des Namens keinstartup fragt, scheint meine Strategie, damit Aufmerksamkeit zu wecken, aufgegangen zu sein.

Peter: Du hast in der Vergangenheit ja doch an sehr vielen unterschiedlichen Projekten gearbeitet. Jetzt hast du dich aber inzwischen auf ein Hauptthema fokussiert. Möchtest du uns dazu etwas erzählen?

Julian: Ja gerne! Im Endeffekt war es eher ein schleichender Prozess. Ich komme ja aus dem Journalismus und war bisher nie in Festanstellung. In der Branche sind sehr viele Menschen als Freelancer unterwegs, da es nur sehr wenige fest Angestellte gibt. Deshalb habe ich mich immer mehr damit beschäftigt, wie sich freie Journalisten besser selbstvermarkten und unternehmerischer Denken können. Dann habe ich meine Zielgruppe noch leicht um andere Solopreneure und Selbständige erweitert. Besonders inspiriert haben mich in der Phase das Buch „Kopf schlägt Kapital“ von Günter Faltin und das Buch „Solopreneur“ von Ehrenfried Conta Gromberg. Dann kam es zur Gründung von keinstartup.de, wo ich mich auch wieder genau dieser eben beschriebenen Zielgruppe widme.

 

Das Thema Selbstmarketing hat mich persönlich seitdem sehr begeistert und ich habe auch selbst immer wieder festgestellt wie nützlich es z.B. ist, eine eigene starke Präsenz im Internet aufzubauen. Heute coache ich Selbständige und Unternehmer in diesem Bereich und es macht mir sehr viel Spaß!

Peter: Da hast du doch sicherlich auch für unsere Zuhörer drei schnell anwendbare Tipps, oder?

Julian: Der Standard-Fehler,  den die meisten machen ist, dass sie sich nicht trauen sich auf ein bestimmtes Thema zu spezialisieren. Sie wollen lieber viele unterschiedliche Dinge anbieten, um keinen potentiellen Kunden zu verlieren. Du hast ja angesprochen, dass ich früher auch viele unterschiedliche Ideen gleichzeitig vorantreiben wollte. Das meiste war aber total sinnlos und ohne Geschäftskonzept. Das liegt wohl daran, dass ich eine typische Scanner-Persönlichkeit bin und mich schnell für viele Themen begeistern lasse. Das hat aber zur Folge, dass man selbst für nichts wirklich steht und somit gar keine Kunden anziehen kann. Der Tip Eins ist also Mut zur Spezialisierung!

Der zweite Tipp ist, sich einen Marketing- bzw. Kommunikationskanal zu suchen, auf dem man wirklich Gas geben will und sich wohlfühlt. Man muss z.B. nicht gleich in jedem sozialen Netzwerk vertreten sein. Lieber ein Kanal und den konsequent und qualitativ hochwertig bespielen.

Tip Nummer drei ist das Netzwerken. Du lernst so mit der Zeit einfach sehr viele Menschen kennen, die dich in deinem Business unterstützen können und mit denen du dich gegenseitig pushen kannst.

Peter: Das waren doch schonmal drei super Tipps. Danke dafür!

Eingangs haben wir ja schon über keinstartup.de gesprochen. Würdest du sagen, es ist für den Solopreneur einfacher sich zu vermarkten als für den Selbständigen?

Julian: Ich würde nicht sagen, dass es der Eine leichter hat als der Andere. Aber ich würde sagen, ein Selbständiger ist eher dazu gezwungen sich selbst zu vermarkten, weil er nur so an ausreichend neue Aufträge kommt. Bei Solopreneuren kann unter Umständen auch eine Produktmarke im Vordergrund stehen. Für die meisten ist es aber sicherlich ein entscheidender Erfolgsfaktor sich selbst zu vermarkten.

Peter: Inzwischen hast du deine Onlinepräsenz ja auch noch um ein Offline-Event erweitert. Letztes Jahr fand zum ersten Mal das keinstartup Event statt und jetzt am 30. September 2017 findet die Veranstaltung schon zum zweiten Mal statt. Was waren denn deine Beweggründe für ein Offline-Event und worin siehst du die Vorteile?

Julian: Die Idee dazu ist recht spontan entstanden. Ich habe dazu in meiner Facebookgruppe die Idee aufgeworfen einfach mal ein Meetup zu veranstalten, um meine Community auch mal persönlich kennenlernen zu können. Daraufhin hat ein Teilnehmer den Vorschlag gemacht, das Ganze doch einfach ein wenig größer aufzuziehen und eine kleine Konferenz daraus zu machen. Das habe ich mir dann eine Nacht durch den Kopf gehen lassen und habe mich dann dazu entschlossen das keinstartup Event durchzuführen, was 2,5 Monate nach der Entscheidung schon der Fall war. Zum ersten Event in Frankfurt kamen dann auch gleich 50 Personen! Es hat einfach super geklappt und die Resonanz auf die Konferenz war durchweg positiv. So im Nachhinein glaube ich auch, dass die beschauliche Größe des Events ein Erfolgsfaktor war, weil man sich quasi mit allen Teilnehmern austauschen konnte.

Peter: Nun aber mal ganz konkret. Was wird am 30. September so geboten?

Julian: Der Tag ist in zwei Teile aufgeteilt. In der ersten Hälfte des Tages gibt es Vorträge, in der Zweiten dann eine ganze Reihe an spannenden Workshops. Jeder Workshop wird so 1,5 Stunden gehen. Es ist also möglich, richtig in die Tiefe zu gehen.

Außerdem wird es viel Platz und Raum für Austausch geben.

Inhaltlich werden ganz verschiedene Themen behandelt. Von Marketing über Preisstrategien bis hin zur Positionierung, wird den Solopreneuren viel praktisch anwendbares Know-How an die Hand gegeben.

Peter: Würdest du sagen, dass die Erschließung des Offline-Bereichs dein Business auf ein neues Level gehoben hat?

Julian: Gute Frage! Auf ein neues Level würde ich nicht sagen. Es ist aber inzwischen ein Bestandteil meines Business, den ich nicht missen möchte. Es ist schön auch mal Mitglieder meiner Community persönlich kennenzulernen. Es ist aber nicht so, dass ich bei meinen relativ günstigen Ticketpreisen groß Geld verdiene.

Peter: Man kann also sagen, dass das keinstartup Event ein Marketing- und Kundenbindungstool für dich ist?

Julian: Das ist definitv so!

Peter: Gegen Ende dieses Interviews würde ich dir gerne noch zwei Fragen stellen, die ich meinen Interview-Gästen öfter stelle. Die erste wäre: Wenn du plötzlich 10.000 € zur Verfügung hättest um dein Business voranzubringen, wie würdest du das Geld sinnvoll investieren?

Julian: Hehe hast du etwa was für mich über Peter 😉 . Einen Teil des Geldes würde ich dafür nutzen, um irgendwo hinzureisen, wo ich in Ruhe an meinem Unternehmen arbeiten kann. Also so ganz abseits von Kundenaufträgen und anderweitigen Verpflichtungen. Ich könnte mir dann auch vorstellen, in dieser Zeit ein Buch zu schreiben. Einen weiteren Teil würde ich dann in Facebook-Werbung stecken, weil sie  sich für mich einfach als so mächtiges Tool herausstellt, um bestimmte Zielgruppen zu erreichen, wie es sonst kaum möglich ist.

Peter: Da kann ich dir absolut zustimmen Julian. Facebook Advertising ist ja auch eines der Haupttätigkeiten, die ich in meinem Angestelltenverhältnis durchführe und auch meine eigenen Projekte profitieren enorm durch diesen effektiven Performance-Kanal.

Meine zweite und abschließende Frage wäre dann noch, welche Bücher dich persönlich und im geschäftlichen Kontext am meisten weitergebracht haben?

Julian: Ein Buch hatte ich ja vorhin schon erwähnt. Nämlich von Günter Faltin „Kopf schlägt Kapital„. Das war für mich der Türöffner in das digitale Unternehmertum. Ein zweites Buch wäre dann in meinem speziellen Fall dann noch „Positioning: Wie Marken und Unternehmen in übersättigten Märkten überleben“ von Al Ries und Jack Trout. Das ist so für mich das Standartwerk zum Thema Positionierung. Und eine gute Positionierung ist die Grundlage für erfolgreiches Selbstmarketing!

 

Peter: Am Ende des Interviews würde ich gerne noch mal auf das keinstartup Event eingehen. Wer sich das Rahmenprogramm noch nicht genauer angesehen hat, sollte es auf jedenfall nachholen. Denn egal ob Salesfunnel, Selbstmarketing oder auch Preisstrategien es sind sehr viele spannende Themen dabei, die auch dich lieber Zuhörer/Leser als Sidepreneur weiterbringen. Wir hatten ja vor dem Interview schon ein wenig gesprochen und du hast angedeutet, dass du für unsere Community noch ein spezielles Angebot machen würdest.

Julian: Ja du hast mir einen ganz besonderen Deal aus den Rippen gelaiert 😉 .  Also wer gerne bei meinem Event vorbei kommen möchte erhält als Hörer/Leser von Sidepreneur einen 10 € Gutschein auf sein Ticket. Der Code dafür ist „sidepreneur10“. Ich freue mich über jeden der sich entscheidet vorbeizukommen!

Peter: Wenn man dich abseits der bereits erwähnten Webseiten kontaktieren möchte, wie kann man das?

Julian: Die vermutlich einfachste Variante ist einfach auf meine Webseite https://julianheck.de/ zu schauen, da findet man alle Kontakdaten. Ansonsten findet man mich auch in fast jedem Sozialen Netzwerk unter meinem Namen. Außerdem findet ihr meinen Podcast unter: www.selbstmarketing-podcast.de

Peter: Danke Julian für deine Zeit, es hat mir tierisch Spaß gemacht! Dann überlasse ich dir heute das letzte Wort und möchte an dieser Stelle nur noch auf unsere Sidepreneur Facebook Community  hinweisen in der du dich lieber Sidepreneur-Leser und -Hörer mit anderen Gleichgesinnten austauschen kannst.

Was möchtest du Julian unserer Community zum Abschluss noch mit auf den Weg geben?

Julian: Achtet auf eure Positionierung und danke Peter, dass ich heute hier im Podcast zu Gast sein durfte!

 

Über den Autor

Peter-Georg Lutsch

Peter-Georg Lutsch

Peter-Georg Lutsch ist bereits seit 7 Jahren leidenschaftlicher Sidepreneur. Für ihn ist sein Side-Business nicht nur ein zweites berufliches Standbein, sondern darüber hinaus eine Möglichkeit sich außerhalb seines Angestelltenverhältnisses selbst zu verwirklichen. Hauptberuflich ist er als Senior Online Marketing Manager für eine der größten Online-Jobbörsen Deutschlands tätig. Nebenberuflich berät er KMUs im Bereich Digital Marketing https://www.peter-lutsch.com und ist Co-Founder des Online-Magazins https://www.digital-media-manager.com.

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