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Interview mit Sidepreneur Tim Ehling

Interview mit Sidepreneur Tim Ehling

Höre hier das Interview mit Tim: 

Wer lieber lesen statt hören möchte, hier entlang:

Juliane: Hallihallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Episode des Sidepreneur-Podcasts. Heute bin ich Juliane wieder am Start. Ich habe meinen Urlaub schon hinter mir. Und nachdem Dajana in Podcast-Episode 65 darüber gesprochen hat, wie sie sich und ihr Business auf den bevorstehenden Urlaub vorbereitet hat und Peter in Episode 66 uns Einblick in die Learnings aus seiner siebenjährigen Selbständigkeit gegeben hat, möchte ich heute wieder einen spannenden Interviewgast in unserem Podcast begrüßen.

Mein heutiger Interviewgast erinnert mich ein klein wenig an Peter. Er arbeitet Vollzeit, hat ein Sidebusines, ist Ehemann und seit kurzem zweifacher Vater und da fragt man sich natürlich schon, wie das alles unter einen Hut zu kriegen ist. Und da freue ich mich, ich wohne ja in Maintal bei Frankfurt am Main und Tim Ehling, mein Interviewgast wohnt in Hanau. Nicht weit weg und wir haben uns doch noch nicht persönlich kennen gelernt. Aber das wird sich bestimmt demnächst ändern. Dann winke ich virtuell einfach einmal rüber nach Hanau. Hallo Tim, schön, dass du im Sidepreneur-Podcast bist. Stelle dich doch einfach einmal kurz unseren Zuhörern vor.

Tim: Ja hallo, also ich bin Tim aus Hanau wie Juliane schon gesagt hat. Ich bin Tim Ehling, 36 Jahre alt, seit geraumer Zeit nebenberuflich selbständig neben meinem Vollzeitjob, habe eine Familie inklusive zweier Kinder, bin auch aktuell gerade für einen Monat in Elternzeit.

Juliane: Das bringt mich gleich auf die Frage, wenn du gerade in Elternzeit bist. Nutzt du diese Zeit jetzt auch für dein Side-Business oder sagst du, ich bin jetzt aus dem Hauptjob raus, aus dem Side-Business raus, jetzt ist definitiv Familienzeit?

Tim: Es ist jetzt definitiv Familienzeit aber ich nutze zwischendurch kleinere Zeitfenster, um gewisse Sachen aufzuarbeiten, zu sammeln, zu ordnen, mir Gedanken zu machen, aber keine direkte Ausführung, kein Kundenkontakt. Gar nichts in diese Richtung. Also voll und ganz Elternzeit.

Juliane: Dann sag doch uns doch einmal was dein Side-Business ist. Wir wissen, dass du eins hast, aber was tust du?

Tim: Mein Side-Business ist das, das ich sehr organisiert vorgehen muss, um alles unter einen Hut zu kriegen. Jetzt gerade in der Elternzeit mit Baby oder generell wer Vater oder Mutter ist, dass die Zeitfenster klein sind. Ich notiere zwischendurch Dinge. Mein ständiger Begleiter am PC ist Notepad oder Evernote. Auch für unterwegs, um es schnell, wenn mir eine Idee kommt, zu notieren. Ich notiere immer gleich alles, weil ich ein vergesslicher Mensch bin und die Ideen dann ganz schnell im Nirwana verschwinden. Diese Notizen sammeln sich in Evernote schön stapelweise an und die muss ich dann einmal runterarbeiten, sortieren, in welche Richtung geht es. Ist es eher in Richtung Eigenmarketing? Sind es Ideen, die man bei Kunden ansetzen kann? Sind es Sachen, die man programmieren kann? Und das mache ich zumindest jetzt in unregelmäßigen Abständen, halt immer mal wieder sortieren und ordnen. Ansonsten außerhalb der Elternzeit nehme ich mir die Zeit, ich sage alle zwei bis vier Wochen und dann setze ich mich hin und gehe alles durch, was ich mir notiert habe und plane das dann entsprechend durch. Hierfür habe ich dann auch ein festes Zeitfenster. In der Regel benötige ich hierfür ein bis zwei Stunden, weil ich da mittlerweile auch eine gewisse Routine habe. Wenn dann alles ablegt ist, dann weiß ich, wo es liegt und wenn es dann vonnöten ist, kann ich es direkt wieder aufgreifen.

Juliane: So ganz hast du uns jetzt noch nicht verraten, was eigentlich dein Side-Business ist. Side-Business kann ja so vieles sein. Verstehe ich deine Ausführungen richtig, du bist Berater? Und wenn ja, wofür? Was tust du?

Tim: Berater? Mmh, ja Berater hat sich inzwischen mehr herauskristallisiert. Ich fange am besten einmal bei meiner ganz persönlichen Steinzeit an. Damals als ich jung war, habe ich programmieren gelernt mit 13 / 14 Jahren. Da musste man Programme noch in Basic programmieren. Wenn man Spiele haben wollte, hat man sich diese entweder teuer gekauft oder selber programmiert und da habe ich halt Programmieren gelernt und dieses Thema habe ich immer behalten. Habe mich entsprechend weitergebildet und bin dann irgendwann natürlich bei Webanwendungen gelandet umgesetzt in den Programmiersprachen php, html javascript, Datenbanken usw. und habe angefangen Websiten zu erstellen. So nebenbei. Das Thema hat mir aber nicht gereicht und ich war immer neugierig und habe dann mein eigenes E-Commerce Projekt erstellt. Da habe ich noch in Offenbach gewohnt. In Offenbach gibt es einen Seifenhersteller, die Firma Kappus und die hatten so fertige Präsente. Ich habe dann einen Online-Shop mit diesen Präsenten erstellt und habe mich dann von A bis Z in das Themengebiet E-Commerce eingearbeitet, angefangen rein von der Software, über Kundenmanagement, das ganze Verfahren des Versandes, Marketing, SEO, Social Media, Optimierung am laufenden Band für den Online-Shop. Von dort aus ging es dann weiter in das Thema Social Media und SEO. Das sind die beiden Themen, die ich dann weiter verfolgt habe, denn ich habe diesen Online-Shop dann irgendwann wieder verkauft. Das war jetzt nicht der Shop oder das Projekt, von dem ich gesagt habe, dass ich damit alt und reich werden möchte. Das war wirklich ein Life-Projekt: Nehmen, testen, lernen und optimieren. Diese Informationen, die ich mit diesem Projekt an Land gezogen habe, konnte ich dann entsprechend auch Kunden weitergeben.

Nach dieser Zeit bin ich dann website-technisch zu WordPress gekommen, oder eigentlich war es schon immer mit dabei und so hat sich mein Aufgabengebiet immer fortlaufend gewandelt. Sich immer wieder selbst auch etwas Neues zu suchen und nicht auf einem Bein stehen bleiben. Da bin ich dann an den Punkt gekommen, dass ich gemerkt habe, dass Kunden einen unheimlichen Bedarf haben, überhaupt zu allererst einmal wissen wollen, was möglich ist. Wie kann man es umsetzen oder wie kann man, wenn man selbst nicht die Möglichkeit hat, jemanden finden, der dafür, dass bestimmte erreicht werden und der es für einen umsetzt. Und so ging es bei mir schwerpunktmäßig in die Beratung. Aber ich programmiere auch weiterhin nebenbei, erstelle auch Webseiten und Datenbanken: Außerdem unterstütze ich Unternehmen dabei, ihre Social Media Auftritte oder deren Workflow zu verbessern. Das ist so das Kombipaket. Beratung ist der Schwerpunkt, aber einer von mehreren.

Juliane: Super. Nun fragt man sich allerdings. Du bist Vollzeit angestellt, du hast Familie, 2 Kinder. Warum machst du dir eigentlich noch den Stress mit einem Side-Business? Warum hast du ein Side-Business? Um auf dem Laufenden zu bleiben oder weil’s einfach Spaß macht?

Tim: Zum einen weil es Spaß macht. Also ich sage immer, dass ich so ein Computer-Vergewaltiger bin (lacht) Ich finde es toll, du sagst einer Maschine etwas und die setzt es für dich um. Und das man es so effizient nutzen kann, um bestimmte Ziele zu erreichen. Das ist für mich der Spaßfaktor.

Ich habe mich z.B. die letzten Tage an die Twitter API angedockt und lasse mir jetzt in einer Datenbank alle Twitter Trends von Deutschland einspeisen und da baue ich jetzt eine Datenbank auf, das hatte ich schon einmal. Das war aber nicht ausgereift gewesen und das habe ich jetzt wieder angefangen. Das ist mein Spaßfaktor.

Zum anderen aber auch, um bei gewissen Sachen auf dem Stand der Dinge zu bleiben. Ich arbeite hauptberuflich bei der Fraport AG, betreue dort den Social Customer Service mit und schule auch meine Mitkollegen im Bereich Social Media. Da muss ich natürlich up to date bleiben. Das kann man natürlich auch über ein Side-Business verknüpfen, in dem man das, was man sich dort aneignet auch noch weitergeben kann.

Juliane: Deine zwei Jobs befruchten sich sozusagen?

Tim: Genau. Es ist ein klarer Synergieeffekt. Ich habe natürlich auch Vorteile durch die Tätigkeit vom Flughafenbetreiber, aber ich bringe auch viel ein, was ich eben in meinem Nebengewerbe erlerne.

Hauptjob und Side-Business profitieren voneinander

 

Juliane: Du kannst also behaupten, dass dein Arbeitgeber von deinem Side-Business auch profitiert?

Tim: Das auf jeden Fall!

Juliane: Deine Elternzeit ist ja nun fast vorbei. Wie geht es dann weiter? Ich vermute, du arbeitest in Schichten, oder?

Tim: Genau, ich arbeite als Einsatzleiter bei der Fraport AG im Fraport Communications Center. Dort habe ich drei verschiedene Schichten: Früh-, Spät- und Nachtschicht, weil wir ja für jeden auf der Welt 24 Stunden am Tag erreichbar sind, auch über Social Media. Dort habe ich dann die klassischen Beginnzeiten 6 Uhr, 14 Uhr und 22 Uhr.

Juliane: Wie organisierst du dich da? Es gibt Sidepreneure, die haben feste Zeiten in der Woche. Manche nutzen auch jeden Samstag. Wie machst du das? Das ist ja unmöglich mit Schichtdienst. Trackst du deine Zeiten, damit du ein bisschen im Blick hast, wie viel du pro Woche für dein Nebenprojekt schon getan hast?

 

Tim: Nein, also eine Stoppuhr habe ich nicht. Es ist eher so eine Sache mit pi mal Daumen (lacht). Wirkt jetzt nicht effizient, aber es ist effizient. Hanau, Frankfurt, das Rhein-Main-Gebiet. Wer es kennt, weiß, dass man zu Arbeitszeiten schlecht vorankommt. Deshalb fahre ich von Hanau mit der S-Bahn an den Flughafen. 45 Minuten hin und 45 Minuten zurück. Diese Zeit nutze ich. Diese Fahrwege nutze ich um Dinge zu notieren, zu prüfen etc. Deshalb habe ich auch immer ein Tablet mit. Diese Zeit in der Bahn, die eigentlich tote Zeit ist, nutze ich, um zu arbeiten. Zeit, die andere aus dem Fenster gucken, Musik hören oder auf dem Handy daddeln, nutze ich zum Arbeiten. Ich habe also jeden Tag schon einmal 1,5 Stunden Zeit, die ich für’s Gewerbe aufwenden kann. Dazu kommt dann natürlich noch was du Hause fest ist, wo ich zwischendurch Sachen bearbeite. Als Programmierer habe ich den Vorteil, dass es dem Computer egal ist, ob es Tag oder Nacht ist, dunkel oder hell, egal welche Uhrzeit. Da kann ich also flexibel agieren. Das einzige was fix ist, sind Kundentermine.

Juliane: Das kannst du ja dann aber auch recht flexibel handhaben und deine Kunden sind vielleicht auch froh, dass du auch Vormittagstermine anbieten kannst. Andere Sidepreneure können ja unter Umständen nur Abendterminen anbieten.

Tim: Genau. Da liegt der Vorteil im Schichtdienst. Wenn ich z.B. Spätschicht habe, kann ich vormittags noch Termine wahrnehmen. Wenn ich früh arbeite, eben nachmittags. Das schafft schon Flexibilität.

 

Die Familie muss hinter dem Side-Business stehen.

 

Juliane: Wie wichtig ist denn der Faktor Familie, wenn man so ein Side-Business betreibt? Was würdest du unseren Lesern mit auf den Weg geben?

Tim: Die Familie ist sehr wichtig. Auch sollte die Zeit, die man für sein Gewerbe aufwendet nicht zu Lasten der Familie gehen. Natürlich wird es das zu einem gewissen Grad geben, aber die Familie sollte immer vorgehen. Definitiv. Weil ich sehe das jetzt bei meinem Sohn, der zweieinhalb ist. Und dann ist da der Startup-Gründer, der gefühlt von 24 Stunden 24,5 Stunden arbeitet. Dieser Unternehmer bekommt vom Aufwachsen seiner Kinder und von seiner Familie nichts mit. Deshalb habe ich bei meinem Nebengewerbe jetzt auch zurückgeschraubt, um viel mitzubekommen und mir Zeit zu nehmen. Wenn ich das nicht tun würde, könnte ich wiederum auch mein Gewerbe nicht mit voller Kraft machen.

Juliane: Aber auch der Umkehrschluss, dass deine Familie hinter deinem Side-Business stehen muss. Denn wenn sie nicht dahinter stehen würde und dir hier und da auch den Rücken freihält, würde es auch nicht funktionieren. Sie gibt dir ja schließlich auch Freiräume, z.B. wenn du vormittags zum Kunden gehst. Rein theoretisch könnte das ja auch Familienzeit sein.

Tim: Genau. Das ist auch wichtig und muss funktionieren. Zum einen muss das Verständnis da sein und die Familie muss natürlich auch dahinterstehen, wenn ich sage, dass ich keine Zeit habe, weil ich einen Kundentermin habe. Dass es da auch keine Diskussionen gibt und dass wenn man sagt, man arbeitet jetzt mal einen ganzen Tag von Zuhause aus, dass dann nicht Anrufe kommen von Mutter oder Schwiegermutter, dass man Dinge erledigen sollte, man sei ja schließlich zu Hause.

Hier muss natürlich Verständnis da sein, dass wenn man arbeitet auch wirklich arbeiten kann und Aufgaben effizient erledigen kann.

Wenn ich allerdings am PC sitze und der Sohn möchte etwas, dann geht mein Sohn vor. Dann wird ein Cut gemacht, es sei denn ich wäre gerade am Telefonieren. Aber alles was unterbrechbar ist, wird in dem Fall unterbrochen.

Juliane: Noch einmal zurück zu deinem Business. Was sind denn deine Ziele? Sicherlich hast du eine Vision und eine Strategie.

Tim: Ja. Wenn man anfängt mit seinem Business dann hat man natürlich gewisse Traumvorstellungen. Ein Gedankengang zwischendurch war einmal, ich programmiere jetzt mal etwas ganz Tolles auf das die Welt gewartet hat und in zwei Wochen bin ich sieben Millionen reicher. Natürlich hat man die Gedankengänge, dass man etwas macht, mit dem man seinen Lebensstandard verbessern kann. Das war am Anfang auch so. Aber es hat sich gewandelt. Da ich nie hundertprozentig davon abhängig war, ist es für mich der Faktor Spaß und mein Wissen zu erweitern. Das ist eines meiner Ziele. Dann möchte ich die Neuerungen auf meinem Themengebiet mitbekommen, die es mir dann wieder ermöglichen, mein Wissen auch andere weiterzugeben. Manch einer könnte mir vorwerfen mein Nebengewerbe wäre ein Hobby. Das mag ich manchen Situationen vielleicht sogar auch zutreffen. Für mich ist es das Aufnehmen von Wissen, das Umsetzen, das Probieren, das Studieren. Ich kann es mir in dieser Form zum Glück auch erlauben, weil ich nicht davon abhängig bin. Manch einer hat ein Nebengewerbe, weil er es neben dem Hauptjob einfach braucht als Einnahmequelle.

Juliane: Also ein Nice-to-have für dich. Kann man so sagen, oder?

Tim: Genau.

Vor dem Gespräch mit dem Arbeitgeber war ich nervös wie vor einem Gespräch mit der Bank

 

Juliane: Deinen Ausführungen konnte man ja entnehmen, dass sich dein Vollzeit-Angestellten-Job und dein Side-Business wunderbar ergänzen und auch dein Arbeitgeber auch davon profitiert. Wie war damals das Gespräch mit deinem Arbeitgeber? Für viele, die die Idee mit sich herumtragen sich nebenberuflich selbständig zu machen, ist es eine große Hürde, den Arbeitgeber davon in Kenntnis zu setzen. Welche Tipps kannst du unseren Lesern geben. Wie hast du dich vorbereitet?

Tim: Ich war mega nervös und hatte mich sehr gut vorbereitet. Ich hatte mich vorbereitet als hätte ich einen Termin bei der Bank. Als ginge es um Leben und Tod. Dabei war es bei mir wirklich sehr einfach. Bei dem dem Tochterunternehmen der Fraport bei dem ich Anfang 2007 gearbeitet, ist das alles sehr strukturiert. Es gab ein Formular auf dem ich angeben musste, um was es bei meinem Nebengewerbe geht und wie viel Zeit im Monat dafür veranschlagt wird. Das habe ich ausgefüllt und eingereicht und wurde zu einem Gespräch mit einem Personalreferenten gerufen. Ich wurde dann noch einmal im Detail befragt, was mein Side-Business ist. Man wollte einfach nur sicher gehen, dass ich nicht in Konkurrenz zu meiner Firma trete und dass ich meine Ruhezeiten auch einhalte, nicht dass ich meinen Hauptjob nicht mehr richtig ausführen kann. Das war es eigentlich schon. Ich habe mir vorher genau überlegt, wie ich argumentieren kann. Beim Wechsel zur Fraport AG war es dann eigentlich das gleiche Procedere. Mein Chef wusste aber schon, dass ich auch Sidepreneur bin und was ich in meinem Side-Business tue. Das war auch ein Grund, warum ich dorthin wechselte. Ich bekam praktisch den Zuschlag für den Schlag, weil Kenntnisse in Social Media zum Beispiel mitbrachte.

Aber die Angst vor diesem Gespräch kann ich verstehen. Es war für mich fast wie ein Bewerbungsgespräch.
Ich glaube allerdings fast, dass es bei einem Konzern einfacher ist als bei einem kleineren Unternehmen. Wobei bei kleineren Unternehmen es wiederum persönlicher ist.

Juliane: Wiederum gibt es bei großen Konzernen für nebenberufliche Selbständigkeit Richtlinien und Standards während sich in einem kleinen Unternehmen der Personaler unter Umständen noch nie damit beschäftigt hat und die Sorge groß ist, dass der Job leiden könnte.

Tim: Ich kann hier aber auch gut die Gegenseite verstehen. Dass gerade bei kleinen Unternehmen in Bezug auf nebenberufliche Selbständigkeit viele Fragen bestehen: Darf der Mitarbeiter das? Was muss ich als Arbeitgeber beachten usw.

Juliane: Dein Antrag wurde genehmigt. Für die Ewigkeit oder redet ihr in regelmäßigen Abständen darüber?

Tim: So alle zwei Jahr bekommen ich über unser Intranet eine Anfrage, dass ich meine Angaben zum Nebengewerbe prüfen soll und sie gegebenenfalls aktualisieren. Dann läuft es weiter, es sein denn mein Chef würde feststellen, dass meine Arbeitskraft nachließe. Die Gründe würde man dann erfragen. Oder meine nebenberuflichen Tätigkeiten verändern sich in Richtung Konkurrenz. Auch dann würde man mit mir das Gespräch suchen.

Juliane: Super Tim. Das waren jetzt ganz viele Informationen, die unsere Leser bestimmt ein gutes Stück voranbringen oder bestätigen, den nächsten Schritt zu tun. Ich danke dir für deine Zeit.

Tim: Ich habe ebenso zu danken.

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Über den Autor

Juliane Benad

Juliane Benad

Juliane Benad ist Social Media Beraterin für KMU und Solopreneure. Als internationale Betriebswirtin mit Schwerpunkt Marketing war sie viele Jahre im Marketing eines Frankfurter Fachverlages tätig und hat hier maßgeblich die Social Media-Kanäle aufgebaut. Außerdem ist sie Chefredakteurin des Online-Magazins digital-media-manager.com.

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