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Ein Käse-Onlinehandel als Sidebusiness – Interview mit Mauro von okäse

Interview mit Sidepreneur Mauro Ducaro von okäse

Hier kannst du dir das Interview mit Mauro Ducaro von okäse anhören:

 

 

In dieser Folge erzählt uns Mauro, wie er auf die Geschäftsidee kam, einen Onlinehandel für hochwertigen Käse aufzubauen. Er berichtet, wie sich sein Angestelltenjob und sein Sidebusiness wunderbar ergänzen und warum auch sein Arbeitgeber von seiner Gründung profitiert. Er gibt uns Einblick, wann er wie viel Zeit an okäse arbeitet, ob er ein Team hat und wo er okäse in zwei Jahren sieht.

Juliane: Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Episode des Sidepreneur-Podcasts. Heute bin ich Juliane wieder für euch am Start und habe einen spannenden Interviewpartner eingeladen. Mauro von okaese.de hat einen Onlineversand für Käse nebenberuflich gegründet und heute wird er uns hier in der Show über seine Gründungsgeschichte erzählen. Hallo Mauro, herzlich Willkommen bei Sidepreneur. Stelle dich gerne einmal kurz vor. Wie kam es zu deiner Geschäftsidee?

Von der Idee zur Gründung

Mauro: Hallo Juliane und vielen Dank für die Einladung. Vor 2 Jahren, im Jahr 2016, habe ich mich aktiv mit der Selbständigkeit beschäftigt, dabei bin ich es systematisch angegangen. Ich war jahrelang im Onlinemarketing tätig und schaue ganz genau geschaut, was mich interessiert. Inspirieren lassen habe ich mich von Geschäftsmodellen wie AirBnB. Ich habe geschaut, welche Branche findet bisher eher offline statt und wie kann ich diese in die Onlinewelt transferieren.

Ich habe gerne Websites gebastelt und habe mich außerdem für die Lebensmittelbranche interessiert. Außerdem bin ich ein großer Käsefan. Also habe ich recherchiert und einfach einen Onlineshop gebaut.

Juliane: Was ist denn das Besondere an okäse.de Käse kann ich ja in großer Vielzahl auch im Supermarkt kaufen.

Mauro: Natürlich ist das zum einen die Qualität. Es handelt sich dabei um handwerklich hergestellten Käse, der nach traditionellen Verfahren hergestellt wird, denn auch hier gibt es besondere Richtlinien. Außerdem setzen wir auf nachhaltige Verpackung, die sogar auf unsere Kosten wieder an uns zurückgeschickt werden kann, so dass wir sie wieder verwenden können.

Ich gehöre zur Generation Online-bestellen und bestelle fast alles online. Lebensmittel fängt jetzt so richtig an. Ich war damals vom Online-Käseangebot noch nicht überzeugt und habe mich gefragt, welches Kauferlebnis ich selbst erfahren möchte. Außerdem fand ich die Kommunikationsweise eher angestaubt. Ich wollte frisch und modern kommunizieren.

Juliane: Wie ist der Prozess bei okäse? Hast du ein Lager? Was passiert mit meiner Bestellung und wie lange dauert es, bis der Käse bei mir ist?

Mauro: Wir arbeiten nach der Dropshipping –Methode und habe einen Partner in Köln. Eine Mitarbeiterin holt die Ware beim Partner ab und verpackt diese dann in unserem Verpackungslager. Meist hat der Kunde die Lieferung schon am nächsten Tag, spätestens nach 2 Tagen. Da es sich um gekühlte Ware handelt, darf der Versand auch nicht länger dauern.

Auch bei Mauro ist der Faktor Zeit ein wichtiger Aspekt – so organisiert er sich und sein Sidebusiness

Juliane: Viele Sidepreneure mit denen wir sprechen kommen immer wieder auf den Faktor Zeit zu sprechen. Wie alles unter einen Hut kriegen? Ich kann mir vorstellen, dass auch dein Business extrem viel Zeit abverlangt. Wie organisierst du dich?

Mauro: Genau. Ich bin ja auch angestellt tätig und als ich mir diesen Job gesucht habe, hatte ich okaese schon im Hinterkopf. Deshalb habe ich von Anfang an eine 4-Tage-Woche vereinbart. Ich arbeite also von Montag bis Donnerstag in meinem Angestellten-Job und arbeite dann jeden Abend noch einmal gut 5 Stunden. Spätestens um 2 Uhr nachts gehe ich ins Bett. Um 8 klingelt dann wieder der Wecker. Dann habe ich den kompletten Freitag für mein Sidebusiness und das Wochenende. Man kann also sagen, dass ich gut die gleiche Zeit wie in der Anstellung noch einmal in mein Sidebusiness stecke. Es fühlt sich momentan aber gut an. Es macht mir sehr viel Spaß.

Juliane: Wuppst du okäse allein oder hast du ein Team, vorhin erwähntest du eine Mitarbeiterin, die für dich den Käse versandfertig macht.

Mauro: Ja, ich bin sehr froh, dass ich eine Minijobberin habe, die sich um das Verpacken der Bestellungen kümmert. Dann habe ich noch eine Werkstudentin, die sporadisch SEO-Texte erstellt oder Social Media Postings. Außerdem habe ich einen Freelancer, der mir bei grafischen Dingen hilft.

Warum Sidepreneur und nicht Full-Time-Entrepreneur – es gibt gute Gründe, erst einmal als Sidepreneur zu starten

Juliane: Welche Gründe gab es, dass du nicht sofort voll in die Selbständigkeit gegangen bist?

Mauro: Das waren vor allen Dingen finanzielle Gründe, denn ich wusste ja, dass ich am Anfang vom Launch von okäse nicht sofort Umsätze generieren würde. Ich musste erst einmal dafür sorgen, die Marke bekannt zu machen. Ich wollte mit meinem Gehalt einfach Sicherheit haben, denn ich hatte ja auch einige Ausgaben. Ich wollte mein Risiko minimieren, denn ich wusste ja noch nicht, wie meine Idee ankommt und ob es Käufer geben wird. Außerdem macht mir mein Angestelltenjob auch sehr viel Spaß, so dass ich ihn gar nicht aufgeben wollte.

Juliane: Erzähle uns doch ein bisschen von deinem Angestelltenjob. Machst du dort etwas Ähnliches oder was ganz anderes?

Angestelltenjob und Sidebusiness können voneinander profitieren – so ist es auf jeden Fall bei mir – beide Seiten profitieren

Mauro: Ich arbeite bei einem Rucksackhersteller in Köln und habe dort viele Jahre im Onlinemarketing gearbeitet. Seit einem halben Jahr habe ich eine Projektmanagement-Tätigkeit, also im grunde genommen der gleiche Job wie beim Sidebusiness nur eine andere Branchen. Sowohl im Sidebusiness als auch in der Anstellung kann ich meine Erfahrungen einfließen lassen. Beide Jobs befruchten sich.

Juliane: Wie offen war dein/e Vorgesetze/r gegenüber deiner Gründung?

Mauro: Ich muss sagen, dass ich in einer sehr offenen Unternehmenskultur arbeite, so dass die Vorteile gesehen werden, die eine nebenberufliche Selbständigkeit auch für den Job in der Anstellung bringt. Ich konnte diverse Kontakte im Unternehmen nutzen und mich austauschen. Wir haben eine sehr ehrliche und transparente Beziehung und es wird viel getan für die Persönlichkeitsentwicklung.

Keine Umsätze ohne Marketing – So ist Mauro vorgangen

Juliane: Du erwähntest vorhin, dass du deine Idee ja erst einmal bekannt machen konntest, wie bist du hier vorgegangen?

Mauro: Anfangs habe ich sehr stark auf Suchmaschinenoptimierung gesetzt, so dass ich über die organische Suche sehr schnell viele Besucher erhalten habe. Außerdem habe ich anfangs auf Adwords und Facebook gesetzt. Inzwischen nutzen wir auch Instagram und Pinterest. Bei Instagram kann man sich gut eine Community aufbauen und mit ihr in Kontakt treten, auch wenn man kein wahnsinnig großes Budget hat.

Juliane: Nutzt ihr bei Instagram auch die neue Verlinkung in den Shop?

Mauro: Ich habe diese bisher noch nicht, deshalb habe ich hier noch keine Erfahrungswerte, aber ich werde es auf alle Fälle ausprobieren und dann bewerten.

Juliane: Ich kann mir gut vorstellen, dass die Funktion rege genutzt wird, denn bisher war es ja nicht möglich so einfach zu verlinken. Es macht das Einkaufen so viel einfacher und auch messbarer.
Pinterest nutzt ihr auch?

Mauro: Ja, das nutzen wir auch, hier haben wir aber auch noch kein abschließendes Urteil. Wir haben verschiedene Boards angelegt. 55 Prozent unserer Käufer sind weiblich, 45 Prozent weiblich.

Juliane: Ich finde ja besonders gut, dass man von Pinterest langfristig profitieren kann. Vom Aufwand sind ja Instagram und Pinterest ähnlich, aber Pinterest besticht schon, dass man eben langfristig profitieren kann, während Instagram ja eher für Communityaufbau und Branding wichtig ist.

Da steht okäse in 2 Jahren – Mauros Vision

Was sind denn deine Learnings aus den knapp 2 Jahren okäse?

Mauro: Man lernt einfach nie aus. Es kommt immer etwas neues, wie letztens ein Produktshooting oder ein Videodreh. Es gibt immer neue Herausforderungen. Planen ist gut, aber machen ist besser. Ich würde jeden empfehlen, einfach loszulegen und zu testen, testen und testen. Nicht lange grübeln, einfach machen.

Juliane: Wenn du in die Zukunft schauen könntest, wo würdest du dich in zwei Jahren sehen?

Mauro: Natürlich möchte ich weiter mit okäse wachsen und an einen Punkt kommen, wo es Sinn macht okäse als Fulltime Entrepreneur zu führen. Außerdem wünsche ich mir, dass die Menschen mehr Bewusstsein für Essen und Käse im speziellen entwickeln und sehen, welche Prozesse und welches Handwerk dahinter steckt und deshalb auch bereit sind den Preis zu zahlen. Außerdem ist mir Nachhaltigkeit sehr wichtig.

Juliane: Mauro, vielen Dank für deine Insights. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinem Sidebusiness und würde mich freuen, wenn du mir berichtest, wie deine weiteren Erfahrungen mit Instagram und Pinterest sind.

Hier kannst du Kontakt mit Mauro von okäse aufnehmen:

Die okäse-Website

okäse bei Facebook

okäse bei Instagram

okäse bei Pinterest

 

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Über den Autor

Juliane Benad

Juliane Benad

Juliane Benad ist Social Media Beraterin für KMU und Solopreneure. Als internationale Betriebswirtin mit Schwerpunkt Marketing war sie viele Jahre im Marketing eines Frankfurter Fachverlages tätig und hat hier maßgeblich die Social Media-Kanäle aufgebaut. Außerdem ist sie Chefredakteurin des Online-Magazins digital-media-manager.com.

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