Interviews mit Sidepreneuren Sidepreneur-Podcast

Gründen während der Elternzeit – Interview mit Petra Perry von erklaervideoproduktion.de

Höre hier die Episode von Juliane: 

Wer lieber lesen statt hören möchte, hier entlang:

Gründen während der Elternzeit – Interview mit Petra Perry von erklaervideoproduktion.de

Juliane: Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Episode des Sidepreneur-Podcasts. Heute wollen wir über das Thema „Gründen während der Elternzeit“ sprechen. Die Geburt des eigenen Kindes und dann auch die Elternzeit verändert ganz viel im Leben der Eltern, besonders bei der Mutter. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Man trifft viele neue Menschen. Man bekommt viele neue Denkmuster und man merkt eventuell auch, dass der Job, den man als Nicht-Mutter gemacht hat, jetzt nicht mehr ganz so passt und womöglich auch schwer mit der Familie vereinbar ist.

Scheinbar ging es auch meiner heutigen Interviewpartnerin so. Sie heißt Petra Perry. Sie hat sich während der Elternzeit im vergangenen Jahr selbständig gemacht.

Herzlichen Willkommen Petra, schön, dass du heute bei uns zu Gast im Podcast bist. Stelle dich doch einfach einmal unseren Hörern vor.

Petra: Hallo, ich bin Petra Perry. Ich bin 38 Jahre alt und wohne im schönen Winsen an der Luhe. Ich bin Mutter von Zwillingen und habe mich 2016 mit der Produktion von Erklärvideos selbständig gemacht. Ursprünglich habe ich einmal Multimedia studiert. Das war in den Nullerjahren als wir noch mit dem Modem im Internet unterwegs waren. An Videos, wie wir sie uns heute am Smartphone anschauen, war damals noch nicht zu denken. Ich habe dann in unterschiedlichen Jobs gearbeitet und bin letztendlich dann im Produktmanagement gelandet. Viele Jahre war ich als Produktmanagerin in der Telekommunikationsbranche unterwegs.

Juliane: Wie kam es dann dazu, dass du dich entschlossen hast, in der Elternzeit zu gründen? Sicherlich wirst du nach deinem Job in deinen alten Job zurückgehen. Warum also nicht einfach „nur“ Elternzeit machen? Was waren deine Beweggründe für die Gründung?

Petra: Ja, am Anfang meiner Elternzeit war es schon mein Plan, dass ich in meinen alten Job zurückgehe. Mein Mutter-sein hat mich aber sehr verändert und ich habe sehr schnell gemerkt, dass mein Angestellten-Job nicht kompatibel ist mit meinem Mutter-Dasein. Mein alter Job verlangt sehr viel Präsenz. Das kann ich durchaus verstehen. Mit meiner Selbständigkeit kann ich um meine Kinder drumherum planen. Meine Gründungsidee kam während der Elternzeit. Im Grunde genommen hängt es auch mit meinem ursprünglichen Job zusammen. Denn früher habe ich auch How-To-Videos erstellt. Erst einmal gemeinsam mit Agenturen, aber aufgrund meines Multimedia-Hintergrunds habe ich sie später auch selbst erstellt.

Was hat mir im Leben eigentlich so richtig Spaß gemacht?

Ich habe dann während meiner Elternzeit wieder die Lust verspürt zu arbeiten. Als Produktmanagerin in Vollzeit funktioniert das aber nicht. Ich möchte schon auch noch Zeit mit meinen Kindern verbringen. Ich habe mich dann gefragt, was hat dir eigentlich in deinem bisherigen Leben so richtig Spaß gemacht und worauf möchte ich mich fokussieren? Da fiel mir dann ein, dass das Erstellen von Filmen mir damals so richtig viel Spaß gemacht hat. Ich habe dann einfach ein bisschen recherchiert, denn auf dem Gebiet hat sich ja auch viel getan.

Ich habe gesehen, dass es einen Markt für Erklärvideos gibt und habe dann entschieden, erst einmal komplett alles selbst zu machen.

Juliane: Wie bist du dann vorgegangen. Wie waren deine nächsten Schritte?

Petra: Als erstes habe ich meinem Mann von meiner Idee erzählt. Dabei musst du wissen, dass ich immer viele Ideen habe. Viele Ideen sind nur mit meinen Kapazitäten einfach nicht umzusetzen. Von der Idee war er dann auch begeistert und hat gesagt, dass ich es doch einfach einmal machen soll. Dann habe ich losgelegt und habe ein erstes Beispielvideo erstellt. Da ich zu der Zeit noch gar keine Kinderbetreuung hatte, bin ich mit ganz kleinen Schritten gestartet. Wenn die Kinder geschlafen haben, habe ich an meinem Projekt gearbeitet. Dann ist mir auch ein Domainname eingefallen und das erste Video war auch fertig. Dieses Video habe ich dann Bekannten geschickt, um mir Feedback einzuholen. Ich habe mich bei der Facebook-Gruppe „Mompreneurs“ angemeldet, die sich speziell an selbständige Mütter richtet. Dort habe ich dann auch meine Idee vorgestellt und da hat es dann ganz böse Kritik gehagelt wegen dem Audio.

Ich habe dann einen Freund von mir angesprochen, er ist Musiker, ob er mir den Text nicht einsprechen könnte. Ich habe ihm aber auch ehrlich gesagt, dass ich noch nicht weiß, ob es Folgeaufträge geben wird. Über dieses Video habe ich dann auch meinen ersten Auftrag bekommen. Über ehemalige Arbeitskollegen und Bekannte. Der Bedarf war da, aber ich hatte noch keine Lösung für mein Audio-Problem. Mein Freund ist ja auch nicht immer verfügbar. Außerdem kommen Dialekte bei Erklärvideos nicht gut an. Ich brauchte also jemanden, der eine professionelle Stimmausbildung und auch keinen Dialekt hat.

Eigentlich war ich noch gar nicht so weit

Auf einmal kamen die Anfragen und eigentlich war ich noch gar nicht soweit. Ich habe mir aber gesagt, dass ich mich ewig ärgern würde, wenn ich es jetzt nicht tue und bin dann einfach ins kalte Wasser gesprungen.  Ich gründe jetzt! Ich habe es einfach vor mir hergeschoben, lieber an meiner Internetseite gebastelt. Habe meine Visitenkarten erstellt, ich war auf Informationsveranstaltungen der IHK und auf Gründertagen. Ich habe hier und da einmal ein Buch über’s Gründen gelesen.

Ich habe es immer vor mir hergeschoben, weil ich auch dachte, wenn ich jetzt gründe, muss ich jeden Monat Krankenkassenbeiträge zahlen und das obwohl ich noch keine Kunden habe. Wie soll ich mich um meine Kunden kümmern, wenn ich noch gar keine Kindebetreuung habe? Wenn ich mir jetzt aber einfach Kinderbetreuung buche, habe ich Kosten, die ich womöglich gar nicht bezahlen kann. Da biss die Katze sich einfach in den Schwanz.

Zwischenzeitlich sind wir dann aber nach Winsen umgezogen und hier gibt es eine Kinderbetreuung für zwei Vormittage in der Woche. Das hat dann auch gut ins Budget gepasst und ich konnte dann endlich auch einmal in Ruhe arbeiten. Dann hatte ich auch Zeit in Ruhe mit Kunden zu telefonieren und genau in diesem Moment kam dann auch die Anfrage.

Ich bin dann also zum Finanzamt.  Ich startete und nahm den Auftrag an. Mein „Audio-Problem“ musste ich jetzt einfach klären. Das hat sich dann auch ganz schnell geklärt. Deshalb: Mut zur Lücke. Es wird keinen perfekten Zeitpunkt geben.

Der Zeitpunkt ist nie perfekt.

Auch das Krankenkassenproblem klärte sich auf. Denn was ich nicht wusste: Ich war ja angestellt und während der Elternzeit beitragsfrei weiterversichert. Ich habe ja nebenberuflich gegründet. Soweit ich weiß, ist also ein gewisses Einkommen aus der nebenberuflichen Selbständigkeit gedeckelt. Und wenn es jetzt wirklich durch die Decke geht, dann kann ich mir die Kassenkassenbeiträge ja eh leisten.

Juliane: Hast du für dein Business ein Gewerbe angemeldet oder bist du freiberuflich unterwegs?

Petra: Ich bin Freiberuflerin.

Juliane: Du hast schon angedeutet, dass du nicht alles allein machst, sondern bestimmt Dinge outgesourct hast. Was hast du neben deinem „Sprecher“ outgesourct?

Petra: Die Buchhaltung habe ich outgesourct an einen Steuerberater. Ich scanne alles ein. Mir ist es total wichtig, mich auf mein Kern-Business zu fokussieren. Ich möchte Zeit für meine Kunden haben, meine Videos produzieren, mir Geschichten ausdenken.

Die Zeit ist total knapp

Momentan habe ich zwei Vormittage in der Woche, an denen ich an meinem Side-Business arbeite und da möchte ich die wenige Zeit nicht für die Buchhaltung aufwenden, sondern mich fokussieren.

Kundengespräche führe ich dann an diesen Vormittagen, aber auch mal Freitag nachmittags, wenn mein Mann früher nach Hause kommt oder am Abend. Mein Büro ist zwar hier im Haus, aber im Anbau gelegen, da habe ich dann auch wirklich Ruhe. Ich habe dort Zeit für meine Firma. Das ist mir wichtig.

Ich arbeite sehr digital

Ich hatte zwar auch schon, dass ich eine Kundin im Hamburg getroffen habe, aber eigentlich funktioniert alles ganz unproblematisch per Telefon oder per Internet.

Juliane: Das ist das Schöne heutzutage. Man muss sich nicht immer direkt treffen, vieles lässt sich heute auch wunderbar per Videokonferenz klären. Das spart lange Anfahrtswege und –zeiten und man kann auch flexibler Termine anbieten.

Du hast schon angedeutet, dass die Anfragen kamen, bevor du eigentlich gegründet hattest. Wie sieht es heute bei dir aus? Läuft es wie von selbst oder musst du aktiv Kunden akquirieren?

Petra: Wie geschnitten Brot läuft es noch nicht. Ich musste schon auch akquirieren, aber dadurch, dass ich auch bei Facebook in verschiedenen Gruppen aktiv bin, kamen auch darüber schon Aufträge. Außerdem habe ich auch bei Ausschreibungen mitgemacht. Die Akquise-Arbeit kostet viel Zeit.

Ich nutze auch Xing. Aufgrund meines langen Angestellten-Daseins habe ich auch viele Kontakte in Unternehmen. Teilweise sind die Leute dann heute auch in ganz anderen Unternehmen. Ich schreibe sie dann einfach an und berichte ihnen, was ich so mache. Manchmal entsteht daraus ein Auftrag, aber nicht jedes Angebot wird natürlich zum Auftrag.

Es ist wie eine Achterbahnfahrt bei der Selbständigkeit. Es geht mal rauf, dann wieder runter, wieder rauf.

Viele haben auch Angst vorm Scheitern. Die sollte man einfach nicht haben. Wieder aufstehen. An seinen Ideen und Produkten arbeiten, das ist wichtig.

Ich freue mich jetzt schon auf den Januar. Da wird viel auch in meinem Business passieren. Ich habe dann zwei Kindergartenplätze und habe ich endlich einmal viel Zeit, um meine Ideen weiterzuentwickeln.

Ich bin allerdings wirklich auch stolz auf mich, was ich im letzten Jahr aufgebaut und erreicht habe, dafür, dass es „nur nebenbei“ läuft. Viele sagen dann ja auch, mann ich muss doch voll und ganz bei seinem Business dabei sein. Soll ich vielleicht meinen Job kündigen?

Das Sidepreneur-Dasein als Chance sich auszuprobieren

Ich sehe das Sidepreneur-Dasein als super Chance. Es ist zwar bei mir jetzt nicht so, dass da Geld aus dem Angestellten-Dasein rein kommt. Aber normalerweise ist das ja so. Du hast dein Geld aus dem Angestellten-Job und kannst es entspannt angehen mit deinem Side-Business. Es muss sich nicht sofort tragen wie bei jemanden, der von 0 auf 100 ins kalte Wasser springt. Man weiß ja noch gar nicht, ob sich die Idee am Markt auch bewährt und nachgefragt wird. Ich bin überzeugt davon, dass das nebenberufliche Gründen das bessere Gründen ist.

Ich denke auch, dass das nebenberufliche Gründen gar nicht so bekannt ist. Deshalb finde ich es auch so toll, dass ihr diese Plattform hier habt und darüber informiert.

Juliane: Vielen Dank für dein Feedback Petra. Ich habe kürzlich auch eine Solo-Episode aufgenommen, in der es genau darum ging. Ich habe in der Folge Gründe benannt, warum das nebenberufliche Gründen meiner Meinung nach das bessere Gründen ist. Du hast ja eben auch ganz ähnliche Gründe benannt.

Was ich mich jetzt frage… du arbeitest an zwei Vormittagen in der Woche, du telefonierst in der Zeit mit Kunden. Du erstellst in der Zeit deine Videos. Du akquirierst Kunden, du bist in Social Media aktiv und und und … ist das wirklich so oder sieht es in der Realität so aus, dass du noch ganz viel außerhalb dieser zwei Vormittage machst?

Petra: Nein, dabei bleibt es nicht. Ich mache noch viel am Abend oder am Wochenende oder wenn meine Kinder Mittagschlaf machen. Das ist dann aber eben auch nicht wirklich planbar. Alles hängt auch ein bisschen vom Kunden ab, manches muss schneller gehen, andere Dinge benötigen mehr Abstimmung. Ich beantworte durchaus auch einmal zwischendurch E-Mails. Die zwei Vormittage sind aber geblockt, um in Ruhe mit Kunden zu telefonieren oder in Ruhe etwas abzuarbeiten.

Juliane: Alles klar, es ist also durchaus so, dass du schon ein wenig mehr an deinem Side-Business arbeitest, als an den zwei Vormittagen.

Petra: Ja, das ist schon so. Allerdings nicht an allen Abenden und auch nicht jedes Wochenende. Dann wäre ja auch einfach der Akku leer. Ich brauche schon auch meine Zeit zum Durchschnaufen. Die Akquise-Arbeit habe ich wirklich vor der Gründung unterschätzt.

Juliane: Du hast gesagt, dass du auf Facebook unterwegs bist und deine Xing-Kontakte pflegst, dass du in verschiedenen Gruppen unterwegs bist? Geht es ohne Social Media für dein Business?

In den Social Media präsent zu sein, ist enorm wichtig

Petra: Ohne Social Media geht überhaupt nichts. Man muss dort einfach präsent sein.

Juliane: Bist du nur als Petra Perry unterwegs mit Profilen oder hast du auch eine eigene Facebook-Seite oder vielleicht einen YouTube-Kanal?

Petra: Ich habe sowohl eine Facebook-Seite und auch einen YouTube-Kanal und inzwischen auch den einen oder anderen Fan. Über Kommentare freue ich mich natürlich. Nicht alle Kunden-Videos kann ich auf meinem Kanal veröffentlichen, aber demnächst kommt wieder etwas und dann gibt es auch das meiste Feedback.

Juliane: Video wird ja auch immer wichtiger, auch wenn ich persönlich immer noch ein bisschen meine Probleme mit dem Bewegtbild habe, aber Video ist halt absolut wichtig in den sozialen Medien.

Wie geht es weiter nach der Elternzeit?

Wie soll es nach deiner Elternzeit mit deinem Side-Business weitergehen? Hast du dir da schon Gedanken gemacht?

Petra: Ja, ich möchte mich dann voll und ganz auf mein Business konzentrieren und dort richtig Gas geben. Ich werde nicht mehr in meinen alten Job zurückgehen.

Juliane: Das steht also heute schon fest, weil du ja auch sagtest, dass dein Job als Produktmanagerin nicht so familienkompatibel ist?

Petra: Ja, das steht fest. Meine Firma hätte mich zwar gerne zurück. Ich hatte auch vor kurzem ein Gespräch. Sie hätten gerne, dass ich drei Tage vor Ort bin. Das hört sich erst einmal ja nicht so schlecht an, aber wir wohnen mittlerweile in Winsen an der Luhe und mein Job ist in Berlin und das funktioniert dann nicht. Auch wenn ich mit Leib und Seele Produktmanagerin bin. Mein Mann hatte in Berlin keinen Job gefunden und arbeitet nun in Hamburg. Nun passt es allerdings mit meinem Job nicht mehr.

Juliane: Dann würde ich ja mal sagen, dass du das Beste aus deiner Elternzeit gemacht hast und dir ein gutes Standbein aufgebaut hast.

Petra: Ja, eigentlich perfekt. Ich weiß nicht, ob es auch so gekommen wäre, wenn wir nur ein Kind bekommen hätten. Ich denke, ein Kind hätte mein Mann vielleicht auch eine Weile mal alleine betreut, aber mit zweien ist das schon etwas anderes.

Bücher für Gründer, die mich weitergebracht haben

Juliane: Während deiner Gründungsvorbereitung hast du ja auch viel gelesen. Welche Bücher haben dir ganz besonders gut gefallen, weil sie dir hilfreiche Impulse gegeben haben?

Petra: Einmal das 4-Stunden-Startup von Felix Plötz, wobei es so gar nicht auf den Aspekt des Mutterseins eingeht. Aber der Gedanke, dass man einfach auch in wenig Zeit sich ein Business aufbauen kann, ist schon spannend. Klar, dass 4 Stunden dafür nicht ausreichen. Einfach mit kleinen Schritten voran gehen, auch dann kommt man an sein Ziel. Das Buch hat mir auch Hoffnung gegeben, dass ich einfach auf einem guten Weg bin. Außerdem beinhaltet es viele Tipps, woran man als Gründer denken sollte.

Was mir unheimlich viel Kraft gegeben hat, ist Ultimate Selfconfidence von Marisa Peer. Es ist auf Englisch und es pusht unheimlich das Selbstbewusstsein. Es gibt auch eine CD dazu. Man muss allerdings auch der Typ für diese Art von Buch sein. Es geht da auch um Hynose. Das ist nicht Jedermanns Sache. Wenn ich allerdings nach einer unruhigen Nacht zu neuer Kraft kommen will, dann mache ich mir die CD an und danach bin ich dann wieder total motiviert.

Die Arbeit dehnt sich ja auch aus, wenn man viel Zeit hat

Wenn ich mir ein halbes Jahr Zeit nehme, um eine Internetseite fertig zu machen, dann dauert es auch ein halbes Jahr. Aber wenn ich weiß, dass ich nur eine Stunde habe, bevor die Kinder wieder aufwachen (womöglich sogar früher) dann arbeite ich viel fokussierter und effizienter.

Juliane: Man darf sich einfach auch nicht ablenken lassen. Man hat einfach auch ein Ziel vor Augen, wenn man sich die Zeitabschnitte nicht so lang setzt. Man schiebt ja eh nur, wenn man ehrlich ist.

Du hast ja schon ganz viele Tipps, auch zwischen den Zeilen gegeben, wie man an die Gründung rangehen kann, wenn man in der Elternzeit ist. Hast du jetzt für uns einfach noch einmal so deinen absoluten Tipp?

Dein ultimativer Tipp für Gründer?

Petra: Ich werde ja immer wieder gefragt, wie ich das alles so schaffe, besonders von Müttern, die nur ein Kind haben. Es klingt jetzt vielleicht komisch, aber die Anschaffung eines Trockners hat mir so viel Zeit geschenkt, weil ich einfach nicht mehr jeden Tag damit beschäftigt bin, die unzählige Wäsche auf- und wieder abzuhängen.

Auf der anderen Seite lasse ich eben auch Sachen liegen. Bei uns sieht es zu Hause nicht aus wie im Katalog. Klar wir haben auch eine Spülmaschine, ohne die ginge es gar nicht und das nächste ist ein Staubsauger-Roboter, der mir Zeit zurückgibt, die ich in mein Business stecken kann.

Juliane: Dein Tipp ist also: Hole dir Unterstützung mit Hilfe von nützlichen Haushaltsgeräten und lass einfach auch einmal Dinge im Haushalt liegen zu lassen. Auf der anderen Seite, dass man einfach einmal machen sollte, oder?

Petra: Genau. Ins Tun, in die Umsetzung kommen. Was ich auch sehr eingeschränkt habe, ist das Fernsehgucken. Zurzeit schaue ich „Die Höhle der Löwen“ ansonsten mal Video on demand.

Juliane: Das Hören wir in Interviews mit Sidepreneuren auch ganz oft, dass der Fernsehkonsum einfach reduziert wurde, um so Zeit für das Herzensprojekt zu haben.
Vielen Dank für deine Insights Petra, die du uns gegeben hast zum Thema „Gründen während der Elternzeit.“ Ich denke, dass du auch vielen Mut gemacht hast, die vielleicht darüber nachdenken, sich während der Elternzeit selbständig zu machen. Vielen Dank für die Einblicke in dein Side-Business.

Petra Perry im Internet und im Social Web

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Über den Autor

Juliane Benad

Juliane Benad

Juliane Benad ist Social Media Beraterin für KMU und Solopreneure. Als internationale Betriebswirtin mit Schwerpunkt Marketing war sie viele Jahre im Marketing eines Frankfurter Fachverlages tätig und hat hier maßgeblich die Social Media-Kanäle aufgebaut. Außerdem ist sie Chefredakteurin des Online-Magazins digital-media-manager.com.

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