Erfahrungen & Tipps

Geld verdienen mit dem Jahreswechsel – Wie du den bevorstehenden Jahreswechsel doppelt nutzen kannst!

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Geld mit dem Jahreswechsel verdienen klingt verlockend und ist tatsächlich möglich. Als Sidepreneur kannst du deine Steuerlast senken und so bares Geld sparen und verdienen.

Was? Es ist schon wieder Dezember? Aber vor ein paar Tagen war doch noch……. Ja genau. Weihnachten und Silvester stehen schon wieder vor der Tür und ich möchte dir 2 Tipps geben, wie du mit dem Jahreswechsel Geld verdienen kannst.

Ok, eigentlich ist es 1 Tipp zum Geld sparen und 1 Tipp zum Geld verdienen durch den Jahreswechsel. Und der Tipp zum Geld verdienen basiert darauf, dass andere Unternehmer dem 1. Tipp zum Geld sparen folgen.

Verwirrend? Ok, hier sind die beiden Tipps schon mal vorweg:

  1. Geplante Ausgaben noch dieses Jahr machen, um die Steuerlast zu verringern
  2. Dein Verkaufsangebot auf dieses Spar-Verlangen bei Unternehmern ausrichten

Merke dir aber schon jetzt: Damit du das Maximale aus dem Jahreswechsel herausholst, solltest du versuchen, beide Tipps umzusetzen.

Eines möchte ich gerne noch vorwegschicken: Ich bin kein Steuerberater und auch kein Experte auf dem Gebiet der Steuergesetze. Ich gebe dir hier lediglich meine Erfahrungen als Unternehmer in 2 Tipps verpackt wieder.

Warum der Unternehmer mehr Möglichkeiten hat, zum Jahreswechsel Geld zu sparen

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Auch ich hasse nichts mehr, als dem Staat mein hart verdientes Geld „zu schenken“. Als Angestellter bedient sich das Finanzamt durch einen tiefen Griff in die Lohntüte, noch bevor das Geld überhaupt auf meinem Konto ist – und ich kann nichts (oder nur sehr wenig) dagegen tun.

Und auch als Unternehmer musst du von deinen Gewinnen einen Teil an das Finanzamt und den Staat abgeben, in Form von Steuern und Gebühren.

Aber, und das ist der erfreuliche Unterschied zum Angestellten, der Unternehmer hat viel mehr Möglichkeiten, die Steuerbelastung zu verringern und so Geld zu sparen.

Ich gehe (noch) nicht soweit, das Unternehmen in einem Land aufzubauen, in dem die Steuerlast von Grund auf geringer ist, wie es beispielsweise in Hongkong der Fall ist. Falls du das jedoch in Erwägung ziehst, dann kann ich dir die zuletzt veröffentlichte Anleitung dazu von Sebastian Kühn sehr empfehlen, der sein Business vor ein paar Monaten nach Hongkong verlegt hat.

Ich versuche stattdessen in Deutschland und natürlich auch im rechtlichen Rahmen, mögliche Optimierungen bei der Steuerlast anzuwenden und so zum Jahreswechsel noch mal ordentlich Geld zu sparen.

Die Grundlagen zu den folgenden Tipps

Ich möchte dir gerne zeigen, wie du mit dem bevorstehenden Jahreswechsel bares Geld sparen und/oder verdienen kannst. Dieses funktioniert zweigeteilt.

Zum einen kannst du Geld sparen statt dem Staat zu überweisen und zum anderen kannst du genau dieses Verlangen von Unternehmern für dein eigenes Business nutzen und damit deinen Umsatz in den kommenden Tagen erhöhen.

Bevor wir zu den Tipps kommen, sollten wir noch kurz die Rahmenbedingungen und Grundlagen klären. Zunächst müssen wir hier die beiden Arten von (nebenberuflichen) Unternehmern unterscheiden:

Zum einen kannst du ein Unternehmen gegründet haben, mit dem du Geschäfte durchführst und zum anderen kannst du als Freelancer oder Freiberufler selbstschaffend Geschäfte mit Kunden durchführen. Die dargestellten Tipps gelten für beide Arten – jedoch spart oder verdient im ersten Fall natürlich dein Unternehmen Geld und nicht du als Person.

Die 2 Arten noch dieses Jahr Geld mit dem Jahreswechsel zu verdienen oder zu sparen

Lass uns also reinspringen in die Tipps, wie du aus dem Jahreswechsel das Maximum für dein Business oder deine Selbstständigkeit herausholst.

  1. Geplante Ausgaben noch dieses Jahr machen, um die Steuerlast zu verringern

Verringere Deine Steuerlast zum Jahresende

Betreibst du ein Unternehmen, so muss dieses auf die erwirtschafteten Gewinne natürlich Steuern zahlen. Wenn wir uns ansehen, wie Gewinne definiert sind, nämlich (vereinfacht dargestellt) als Einnahmen minus Ausgaben, dann sehen wir schnell, dass die Gewinne geringer sind, wenn wir die Ausgaben erhöhen. Dadurch würde dann die Steuerlast sinken und das Unternehmen spart so bares Geld, was es sonst an den Staat hätte abgeben müssen.

Bist du als Freiberufler oder Freelancer selbstständig, dann werden deine Gewinne als Einkommen aus selbstständiger Arbeit in der Steuererklärung aufgenommen. Auch hier gilt der Vorteil, dass du (meistens) mittels Einnahmen-Überschuss-Rechnung zunächst deine unternehmerischen Ausgaben einberechnest, bevor der Staat die Steuern berechnet.

Du hast dann als Freiberufler oder Freelancer zwei Einkommensgrenzen, die es zu beachten gilt und die du für dein Sparhaben nutzen kannst.

Zum einen gibt es den Einkommensfreibetrag von 8.472 Euro (Stand Dez. 2015), der den Betrag angibt, den du maximal als Einkommen aus allen Quellen verdienen darfst, den du nicht versteuern müsstest (Einkommenssteuern). Bei Sidepreneuren bedeutet das aber natürlich, das Einkommen aus deinem Hauptjob und das Einkommen aus selbstständiger Arbeit. Dieser Freibetrag wird natürlich (in den meisten Fällen) allein durch den Hauptjob überschritten.

Bist du jedoch Student und betreibst ein Sidebusiness, dann könnte es interessant sein, durch Ausgaben, die du bereits für 2016 geplant hast, deinen Gewinn und somit dein Einkommen unter diese Freigrenze zu bringen. In dem Fall zahlst du dann keine Einkommensteuer.

Die zweite Einkommensgrenze, die wir uns anschauen sollten liegt bei 52.882 Euro (Stand Dez. 2015) und zeigt dir die Schwelle an, ab der dein Steuersatz einen Sprung nach oben macht.

Hast du also einen Hauptjob, bei dem du an die 52.882 Euro heran kommst, dann kannst du dich mit deinem kombiniertem Einkommen aus Hauptjob und Sidebusiness eventuell genau an dieser Schwelle befinden. Dann macht es besonders großen Sinn, deine Ausgaben noch einmal zu optimieren, um möglichst zu vermeiden, in die höhere Besteuerung zu rutschen.

Aber auch wenn keine dieser beiden Schwellenwerte für dich relevant sind, da du dich genau in der Mitte befindest, dann macht es Sinn, geplante unternehmerische Ausgaben schon dieses Jahr vorzunehmen, da du sozusagen jeweils einen Rabatt auf deine Ausgaben erhältst, der der Differenz deiner Steuerabgaben entspricht.

Ein Beispiel:    (Summe und Steuersatz sind zur Anschauung frei gewählt!)

Ohne Ausgaben-Optimierung:
Deine zu versteuernde Summe:                40.000 Euro
Dein Steuersatz:                                             40%       (= 16.000 Euro Steuerlast)
Dein Gewinn nach Steuern:                        24.000 Euro

Mit Ausgaben-Optimierung:
Deine zu versteuernde Summe:                40.000 Euro
Zusätzliche Ausgaben:                                  5.000 Euro
Deine neu zu versteuernde Summe:        35.000 Euro
Dein Steuersatz:                                             40%       (= 14.000 Euro Steuerlast)
Dein Gewinn nach Steuern:                        21.000 Euro (3.000 Euro geringer als ohne Zusatzausgabe)
-> aber du hast einen Wert über 5.000 erhalten. Rechnest du dieses nun um, so hat dich dieser Wert im Endeffekt nur 3.000 Euro gekostet!

Die Ausgaben zu erhöhen widerspricht auf den ersten Blick ein jedem Unternehmer-Denken, jedoch kann es, wie im Beispiel oben gezeigt, durchaus Sinn machen, die Ausgaben geplant zu erhöhen. Stehen die Aufgaben eh bereits auf deinem Plan für 2016, dann kann du so eine nette Summe sparen.

Planst du also, im kommenden Jahr Produkte zu kaufen, wie beispielsweise eine neue Büroausstattung, neue Hardware (Monitore, Drucker, etc.), Online Kurse, die du im neuen Jahr starten willst oder weißt du schon, dass du bestimmte Events und Konferenzen besuchen willst, dann überlege und rechne dir durch, ob es sich nicht lohnt, diese Dinge bereits dieses Jahr anzuschaffen.

Und selbst wenn du dieses Jahr wenig Umsatz gemacht hast, kannst du die Ausgaben nutzen, um wie oben beschrieben unter die Freigrenze zu rutschen oder dir die gar produzierten Verluste (vor allem in der Anlaufphase) gutschreiben zu lassen, die im kommenden Jahre verrechnet werden.

  1. Dein Verkaufsangebot auf dieses Spar-Verlangen bei Unternehmern ausrichten

Geld verdienen, durch Zusatzeinnahmen

Mit diesem zweiten Tipp gehen wir vor dem Jahreswechsel noch mal so richtig in die Offensive:

Wir nutzen nun aus, dass andere Unternehmer meinem ersten Tipp folgen und noch dieses Jahr zusätzliche Ausgaben machen wollen. Schaffen wir es, unser eigenes Angebot den Unternehmern passend darzustellen und noch mal schmackhaft zu machen, so können wir zusätzliche Umsätze generieren.

Nutze dazu folgende Trigger, um dein Angebot noch mal möglichst vielen Unternehmern zu präsentieren und sie dann von einem Kauf zu überzeugen:

  • Biete einen kleinen Rabatt an und nutze dieses, noch mal eine Verkaufs-Email an deine Email-Liste zu versenden
  • Wenn du ein Produkt mit regelmäßigen Zahlungen hast, führe unbedingt noch einen Plan mit Jahreszahlung ein (und führe dann den ersten Trigger aus)
  • Als Dienstleister: gehe noch mal auf deine Bestandskunden zu und frage, ob noch dieses Jahr etwas Budget übrig ist und was davon noch jetzt fixiert werden soll

Meine eigenen Ausgaben, die ich noch in 2015 getätigt habe

Durch meine Einnahmen als freiberuflicher Berater sowie aus dem ein oder anderen Projekt in 2015 habe ich als Unternehmer nun die Möglichkeiten, wie oben gezeigt, Geld zu sparen.

Ich habe deshalb bereits jetzt Ausgaben getätigt, die ich eigentlich erst für 2016 geplant habe bzw. Produkte gekauft, wo ich heute schon weiß, dass ich sie im kommenden Jahr nutzen möchte.

Dazu zählen ein paar Anpassungen im Homeoffice, wie die Anschaffung eines tollen Bürostuhls, den ich sehr empfehlen kann (zum Bürostuhl von Topstar bei Amazon*) und ich recherchiere gerade noch Flat-Screens, die meinen Anforderungen gerecht werden. Ziel ist es, das Homeoffice weiter zu verschönern, die Produktivität zu steigern und neue Möglichkeiten wie beispielsweise das Empfangen von Kunden zu erschaffen.

Für 2016 habe ich mir fest vorgenommen, für das ein oder andere Projekt das Content-Format „Video“ stärker zu nutzen. So sollen Erklärvideos und eventuell auch ein Onlinekurs entstehen. Dazu habe ich mir die Software TechSmith Camtasia gekauft, welche per Zufall auch noch im Sale bei Appsumo war.

Des Weiteren habe ich mir ein paar Bücher bestellt, die auf meinem Wunschzettel ganz oben stehen (z.B. The Membership Economy*) und die ich in 2016 lesen möchte. So baue ich die Ausgaben bereits in 2015 ein und lese die Bücher dann im kommenden Jahr.

Nun ist nur noch offen, ob ich noch meinen Laptop gegen ein MacBook tausche, ob ich bei dem ein oder anderen Produkt zuschlage, welches mir, wie im 2. Punkt empfohlen einen Jahresplan anbietet, und ob ich zur Weiterbildung noch einen Online Kurs kaufen soll.

Welche Ausgaben planst du noch in 2015 zu tätigen? Gib uns doch gerne ein paar Inspirationen.
Oder hast du dein Produktangebot bereits um einen Jahresplan erweitert? Dann zeige uns doch mal die Landingpage durch einen Link.

Disclaimer: Dieser Beitrag stellt selbstverständlich keine Beratung in Steuerfragen dar, sondern gibt lediglich meine Erfahrungen wieder. Ich bin kein Steuerberater. Ich empfehle aber jedem, der sich unsicher ist, seinen Steuerberater noch mal zu befragen, ob es für ihn persönlich Sinn macht, weitere Ausgaben zu machen. 🙂

Über den Autor

Michael

Michael

Ich liebe es, digitale Produkte zu kreieren, die den Menschen Spaß machen und im besten Fall noch eines ihrer Probleme lösen. Deshalb arbeite ich in meinem Vollzeitjob als Produktmanager und als Sidepreneur an eigenen Projekten wie der Sidepreneur-Plattform hier, an einem Tool im Visual Branding für Marken und Unternehmen sowie als "Virtueller Produktmanager" für kleine und mittlere Unternehmen.
Ebenso experimentiere ich liebend gerne online und präsentiere euch bald neue Projekte!
Mehr Infos erhältst du hier: Über Sidepreneur

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