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Meine Fehler und Learnings aus 2 eigenen Startup-Versuchen

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Nachdem ich verschiedene Erfahrungen durch die Gründung und Mitarbeit in Startups von Inkubator angesammelt hatte, konnte ich meinen Tatendrang nicht mehr aufhalten und startete mein erstes Startup alleine.

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—    inklusive BONUS-Interview am Ende    —

Ok, nicht ganz alleine sondern mit einem Mitgründer aber ohne die Unterstützung durch einen Inkubator und ohne VC-Startkapital. Den Mitgründer hatte ich zuvor in einem Projekt kennen gelernt und wir haben gemeinsam gearbeitet und eine Freundschaft aufgebaut. Gemeinsam gründeten wir dann das Startup blumenjungs um unsere eigenen Erfahrungen zu sammeln. Und diese, sowie die Erfahrungen mit meinem zweiten Startup im Anschluss daran, sollten mich prägen und viele Learnings mit sich bringen.
Das angesprochene zweite Startup nannte sich tvquizz und setzte eine App im Bereich Second Screen um.
Zwischen blumenjungs und tvquizz verbrachte ich eine Zeit als Freelancer in Asien, um Geld zu verdienen, fremde Kulturen kennenzulernen und weitere Erfahrungen in einem Gehalts-abgesicherten Umfeld zu sammeln – aber das ist eine andere Story (vielleicht für einen eigenen Beitrag).

Meine Fehler bei 2 Startup-Versuchen

Ich werde dir meine schmerzhaften Fehler offen und transparent schildern, die mich damals, teilweise sogar persönlich und mental, stark getroffen haben.

Das wichtigste Learning möchte ich dir aber bereits jetzt vor ab geben: es ist essentiell wichtig für dein persönliches Wachstum und um gestärkt aus diesen Erfahrungen hervorzugehen, dass du deine Handlungen und Misserfolge aufarbeitest, analysierst und die Learnings daraus dir deutlich vor Augen führst.

Bei mir hat das nach dem zweiten Crash teilweise sogar 4 – 6 Wochen gedauert, in denen ich von dem ganzen Thema nichts mehr wissen wollte und mich körperlich und mental erholen musste.

Aber ein ehrliches auf Arbeiten mit dem Mitgründer oder alleine ist unbedingt zu empfehlen, denn sonst werden dir die gleichen Fehler erneut unterlaufen.

Ich probiere meine Fehler und gebe dir anschließend meine daraus gewonnenen Learnings und Tipps wieder.

Meine Fehler während meiner 2 Startup-Versuche in der Übersicht:

  1. Auf Hypes und Trends aufgesprungen
  2. Blindes Kopieren des Wettbewerbs statt USPs aufzubauen
  3. Kundenfeedback wurde zu spät eingeholt
  4. Kontrolle über die Kernkompetenzen verloren

Fehler 1.: Auf Hypes und Trends aufgesprungen

Die Idee zu blumenjungs entstand durch einen Techcrunch Artikel Über das amerikanische Unternehmen H.Bloom und dessen erfolgreiche Finanzierungsrunde. Das Thema begeisterte uns, wir sahen auch in Deutschland einen Markt und begannen mit der Recherche – aber natürlich, wie immer bei Hypes, waren auch in Deutschland gerade bereits drei Startups im Abo-Markt für Schnittblumen unterwegs. Das eine Mit Crowdinvestment, das andere mit Business Angel und das dritte sogar mit einem Inkubator und VC im Rücken. Aber dieses hielt uns nicht ab sondern wir malten uns die besten Alleinstellungsmerkmale aus, zum Beispiel die Nähe zum holländischen Großmarkt und eine befreundete Floristin als Expertin. Wir pushten uns selbst so stark, dass wir glaubten, wir könnten den Vorsprung der anderen, bereits im Markt befindenden Startups, aufholen – und das obwohl wir alles selber machen mussten/wollten und bootstrappen mussten.
Wir versuchten Business Angel und VCs zu überzeugen, konnten dieses aber aufgrund des Wettbewerbs leider nicht. Am Ende fehlte die Leidenschaft dabei, so dass wir nicht mehr das nötige Durchhaltevermögen und die Überzeugung für einen Richtungswechsel übrig hatten.

Fehler 2.: blindes Kopieren des Wettbewerbs statt USPs aufzubauen

Der nächste Fehler war ein fortlaufender Fehler, der von Beginn der Idee bis zur Einstellung unserer Aktivitäten anhielt. Wir investierten Zeit und Energie darin, die deutschen Konkurrenten und das amerikanische Vorbild zu analysieren und sie zu kopieren – statt uns auf unser eigenes Produkt und unsere Kundengruppe zu konzentrieren. Dieses Vorgehen reichte von der Webseite und Social Media über die Marketingansprache bis hin zur Produktgestaltung.
Wir haben viel zu wenig Zeit in die wirkliche Analyse der eigenen Zielgruppe investiert und glaubten, wir kennen unsere Kunden Gruppe bereits.
Mit einem größeren Fokus auf unser eigenes Produkt hätten wir uns vielleicht vor unseren Wettbewerbern auf den B2B Markt konzentriert. Als wir dieses erkannten, hatten wir uns mit all unseren finanziellen Mitteln und Ressourcen bereits auf den Endkundenmarkt eingestellt. Für einen Richtungswechsel zum B2B Markt haben wir dann nicht mehr die Infrastruktur (Telefon/vor Ort-Sales) und auch nicht mehr die Finanzreserven. Auch Investoren ließen sich nicht überzeugen aufgrund des Wettbewerbs und vor allem aufgrund der fehlenden Differenzierung.

Fehler 3.: Kundenfeedback wurde zu spät eingeholt

Einen Fehler, den ich sogar zweimal, also in beiden Startups, gemacht habe war, die erste Version der Produkte, die an die Kunden heraus geht, zu groß und komplex werden zu lassen. Von einem MVP waren wir, vor allem bei der tvquizz App weit entfernt, weil wir bereits darüber hinaus entwickelt haben und ständig weiter neue Funktionen und Designänderung umgesetzt haben. Wir hatten tolle und innovative Ideen, die wir alle noch einbauen wollten, um die Nutzer komplett zu begeistern, statt ihnen unsere Idee in einer minimalen Version zu präsentieren und ausprobieren zu lassen.
So ist die tvquizz App leider nie vollständig im Markt getestet worden, sondern nur mit einer kleinen Gruppe an Alpha-Testern.
In beiden Fällen wäre ein möglichst früher Start am Markt sinnvoll gewesen, bei blumenjungs um die Hypothesen zu testen, das Endkunden auch Blumen online im Abo kaufen und bei tvquizz, um möglichst früh eine Nutzerbasis aufzubauen, da Umsätze bei diesem eher amerikanischen Geschäftsmodell eine untergeordnete Rolle spielen sollten.

Fehler 4.: Kontrolle über die Kernkompetenzen verloren

Ich wählte mir als Partner und Mitgründer für tvquizz einen der talentiertesten Programmierer aus, den ich kenne und gab ihm die völlige Freiheit bei der Produktentwicklung. Ich vertraute seinen Fähigkeiten und da wir zu Beginn zu zweit Tag und Nacht am Produkt arbeiteten, wusste ich stets Bescheid über den Stand der Entwicklungen. Wichtige Entscheidungen was die Auswahl der eingesetzten Programmiersprache und Frameworks angingen, überließ ich ihm und seinem Expertenwissen. Das war auch nicht verkehrt, da er bis dahin ein tolles Produkt entwickelte. Als der Deadline- und finanzielle Druck aber stetig stieg, geschah dann über Nacht für mich die Katastrophe. Mein Mitgründer und Programmierer der App schmiss alles hin, um in eine Festanstellung zu wechseln, da der Druck ihn zu groß wurde und auch persönliche Umstände hinzukamen.

Und obwohl es mich schockte, konnte ich ihn dennoch teilweise verstehen und musste damit jetzt leben.
Das eigentliche Problem war dann, dass ich mit 80 % fertiger 1.0-Version da stand, aber ohne Programmierer. Die potentiellen Nachfolger wollten lieber eigenen Code neu schreiben, statt die 80 %-Version weiter zu entwickeln. Es kam zu keiner Einigung, so dass der Code nun auf einer externen Festplatte in meiner Schublade liegt und ich erschöpft das Feld verlassen habe.
Zurück blieb lediglich reichlich viel verbrannte Erde bei potentiellen Partnern, angesprochenen Investoren und viel eigenes verlorenes (Lehr-)Geld.

Meine Erfahrungen mit der Gründung der Startups

Im Nachhinein bereue ich die eigenen versuche ganz und gar nicht, denn ich habe extrem viel gelernt, habe viele gute Kontakte auch für mein heutiges Berufsleben aufgebaut und ich kann mir nicht vorwerfen, es nicht versucht zu haben.

Meine Erfahrungen in der Übersicht:

  1. Leidenschaft und Begeisterung über Hype
  2. Frühzeitig Zielgruppen Hypothesen überprüfen
  3. Klare Differenzierung und Fokus auf eigene USPs
  4. Kontrolle über Kernkompetenzen behalten

1. Erfahrung: Leidenschaft und Begeisterung über Hype

Hypes kommen und gehen und bringen jedes Mal eine Menge Startups mit sich, die sich aber selten länger als während dieser Hypezeit im Markt halten können. Oft sind es rasante Zeiten für die Gründer, aber eben so spektakuläre Bruchlandungen. Um langfristig und nachhaltig erfolgreich zu sein, habe ich für mich erkannt, dass ich mit Leidenschaft und Begeisterung bei einem Thema sein muss um ein Durchhaltevermögen und kreative Problemlösung vorweisen zu können.
Ich beschäftige mich nur noch mit Themen die mich begeistern und bei denen ich mir vorstellen kann, auch langfristig daran zu arbeiten.

2. Erfahrung: Frühzeitig Zielgruppen Hypothesen überprüfen

Die Einbindung der Kunden wird bei zukünftigen Projekten stets so früh wie möglich stattfinden, um eine Problemlösung gemeinsam mit der Zielgruppe zu entwickeln.
Für Sidepreneur gehörst du zu meiner “Zielgruppe”, denn ich möchte eine Community aufbauen und dazu gehören viele nebenberuflich Selbstständige. Deswegen ist dir sicher aufgefallen, dass ich dich immer wieder um dein Feedback und deine Meinung frage. Viele haben mir auch bereits geantwortet und sind beim Austausch in der Facebook-Gruppe aktiv, das ist extrem hilfreich und Klasse zu sehen.

Der heutige Beitrag ist ebenfalls aus einem Kommentar zu meinem Einnahmen-Report April entstanden, danke Thomas für deinen Kommentar zu meinem Einnahmen-Report. Nimm auch du dir 2 Minuten Zeit und beantworte drei Fragen um die zukünftigen Inhalte noch besser auf dich ausrichten zu können: https://sidepreneur.de/umfrage-themen/

Das Testen der zuvor aufgestellten Hypothesen wird bei mir in Zukunft so früh wie möglich stattfinden und auch wenn das Produkt noch nicht fertig oder perfekt ist.
So ist der Sidepreneur Podcast gestartet als ich nur vier Folgen vor produziert hatte und meine Stimme bei weitem noch nicht perfekt ist. Aber auch hier lerne ich täglich dazu und mit jeder Folge wird es besser.
Und auch der Sidepreneur Blog ist noch nicht fertig, es fehlen noch zeigen wie eine Übersicht über meine Tools oder eine Einstiegshilfe für Besucher, die zum ersten Mal hier sind. Diese Seiten werden in den nächsten Tagen folgen.
Ziel war es, dich zu erreichen und über die Möglichkeiten als Siepreneur zu informieren. Mit jeder neuen Folge und jedem neuen Beitrag versuche ich jetzt eins deiner Probleme zu lösen und dir zu helfen, um die Community zu vergrößern und möglichst viele nebenberuflich Selbstständige anzusprechen.

3. Erfahrung: Klare Differenzierung und Fokus auf eigene USPs

Statt Energie und Zeit in die Analyse der Konkurrenz zu stecken, sehe ich mir heute den Wettbewerb nur noch zu Beginn an. Ich nutze ihn als Anzeichen für eine erste Kundennachfrage und um herauszufinden, wie ich meine eigene Idee vom vorhandenen Wettbewerb abheben und klar differenziert positionieren kann. Dadurch liegt mein Fokus auf der Verbesserung meines Produktes für die von mir ausgewählte, zunächst vielleicht sogar viel spitzere, Zielgruppe.
Ich kann so agieren statt nur zu reagieren, kreative Lösungsansätze für diese Gruppe entwickeln und einfach anders sein als der Rest im Markt.

4. Erfahrung: Kontrolle über Kernkompetenzen behalten

Bei bereits begonnenen Projekten und auch bei zukünftigen, von denen eins irgendwann ein SaaS-Produkt sein soll, werde ich die Kontrolle über die Kernkompetenzen nicht mehr verlieren.
Das bedeutet aber nicht, dass ich alles selber machen werde und nicht mehr im Team gründen werde. Es bedeutet vielmehr, dass nicht mehr ein Know-how-Träger alleine besteht, sondern dass die Technik oder andere Leistungen, die ich selber nicht einbringen kann, einkaufen werde und mit einem festen Vertrag durch definierte Inhalte und Zeitvorgaben fixieren werde. Sollte eine Team-Zusammenstellung notwendig sein, werde ich weiterhin stark auf Qualität und Verlässlichkeit achten.

Zum Abschluss noch zwei Tipps + BONUS

Ist dir etwas aufgefallen an diesem sehr persönlichen Beitrag? Ich habe kein Mal das Wort “Scheitern” gebraucht, da es in meinem Wortschatz nicht mehr existiert. Bereits bevor ich meine Startups gründete und diese Misserfolge erlebt habe, stand ich dem Scheitern offen gegenüber und habe ohne Angst vieles Ausprobiert und bin manches Risiko eingegangen. Immer stärker verinnerlichte ich die Einstellung, dass man mit jeder Herausforderung und bei jedem Misserfolg etwas lernen kann und gestärkt daraus hervor gehen kann, so dass ich “Scheitern” vollständig aus meinem Wortschatz gestrichen habe.

Meine Tipps für dich:

  • Mache Fehler! Mache viele Fehler! Und mache sie frühzeitig. Und analysieren Sie anschließend so dass du daraus lernst.
  • Leidenschaft und Begeisterung ist notwendig um lange durchhalten zu können
  • Proof of Concept so früh wie möglich herbeiführen
  • Konzentration auf die Differenzierung von Wettbewerb

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Zusätzlich kann ich dir empfehlen ebenfalls offen mit Misserfolgen umzugehen. Schau doch mal bei einer der kommenden FuckUp-Nights vorbei, die deutschlandweit (Hamburg, Hannover, Berlin, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, München, Stuttgart, Ruhrgebiet) veranstaltet werden. Auch ich war schon mal als Zuhörer bei einer Fuckup Night in Düsseldorf dabei und war begeistert von der Offenheit, der Motivation im Raum und der Lockerheit auf dieser Veranstaltung. Dies ist ein absoluter Tipp für jeden (angehenden) Sidepreneur, da man eine Menge Inspiration und Motivation sammeln kann.

 

Ich hoffe, du kannst aus meinen Fehlern etwas lernen, ersparst dir dadurch ein paar Sorgen, harte Stunden und auch etwas Geld. Und vielleicht sieht man sich mal auf einer der kommenden FuckUp-Nights (werde auf einer der nächsten Events in Düsseldorf oder Köln sein).

Was war dein größter Fehler, deine größten Misserfolge und was hast du daraus wertvolles gelernt? Kommentire es hier oder in der Sidepreneur FB-Gruppe!

BONUS: Interview mit meinem damaligen blumenjungs Mitgründer Sebastian

Ich habe kurz nachdem ich diesen Blogpost geschrieben habe, spontan ein kleines Interview mit Sebastian, meinem Mitgründer bei blumenjungs, geführt und wir haben noch mal gemeinsam über unsere Zeit sowie unsere Fehler und Learnings gesprochen.

In einem ganz entspannten Skype-Interview habe ich mit Sebastian noch einmal unsere Zeit als blumenjungs revue passieren lassen und wir haben unsere damals analysierten Fehler und Learnings noch einmal besprochen. Höre rein und gib uns gerne deinen Kommentar zum Interview und zu unseren gesammelten Erfahrungen.

Viel Spaß!

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Über den Autor

Michael

Michael

Ich liebe es, digitale Produkte zu kreieren, die den Menschen Spaß machen und im besten Fall noch eines ihrer Probleme lösen. Deshalb arbeite ich in meinem Vollzeitjob als Produktmanager und als Sidepreneur an eigenen Projekten wie der Sidepreneur-Plattform hier, an einem Tool im Visual Branding für Marken und Unternehmen sowie als "Virtueller Produktmanager" für kleine und mittlere Unternehmen.
Ebenso experimentiere ich liebend gerne online und präsentiere euch bald neue Projekte!
Mehr Infos erhältst du hier: Über Sidepreneur

4 Kommentare

  • Hallo Micha,

    schön, wie offen Du mit Deinen Fehlern umgehst, und dass Du was daraus gelernt hast.
    Ich habe letztens einen Satz gehört, der mir gut gefallen hat: “Entweder man gewinnt, oder man lernt.” Und das lese ich hier auch raus. Probieren und Prüfen, um zu verwerfen oder drauf aufzubauen. Schnell mit MVPs in den Markt anstatt lange und aufwendig am Markt vorbei zu entwickeln.

    Mein in den Sand gesetztes Business war ein Coworking-Space, den wir bereits nach ein paar Monaten wieder geschlossen haben. Geld haben wir nicht viel verbrannt. Aber gelernt eine Menge. Aber dazu vielleicht mal mehr in einem Artikel.

    VG Pierre

  • Toller Artikel, vielen Dank dafür. Deine Tipps sind goldrichtig: man muß auf Rückschläge und Fehler vorbereitet sein, und sie annehmen, versuchen, daraus zu lernen.

    Niemand weiß, wie Deine Idee funktionieren kann. Deshalb sollte man aus meiner Sicht vor allem ganz am Anfang zwar mit Herzblut, aber immer mit einem Plan B fürs eigene Auskommen operieren. Und vor allem ohne fremdes Geld bzw. so wenig wie möglich.

    Vor allem aber: pass auf, wessen Rat Du annimmst. Es gibt verdammt viele Leute da draussen, die Dir erzählen wollen, sie wüssten, wie Du erfolgreich wirst.

  • Hi Michael,

    ich bin vor kurzem auf deinen Blog gestoßen und hatte nun Zeit ein wenig zu lesen. Dieser Artikel hat meine Neugier geweckt, da ich ähnliche Erfahrungen gemacht habe.
    Es hat sich jeweils auch um Gründungen gehandelt, für die man Gründungsmitglieder brauchte und auch Wagniskapital. Ich drehte mich immer im Kreis, das heißt, zu wenig Aufmerksamkeit in die Auswahl der Partner gesteckt, was dann wieder bei den Investoren für Zweifel sorgte. Doch ohne Geld waren andere potentielle Partner nicht bereit, mitzumachen.

    Schlussendlich musste ich erkennen bzw. habe ich gelernt, dass wie du schreibst, die Kernkompetenz bei einem selber liegen muss und deshalb habe ich mich neu orientiert und starte gerade alleine wieder, sodass es rein an mir liegt, wie schnell ich weiterkomme. Partner sind weiter sinnvoll, aber nur, wenn ich nicht abhängig bin davon.

    Danke für deine Offenheit zu deinem “Scheitern”. Ich sehe es auch so, dass man daraus lernt und bin sogar dankbar für diese Erfahrungen, denn sonst hätte ich das, was ich jetzt plane, nicht in Angriff genommen und das fühlt sich jetzt zum ersten Mal stimmig an. 🙂

    Viele Grüße aus Salzburg!

    Stefan

    • Hallo Stefan,
      WOW! Danke für deinen Kommentar!
      Du hast ja scheinbar das gleiche Schicksal erlitten wie ich auch.
      Die Thematik VC- Teammitglieder kenne ich nur zu gut.
      Ich für mich habe dann auch entschlossen, dieser VC Achterbahn den Rücken zu kehren, denn am Ende bedeutet das auch nur wieder “Angestellter der Investoren zu sein”. So setze ich jetzt, wie du schon sagst, auch in Partnerschaft mit anderen (sehr gerne sogar), nur noch Projekte um, die ich alleine finanzieren und auch aufbauen kann!

      Und beim letzten Absatz stimme ich dir voll und ganz zu! Ich bin auch dankbar dafür und nun wissen wir wenigsten, wo wir hin wollen und wo nicht.
      Deswegen rate ich auch weiterhin jedem: Macht es einfach mal. Aus allem lernt man.

      Danke noch mal für auch deine offenen Worte und bei den neuen Aktivitäten viel Erfolg!

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