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Das Entrepreneur Mindset als Schlüssel zum Erfolg – So bekommst du deinen Arsch hoch

Das Entrepreneur Mindset - Ein Artikel von Eric Salbert

Das Entrepreneur Mindset entscheidet häufig über den langfristigen Erfolg deiner Unternehmungen. Dabei ist es besonders wichtig, durch Methoden und Tools dein Entrepreneur Mindset zu schärfen. Im Beitrag lernst du ein paar dieser Hilfsmittel kennen, so dass du noch heute loslegen kannst, dein Mindset auf- und auszubauen.

Eric Salbert, ebenfalls Sidepreneur und Blogger, hat uns heute im Gastbeitrag einmal seine Methoden mitgebracht, wie er sein Entrepreneur Mindset schärft:

Es gibt viele da draußen, die sich als Sidepreneur selbstständig machen, etwas Eigenes aufbauen und ihren Traum leben.

Es gibt aber auf der anderen Seite so unzählig viele mehr, die nur davon träumen, es aber einfach nicht schaffen in die Gänge zu kommen.

Das liegt nicht daran, dass irgendwas Unüberwindbares dem Wunsch vom eigenen Unternehmen im Weg steht, sondern die falsche Einstellung.

Ist ja auch kein Wunder. Denn oft genug wird gesagt, dass etwas nicht geht oder, dass man angeblich dieses oder jenes nicht kann. Anstatt Mut zu machen gibt es leider viele Leute, die sich selber oder ihrem Umfeld Angst machen und eine pessimistische Grundeinstellung pflegen. Dabei kann doch niemand wissen, was möglich ist und jemand schaffen kann, wenn es nicht ausprobiert wird!

Daneben gibt es noch den berüchtigten inneren Schweinehund, der einem ständig im Weg steht, um seinem Weg zu folgen. Morgen ist schließlich auch noch ein Tag…

Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern – (Henry Ford)

Aber keine Sorge, es gibt Abhilfe! Das Thema Entrepreneur Mindset ist natürlich eines, mit dem man sich unglaublich tiefgehend befassen kann und ich lerne ständig etwas Neues. Deshalb erläutere ich hier, die 3 wichtigsten Strategien, die mir dabei helfen, mich immer wieder selbst zu motivieren und dadurch erfolgreicher zu werden.

Die drei Strategien sind Visionen visualisieren, Ziele aufschreiben und Accountability. Diese drei Dinge haben mir sehr dabei geholfen, meine innere Einstellung zu ändern und damit mein Entrepreneur Mindset aufzubauen. Los geht’s!

Die Vision: Mit dem Vision Board zum Entrepreneur Mindset

Wer Blogs und Bücher rund um Unternehmertum und Persönlichkeitsentwicklung liest, stößt immer wieder auf eine bestimmte Technik, die erfolgreichen Menschen dabei hilft, erfolgreich zu sein, sich selber zu motivieren und den Arsch hochzukriegen: Sei dir im Klaren über deine Visionen und visualisiere diese oder schreibe sie auf.

Viele bekannte Unternehmer und andere herausragende Persönlichkeiten reflektieren über ihre Visionen. Ob nun Richard Branson, Steve Jobs oder Elon Musk. Gerade die berühmtesten Unternehmer waren und sind sich sehr klar über ihre Visionen.

Und auch ich kann bestätigen: Seitdem ich – und das ist noch gar nicht so lange – meine Ziele und Visionen visualisiere, bin ich insgesamt zufriedener und motivierter! Ich benutze dafür ein White Board, das ich als Vision Board nutze.

Das Vision Board für das große Ganze

Fangen wir mit den Visionen an. Ein Ziel ist etwas sehr konkretes, aber eine Vision etwas Langfristiges und Übergeordnetes. Visionen können z.B. sein:

  • Nachhaltig ernähren und ausgeglichen leben
  • Zeit- und ortsunabhängig leben und arbeiten
  • Eine Familie gründen und Kinder aufwachsen sehen
  • Viel Sport treiben und seinen Körper in Topform halten
  • Eine Firma gründen, davon leben können und sein eigener Boss sein
  • Die Welt entdecken, Reisen und Abenteuer erleben
  • Ein bestimmtes soziales Projekt aufbauen und umsetzen

Auch egozentrische Visionen wie „Millionär werden“ haben Platz auf dem Vision Board. Nur keine falsche Bescheidenheit, denn es geht hier um dich und (fast) jeder Mensch hat materielle und immaterielle Wünsche. Visionen können eher abstrakt und allgemeingültig sein oder sie können sehr konkret formuliert sein, eher wie ein sehr großes Ziel. Das liegt ganz bei dir.

Du solltest in dich gehen und dich fragen, was für ein Mensch du sein willst und wie du leben willst. Die Visionen können sich ändern im Laufe der Zeit, sollten aber langfristig gedacht sein.

Was ist denn nun ein Vision Board?

Ein Vision Board ist eine Collage (oft ein White Board), auf dem du deine Visionen visualisierst. Man kann sein Vision Board natürlich auch digital anlegen.

Wenn man seine Visionen für sich formuliert hat, geht es an die Visualisierung. Du kannst dir passende Motive im Internet suchen oder eigene Fotos oder Grafiken verwenden. Du kannst auch passende Zitate, Sprüche oder die Vision selbst in Stichworten auf ein Kärtchen schreiben oder natürlich rein als Text ganz einfach aufs Board schreiben. Es sollte für dich sofort klar sein, worum es geht, wenn du die verschiedenen Elemente siehst – egal, ob genau ausformuliert oder abstrakt visualisiert.

Eine andere Variante ist, dass du das Vision Board mit kurz- und mittelfristigen Aufgaben kombinierst. Dazu nutzt du nur einen Teil des Boards für die Visionen und lässt Freiflächen für kurzfristige Ziele und Aufgaben, die diesen Monat anstehen. Einen weiteren Teil nimmst du für mittelfristige Ziele, für das Quartal, das Halbjahr oder das ganze Jahr. Die Ziele schreibst du ganz einfach als Stichpunkte auf und kannst sie dann abhaken. Das ist die Variante, die ich aktuell benutze und so hast du alles auf einem Blick!

Wo sollte das Vision Board aufgehängt werden?

Ich habe meines im Eingangsflur hängen. Der tolle Effekt ist der, dass mich Leute drauf ansprechen, die in meine Wohnung kommen. Sogar mein Finanzberater hat mich dazu schon mit Fragen gelöchert – und nein, nicht weil er gehofft hat, mir irgendwas andrehen zu können 🙂

Durch die prominente Platzierung werde ich daher immer wieder drauf angesprochen und dadurch motiviert, mich damit zu beschäftigen, das hilft ungemein (siehe den Abschnitt über Accountability).

Beispiele für Vision Boards

Ein paar Beispiele findest du im Artikel meines Gründerkollegen Julian über Vision Boards.

Die Ziele: Die Macht des geschriebenen Wortes

Menschen, die ihre Ziele aufschreiben, erreichen sie auch.

Es gibt eine berühmte Harvard Studie von 1979, die Studenten in Gruppen unterteilt hat, je nachdem, ob sie Ziele für die Zukunft formulierten – und wenn ja, ob diese aufgeschrieben wurden.

Das Ergebnis war, dass diejenigen, die ihre Ziele aufgeschrieben haben, nach 10 Jahren im Schnitt das Zehnfache verdienten im Vergleich zu denjenigen, die keine Ziele hatten. Diese machten 3% der ehemaligen Studenten aus. 14% –  das waren alle, die Ziele zwar formulierten, aber nicht aufschrieben – verdienten im Schnitt immerhin noch das Doppelte. Geld ist am einfachsten zu messen, aber diese Erkenntnis lässt sich auch auf andere Bereiche ausdehnen.

Ich schreibe mir meine kurzfristigen Ziele und Aufgaben monatlich an mein White Board. Dort kann ich sie abhaken und später durch neue Aufgaben ersetzen. Gerade das Abhaken von erledigten Aufgaben gibt einem den nötigen Antrieb und motiviert immer wieder aufs Neue. Zusätzlich schreibe ich mittelfristige Ziele für ein halbes Jahr auf und natürlich die langfristigen Visionen in visueller Form.

In meinem Hauptjob, dem ich neben meiner Existenz als Sidepreneur nachgehe, schreibe ich übrigens jeden Morgen auf, was ich erreichen will und welche Aufgaben vor mir liegen. Das macht den Kopf frei und man fühlt sich direkt viel entspannter.

Ansonsten gibt es für mein Sidepreneur Business noch ein Trello Board. Trello ist ein einfaches und sehr cooles Projektmanagement Tool. Weil ich zusammen mit einem Mitbegründer arbeite, können wir Aufgabenkärtchen hin und her schieben und sehen, wo der andere gerade steht.

Früher habe ich für eigene Projekte nichts aufgeschrieben und einfach so etwas gemacht. Einfach loszulegen ist zwar als Kick-Off erst einmal sehr gut, aber wenn es komplett chaotisch läuft, rennt man oft in die falsche Richtung. Deshalb lohnt es sich, sich ein paar Minuten jeden Tag zu nehmen und zu überlegen, welche Aufgaben gerade am wichtigsten sind. Von der Motivation durch das Erreichen von Zielen ganz zu schweigen.

Ich kann daher aus eigener Erfahrung sagen: Wer Aufgaben, Ziele und Visionen aufschreibt wird erfolgreicher und motivierter!

Accountability: So bleibst du am Ball

Wir haben eben herausgefunden, wie sehr das Aufschreiben und Visualisieren hilft, um seinen Arsch hochzubekommen und endlich durchzustarten. Es gibt aber noch etwas anderes, das sehr hilfreich ist.

Accountability bedeutet Verantwortlichkeit. Es geht konkret darum, dass du dich in eine Situation bringst, in der du gegenüber jemand anderem für deinen Erfolg verantwortlich ist.

Denke mal an deinen Angestelltenjob. Warum schafft man es denn dort, seine Aufgaben auch umzusetzen? Weil man gegenüber seinem Chef verantwortlich ist. Egal wie weit man aufsteigt, es gibt immer jemandem über einen, dem man gegenüber verantwortlich ist.

Jetzt will natürlich keiner in seinem Side-Business einen Chef haben, sondern unabhängig sein. Genau an dem Punkt kommt ein Accountability Partner ins Spiel. Das ist jemand, mit dem du regelmäßig über deine Vorhaben sprichst. Deine Vorhaben sind dabei alles Mögliche und entsprechen den Zielen, die du dir aufgeschrieben hast. Das kann die Umsetzung einer neuen Idee als Sidepreneur sein oder etwas ganz kleines, wie das Update deines Designthemes, welches du für deine Webseite nutzt.

Michaels Empfehlung: Liebe Sidepreneure, auch ich halte sehr große Stücke auf das Thema Accountability und gehe sogar noch einen Schritt weiter als nur einen Accountability Partner zu haben – für mich ist eines der wertvollsten Werkzeuge eine Mastermind Gruppe, bestehend aus 3 weiteren Accountability Partnern. Man triffst sich regelmäßig im realen Leben oder virtuell per Skype und bespricht die bevorstehenden Herausforderungen, feiert gemeinsam Erfolge und erhält stets ein ehrliches Feedback bei bevorstehenden Entscheidungen.

Wenn du dich für Mastermind Gruppen interessierst und gerne deine eigene Mastermind Gruppe hättest, dann lass dich von uns mit anderen Masterminds vernetzen. So kommst du ohne Suchaufwand mit wirklich passenden Menschen zusammen in eine Gruppe. Alle Infos findest du hier: MastermindGroups.de

Auch andere Themen wie regelmäßig Joggen gehen oder eine gesündere Ernährung kannst und solltest du sogar mit deinem Accountability Partner besprechen. Dein Partner sollte sogar proaktiv danach fragen, ob du mit bestimmten Sachen weitergekommen bist. So kann es gar nicht erst passieren, dass etwas unter geht.

Ein Accountability Partner kann jeder sein, jemand aus deinem Freundeskreis oder Familie oder sogar ein sehr guter Arbeitskollege, dem du deine Ideen als Sidepreneur nicht vorenthalten brauchst. Wenn du keinen möglichen Kandidaten hast, kannst du auch in passenden Gruppen, Foren oder Blogs nach jemandem Ausschau halten.

Weil mein Accountability Partner gleichzeitig auch Mitbegründer meines Side-Businesses ist, hat sich die Suche für mich einfach gestaltet. Wir sprechen sowieso regelmäßig über unser Projekt, aber auch über andere Ziele, die wir erreichen wollen. Der Accountability Partner ist die perfekte Reißleine, um auch in Durststrecken am Ball zu bleiben.

Das waren meine drei Strategien, die für mich am wichtigsten sind, um zufriedener, erfolgreicher und zielstrebiger zu sein. Was hilft dir dabei, motiviert zu sein und als Sidepreneur weiterzumachen, auch wenn es nicht immer glatt läuft?

Über den Autor

Eric Salbert

Eric Salbert

Eric Salbert ist neben seinem Hauptjob als leitender Angestellter bei einer größeren Internetfirma in Berlin nebenbei selbstständig. Seine Leidenschaft als Sidepreneur ist PRENEUR.DE – Das Online Magazin für Entrepreneurship. Mit PRENEUR.DE verfolgt er die Vision, allen Gründungsbegeisterten dabei zu helfen, den Weg in die Selbstständigkeit zu finden und die eigene Unternehmerpersönlichkeit zu entwickeln.

4 Kommentare

  • Hi Eric, vielen Dank für den interessanten Beitrag. Die aufgelisteten methoden kann ich alle so unterschreiben, um motiviert zu bleiben und die übersicht zu behalten. Ich schreibe außerdem noch jeden tag ein journal, in dem drin steht was ich alles so den tag über gemacht habe. Das hilft dabei sich selber darüber bewusst zu weden wo man noch besser werden kann. Zusätzlich ist das journal ein extra push an Motivation, indem man sieht was man schon alles gemacht und erreicht hat.

    Viele Grüße
    Max

  • Hey toller Artikel.

    Ziele aufschreiben finde ich Mega wichtig… und nicht nur das.

    Alles aufschreiben was im Hirn rumtobt.

    Ich kann das 5 Minute Journal sehr empfehlen.

    Liebe Grüße

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