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Bastian Barami über Airbnb als automatisiertes und skalierbares Geschäftsmodell

Hier kannst du dir das Interview mit Bastian Barami zum Thema Airbnb anhören:

 

Vorstellung von Bastian Barami

Peter: Ich freue mich heute mit Bastian Barami einen alten Bekannten bei Sidepreneur begrüßen zu dürfen. Er war bereits in der Podcast Episode 32 zu Gast. Heute hat er uns aber ein neues spannendes Geschäftsmodell mitgebracht.

 

Bastian: Hallo Peter, danke für die erneute Einladung zum Interview!

 

Peter: Die meisten Leute kenn dich ja über dein Blog officeflucht.de, auf dem du über das Thema ortsunabhängiges Arbeiten schreibst.

Bisher hattest du dein Fokus auf das Thema Amazon FBA gelegt. Heute wollen wir aber über deine neue Geschäftsidee sprechen. Aber vielleicht stellst du dich kurz nochmal selbst vor!

 

Bastian: Gerne! Also mein Name ist Bastian Barami, ich bin 33 Jahre alt und betreibe den Blog officeflucht.de. Wie du ja bereits erwähnt hast dreht sich bei officeflucht um Tipps und Tricks zum ortsunabhängigen Arbeiten. Vor gut drei Jahren habe ich dann angefangen mich mit Amazon FBA zu beschäftigen und wurde schnell als Experte zu dem Thema wahrgenommen. Ich habe also zum einen selbst Produkte auf Amazon verkauft und zum anderen auch viele Workshops zum Thema gegeben.

 

Peter: Heute hast du uns aber dein neues Geschäftsmodell mitgebracht. Erzähl uns doch bitte mehr!

 

Airbnb als automatisiertes Geschäftsmodell

 

Bastian: Die meisten Sidepreneur Leser werden sicherlich die Plattform Airbnb kennen. Sie ist wohl die bekannteste Lösung für Homesharing. Ich könnte also z.B. über Airbnb meine Wohnung vermieten während ich selbst in den Urlaub fahre. So kann man sich ein wenig Geld hinzuverdienen.

In meinem Fall gehe ich das Thema aber ein wenig anders an. Wenn man so wie ich seit Jahren ohne festen Wohnsitz auf reisen ist, sehnt man sich irgendwann nach festen Orten, an die man immer wieder kommen kann und sich Zuhause fühlen kann. Außerdem verbringt man wirklich sehr viel Zeit auf Airbnb, wenn man ständig neue Unterkünfte suchen muss.

Auch ich habe inzwischen Länder und Orte die ich besonders bevorzuge und zwischen denen ich hin und her reise. Da kam mir die Idee selbst Vermieter zu werden. Ich miete also längerfristig an den Orten Wohnungen an und in der Zeit wo ich sie nicht nutze vermiete ich sie gewinnbringend über Airbnb weiter. So baue ich mir mit jeder weiteren Wohnung einen neuen Einkommensstrom auf und das beste dabei ist, dass sich viele Prozesse automatisieren lassen und gar nicht meiner Anwesenheit bedürfen.

 

Peter: Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir zunächst nicht vorstellen konnte, wie ortsunabhängiges Arbeiten und die Vermietung von stationären Immobilien zusammenpassen. Allerdings hast du ja bereits kurz erwähnt, dass sich fast alle Arbeitsprozesse automatisiert abbilden lassen. Wie gehst du hier vor?

 

Bastian: Ich gebe dir Recht, wenn man an die Vermietung von Immobilien denkt, hat man ein klassisches, zeit- und kostenintensives Business vor Augen. Das ist bei meiner Herangehensweise aber nicht der Fall.

Ich miete im ersten Schritt neue oder renovierte Wohnungen längerfristig an, statte sie mit Möbeln etc. so aus, dass ich eben auch selbst Lust habe darin zu Wohnen und vermiete Sie dann über Airbnb gewinnbringend weiter. Da die Plattform an sich aber weltweit immer beliebter wird, sind inzwischen viele Services  und Tools entstanden, die beim Vermietungsprozess unterstützen können.Das fängt bei der Kommunikation an und endet bei der Reinigung der Apartments.

Nehmen wir als Beispiel für die Automatisierung das Thema Kundenkommunikation. Über ein Messaging Tool, dass mit dem eigenen Google Kalender verbunden ist, werden neue Gäste vor ihrer Anreise automatisiert mit den wichtigsten Informationen versorgt.

Man kann dieses Geschäftsmodell also zu 90% passiv betreiben. Ich habe aktuell in der Woche nicht mehr als eine Stunde Arbeitsaufwand pro Wohnung und selbst für die letzten 10% könnte man sich eine Virtuelle Assistentin mit an Bord holen.

 

 

Warum ist dieses Arbitrage Modell so spannend?

 

Bastian: Die klassische Herangehensweise bei der Vermietung von Wohnungen wäre, die kapitalintensiv zu erwerben und dann zu vermieten. Das Probleme hierbei sind, dass zum einen viel Eigenkapital an einem Ort gebunden wird und es zum anderen sehr lange dauert bis die Mieteinnahmen das Objekt refinanziert haben.

Wenn ich das Ganze nun aber als Arbitrage Modell aufziehe, brauche ich nur ein wenig Kapital um die Wohnungen anzumieten und kann diese dann teurer über Airbnb weitervermieten. Das hat zudem den Vorteil, dass selbst wenn irgendwann mal eine Stadt oder Gemeinde die Vermietung von Immobilien über Airbnb verbieten sollte (ist weltweit in einer Handvoll von Städten der Fall), ich mich relativ schnell ohne nennenswerte Verluste aus der Stadt zurückziehen kann.

 

Peter: Wenn man sich dem Thema nun strategisch nähert. Worauf sollte ich achten? In welchen Städten lohnt sich das Geschäftsmodell besonders?

 

Bastian: Ein wichtiger Punkt ist natürlich ganz klar die Lage. Bevor man eine Wohnung anmietet sollte man sich z.B auf Airbnb und Dritt-Tools schlau machen, ob auch genügend Menschen in diesen Ort reisen. Zu der Marktrecherche gehört natürlich auch herauszufinden, wie hoch Wohnungen in den bestimmten Städten im Durchschnitt vermietet werden können, um zu wissen ob eine Untervermietung überhaupt lukrativ ist.

 

 

Kann man dieses Airbnb Geschäftsmodell auch gut nebenberuflich umsetzen?

 

Bastian: Definitiv! Klar man hat einen Initialaufwand eine Wohnung einzurichten und an den Punkt zu bringen, dass sie an Gäste vermietet werden kann. Sobald aber die Wohnung steht und die Prozesse soweit automatisiert eingerichtet sind, hat man einen sehr überschaubaren Zeitaufwand, um dieses Business zu betreiben. Darum eignet es sich ja genial für Sidepreneure, die sehr stark mit ihren Zeitressourcen haushalten müssen.

 

 

Wie kann ich denn sicherstellen, dass meine Wohnungen möglichst gut auf Airbnb sichtbar sind?

 

Bastian: In der Tat kann man durch ein entsprechend gut gestaltetes Listing, die Rankings der eigenen Wohnungen positiv beeinflussen.

Man sollte folgende Punkte unbedingt beachten:

  • die Fotos sollten aussagekräftig und qualitativ gut sein
  • fülle alle Angaben in der Eingabemaske beim Einstellen der Wohnung auf der Airbnb Plattform sorgfältig aus
  • antworte so schnell wie Möglich auf eingehende Anfragen (je höher die Response Rate, desto positiver wirkt es sich auch auf das Ranking aus)
  • erfülle die Anforderungen für die Auszeichnung zum “Super Host”
  • externer Traffic auf das eigene Listing wird ebenfalls positiv gewertet

 

Peter: Vielen Dank für deine Zeit und die Vorstellung dieses spannenden Konzepts!

 

 

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Der Kurs noch einmal auf einen Blick:

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  • Der Kurs ist zunächst nur bis kommenden Sonntag erhältlich

 

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Über den Autor

Peter-Georg Lutsch

Peter-Georg Lutsch

Peter-Georg Lutsch ist bereits seit 7 Jahren leidenschaftlicher Sidepreneur. Für ihn ist sein Side-Business nicht nur ein zweites berufliches Standbein, sondern darüber hinaus eine Möglichkeit sich außerhalb seines Angestelltenverhältnisses selbst zu verwirklichen. Hauptberuflich ist er als Senior Online Marketing Manager für eine der größten Online-Jobbörsen Deutschlands tätig. Nebenberuflich berät er KMUs im Bereich Digital Marketing https://www.peter-lutsch.com und ist Co-Founder des Online-Magazins https://www.digital-media-manager.com.

3 Kommentare

  • Hallo zusammen,
    ich war baff, als ich den Artikel gelesen habe! Das hört sich ja großartig an! Man hat nur einen Initialaufwand und dann läuft die Vermietung über Airbnb fast automatisch??!!! Das hört sich ja genial an….. ist es aber nicht!
    Ganz so einfach geht es dann doch nicht! Ich vermiete bereits seit 2012 erfolgreich in Köln (ganz legal und ich bezahle auch meine Steuern und rechne sogar die Kulturförderabgabe an die Stadt Köln ab… geht leider nicht vollautomatisch) und kann sagen, dass geht nicht automatisch!
    Es gibt viele Dinge die leider nicht bei solch einem Buchungsprozess automatisch ablaufen:
    – Klärung Anreise
    – Probleme Gäste
    – Schlüsselübergabe (man kann nicht an jedem Haus eine Schlüsselbox installieren)
    – Schlüsselrückgabe
    – Reinigung
    – Renovierung
    – Schäden
    Ja, man kann immer jemanden beauftragen?! In einer fremden Stadt, wo man mal vielleicht drei Wochen gewohnt hat? Vertrauen in eine Person, die für kleines Geld arbeiten soll? Vollkommen alleine? Und wer kontrolliert oder ist da, wenn es Probleme gibt? Man beauftragt einfach einen Hausmeister? Hmm, der Mensch ist leider unberechenbar und die Gäste somit auch.
    Letztlich muss man immer am Ball bleiben, um die Qualität hoch zu halten.
    Und wenn man alle Arbeiten von anderen Menschen erledigen lässt, dann wollen diese bezahlt werden. Was will man dann noch verdienen?? Für eine Wohnung in London, für eine in Köln, für eine in Berlin, für eine in Düsseldorf??? Wer soll das denn alles koordinieren oder nachbesetzen, wenn die Putzfrau mal krank ist?
    Das geht leider nicht ganz so einfach, wie hier oben dargestellt. Das erfordert Manpower und der Satz “…dieses Geschäftsmodell also zu 90% passiv betreiben” stimmt absolut gar nicht.
    Beste Grüße aus Köln,
    Michael

    • Hallo Michael,
      dank dir für deinen Kommentar, aber ich bin überrascht, dass du all die Möglichkeiten die das ganze (fast) passiv laufen lassen nicht kennst, wenn du schon seit 2012 auf AirBnB unterwegs bist.

      Um es kurz zu halten…

      Klärung der Anreise: Vorgefertigter Text mit allen Intruktionen und Google Maps Link – versendet durch ein Automated Messaging Tool.

      Schlüsselübergabe: Es gibt verschiedene Schlösserarten, die du nur auf der Innenseite deiner Wohnung anbringen kannst und nur einen digitalen Schlüssel brauchst. Kannst sogar Freigaben an Handys vergeben und die Leute können dann einfach rein. Da gibt es aber auch verschiedenste Einstellungsmöglichkeiten und die Zugangscodes lassen sich nach jedem Gast automatisch erneuern. (Und das ist nur eine von vielen Optionen)

      Problemgäste habe ich bisher nicht, weil ich diese vorher nach Profil screene und man (wenn gewünscht) nur verifizierte AirBnB Guests annehmen kann.

      Schäden und dergleichen kriege ich dadurch mit, dass die Reinigungskraft eine App namens Properly nutzt und beim Durchgang immer Fotos macht. Schäden kann man natürlich auch durch festgesetzte Deposits abdecken und bei großen Schäden (bei mir ist noch nie mehr als ein Glas kaputt gegangen) greift die 1 Million Dollar Versicherung von AirBnB.

      Hinsichtlich Problemlösung vor Ort und Vertrauen – AirBnB hat einen Co Host Marktplatz. Dort kann man lokal andere Hosts, die eigene Airbnb mit hosten lassen. Die sind erstens alle verifiziert und wissen zweitens, was sie zu tun haben, da sie selbst Hosts sind. Miteinander reden hilft natürlich 😉 Und diese haben in der Regel auch selbst Reinigungskräfte, die zur Not mal einspringen könnten.

      Allerdings kann man auch über diverse Plattformen kurzfristig online Reinigungskräfte ordern und diese anhand der Properly App instruieren, ohne dass sie selbst schonmal in der Wohnung waren.

      Und ich könnte noch viel mehr ins Detail gehen, aber grade weil es viele AirBnB Interessenten und auch schon aktive Hosts gibt, die all das nicht wissen, habe ich einen Onlinekurs draus gemacht, in dem ich all das und mehr detailliert beschreibe.

      http://www.officeflucht.de/airbnb

      Nichts für ungut, aber man kann nicht grundsätzlich alles nieder machen oder kritisieren, wenn man sich nicht mit den Möglichkeiten ausreichend beschäftigt hat. Mittlerweile gibt es ein ganzes Ökosystem an Tools und Dienstleistungen, die dies völlig ortsunabhängig und fast passiv gestalten. Ich verbringe selten pro Apartment mehr als 10-15 Minuten pro Woche und das ist schlichtweg die Wahrheit. Es muss halt nur einmal vernünftig und clever aufgesetzt werden.

      LG
      Bastian

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