Buchrezension

4 Hour Workweek – Buchrezension

4HourWorkWeek

 

Die 4 Hour Workweek Rezension darf natürlich nicht fehlen und ist deshalb die nächste Buchrezension, die ich dir gerne vorstellen möchte. Sarah hat das Buch gelesen und gibt dir ihre, durchaus kritische, Meinung über das Buch weiter.

Über die Rezensentin:

Sarah_FischerHej, mein Name ist Sarah. Ich habe im Frühjahr diesen Jahres meine Leidenschaft zu den Medien in meinem Sidepreneur Business verwirklicht. Als One-Woman-Sidepreneurin berate ich Unternehmen zu ihrer Außenkommunkation, arbeite als Grafik-Designerin und entwickle Marketing Strategien fürs Web (z.B. mit Social Media). Mehr Informationen über mich kannst du hier finden: sarahjaninefischer.de

Die Buchrezension zu 4 Hour Workweek von Tim Ferris:

The 4-hour Workweek Book Cover The 4-hour Workweek
Timothy Ferriss
Business & Economics
Crown
2009
396

 

Die Vorstellung einige Wochen im vier Sterne Hotel einer hippen Stadt zu verbringen oder die Seele am Strand baumeln zu lassen klingt nicht schlecht, oder? Die verheißungsvollen Fotos und Blogbeitrage digitaler Nomaden haben mich dazu inspiriert, mehr über dieses Lebenskonzept herauszufinden. Während meiner Recherche stieß ich vor einigen Monaten immer wieder auf Timothy Ferriss‘ Buch „Die-4-Stunden-Woche“. Für den Sidepreneur-Blog darf ich den Bestseller rezensieren.

Der Autor erlangte durch dieses Buch weltweite Bekanntheit. Er ist inzwischen sogenannter Business Angel, d.h. er investiert in Start-Ups und unterstützt diese mit seinem KnowHow und Berater für Startups. Vor diesem Lebenswandel arbeitete der studierte Ostasienwissenschaftler in einer Firma für Datenspeicherung. Aus der Unzufriedenheit mit seiner Arbeitssituation resultierte der Aufbau seiner Internet-Firma. Er hat bereits vorgemacht, wie eine 180 Grad Wende gelingen kann. – Und er lässt uns daran in seinem Buch teilhaben.

Nur vier Stunden Arbeit pro Woche klingt gut! Beim Lesen der ersten Seiten steigt meine Motivation. Mehr Zeit, mehr Geld und mehr Leben und das Beste: Ich muss weder Millionär sein oder einen Uni-Abschluss haben, noch ein hipper junger Start-Up Gründer sein. – Jeder kann seine Tipps umsetzen. Das spornt an und vermittelt mir als Leser ein gutes Gefühl. Die besten Voraussetzungen, um sich in Ferriss Welt entführen zu lassen.

Das Leben ändert sich zuerst in deinem Kopf

Der Masterplan für einen positiven Lebenswandel beginnt zuerst bei den psychischen Grundlagen. Das eigene Denken muss in neue Bahnen gelenkt werden. Der Leser konfrontiert sich mit seinen Ängsten und Sorgen. Immer wieder fordert Ferriss als Mentor auf, tätig zu werden und jetzt zu handeln. Veränderungen im eigenen Leben beginnen beim eigenen Denken. Generell geht es in dem Buch sehr stark darum eigene Einstellungen zu überdenken, um einen Weg aus dem Hamsterrad Arbeit-Freizeit-Wunschdenken-Arbeit zu bahnen.

Wünsche werden zu Zielen

Aus dem Wunschdenken müssen nun realistische Ziele entstehen: Was möchte ich, was ist mir wichtig und was ist mein Status Quo? Auf dieser Basis entwickelt man das Konzept um seine Ziele zu erreichen. Hilfreich sind dabei die konkreten Fragen des Autors, die zum Nachdenken anregen. In dieser Phase wird ein sogenanntes Zieleinkommen festgelegt („wie viel Geld möchtest du verdienen?“) und die Handlungen hierfür geplant.

Zauberwort Automatisierung

Im nächsten Schritt geht es um die Prozessoptimierung des eigenen Workflows. Effektives Zeitmanagement entsteht durch Automatisierung, Priorisierung und Ignoranz von Unwichtigem. Der Grundgedanke des Autors ist dabei gut, sein beschriebener Weg dorthin – zumindest für Gründer – übertrieben. Natürlich kann man sich in Entwicklungsländern arbeitende persönliche Assistenten zu günstigen Preisen kaufen, ihnen Aufgaben delegieren. Natürlich kann man sich durch eine Mailboxansage rarmachen. – Meiner Ansicht nach kann man diese Schritte jedoch nur gehen, wenn man die Sicherheit hat, dadurch nicht sein Unternehmen zu gefährden.

Natürlich kommt auch die Produkt- und Ideenentwicklung, sowie der Einsatz von PR (z.B. durch AdWords) nicht zu kurz. Tools und Tricks ergänzen diese Kapitel. Hat man das Buch durchgearbeitet darf man sich zum Schluss auf zwei Dinge freuen: Die Kündigung des Jobs und sogenannte Mini-Ruhestände.

Besonders letzteres klingt in Ferriss Beschreibungen sehr reizvoll: „Warum nimmt man nicht die üblichen 20 bis 30 Jahre Ruhestand und teilt sie auf das ganze Leben auf, anstatt alles für das Ende aufzusparen?“ (Ferriss 2014, S. 281) Für ein bis sechs Monate nimmt man sich eine Auszeit und wohnt an einem anderen Ort, um seine Akkus aufzuladen. – Mehrmals im Jahr! Dem Autor zufolge ist das sogar finanziell leicht machbar, denn man könne sogar Geld dabei sparen. Er rechnet die Kosten für Buenos Aires und Berlin vor. Wie realistisch die Kosten für Buenos Aires sind, vermag ich nicht zu beurteilen, aber für Berlin kamen mir (Auflage 2014!) die Zahlen doch spanisch vor:

Apartment von „enormen Ausmaßen“, Stadtteil Prezlauer Berg mit Telefon und Strom: 300$

Zweimal täglich im vier- oder fünf-Sterne Restaurant essen: 18$ (540$ monatlich)

Feiern in den besten Clubs Westberlins, Eintritt und Getränke: 20$ pro Person und Nacht

Täglich vier Stunden erstklassiger Deutschunterricht: 175$ pro Monat

Monatskarte für ÖPNV mit Studentenermäßigung (durch den Deutschunterricht Student): 85$

Gesamtkosten für vier Wochen Luxusleben in Berlin: 1180$

(Ferriss 2014, S. 285 f.)

Auch nach diesem Kapitel stellte ich für mich erneut fest, dass das Prinzip (der Mini-Ruhestände) zwar prima war, die Umsetzung jedoch ein wenig unrealistisch ist.

 

Was für mich bleibt

Die motivierende Art und die Denkweise des Autors ist unglaublich inspirierend. – Natürlich kann man nicht alle seine Tipps 1:1 im eigenen Leben umsetzen. Als Anstoß finde ich seinen Masterplan sehr brauchbar.

Ich arbeite im Medienbereich angestellt und bin zum anderen selbstständige Grafik-Designerin und Kommunikationsberaterin. Gerade als Sidepreneur muss man sowohl nicht-selbstständige und selbstständige Arbeit koordinieren, was nicht immer einfach ist. Von Ferriss kann man sich einige Dinge für den eigenen Workflow abschauen. Oft kommen in Kunden auf mich zu, deren Aufträgen die am besten noch am gleichen Tag fertig sein sollen. In Zukunft werde ich nun häufiger Prioritäten setzen und meine Zeit etwas besser managen. Denn meist darf gut Ding doch etwas Weile haben.

Fazit: Als Einstieg in die Welt der Gründer lesenswert.

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Über den Autor

Michael

Michael

Ich liebe es, digitale Produkte zu kreieren, die den Menschen Spaß machen und im besten Fall noch eines ihrer Probleme lösen. Deshalb arbeite ich in meinem Vollzeitjob als Produktmanager und als Sidepreneur an eigenen Projekten wie der Sidepreneur-Plattform hier, an einem Tool im Visual Branding für Marken und Unternehmen sowie als "Virtueller Produktmanager" für kleine und mittlere Unternehmen.
Ebenso experimentiere ich liebend gerne online und präsentiere euch bald neue Projekte!
Mehr Infos erhältst du hier: Über Sidepreneur

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