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Mit 100 Euro Amazon FBA testen – So geht’s

Amazon-FBA-testen

Amazon FBA testen ist eines meiner Projekte für 2016. Ich möchte damit herausfinden, ob Amazon FBA ein praktikables Geschäftsmodell für meine nebenberufliche Selbstständigkeit ist und darüber hinaus idealerweise ein erstes valides Produkt liefern.

Wie ich Amazon FBA teste und was mein Fazit ist, erfährst du im Folgenden.

HINWEIS:

Bevor du meine untenstehenden Erfahrungen zum Test mit Amazon FBA und Aliexpress liest, möchte ich dich gerne noch ausdrücklich auf ein paar wichtige Punkte hinwiesen, die du nicht vergessen solltest:

  • Der Verkauf von Produkten (online wie offline) mit Gewinnerzielungsabsicht ist eine gewerbliche Tätigkeit und benötigt einen Gewerbeschein (und eventuell weitere Dokumente). Ebenso ist eine unternehmerische Tätigkeit stets in einer rechtlichen Form (Einzelunternehmer, GbR, GmbH, etc.) durchzuführen, um die du dich vor dem Verkauf kümmern solltest.
  • Dem folgend müssen deine erzielten Gewinne bei Amazon natürlich auch, wie jede Gewinne deiner anderen gewerblichen Tätigkeiten, versteuert werden. Bitte hole dir dazu und zum Umgang mit Steuern beim Import von Artikeln noch mal Rat bei deinem Steuerberater ein.
  • Wichtig ist mir noch zu sagen, dass du als Amazon FBA Verkäufer mit einem eigenen Produkt (du trittst als Hersteller auf) natürlich auch die Produkthaftung übernimmst. Kläre auch hierzu mögliche Risiken und Vorkehrungen mit einem Fachmann ab.

Dieser persönliche Beitrag zeigt dir nicht, wie du möglichst schnell erfolgreich bei Amazon wirst! Denn das bin ich selber auch noch nicht. Dieser Beitrag soll dir zeigen, wie du das Business-Konzept „Amazon FBA“ möglichst einfach und mit wenig Kosten testen kannst! An die rechtlichen Rahmenbedingungen musst du dich natürlich  trotzdem halten.

Den spannenden Amazon FBA Test im Sidepreneur Podcast hören

Sidepreneur bei iTunes anhören: Jetzt iTunes öffnen

Im Sidepreneur Podcast lege ich sehr viel Wert auf Transparenz und so ist es auch bei dieser Beschreibung meines Amazon FBA Tests. Und doch kann ich nicht zu 100% transparent sein – ich kann dir nicht mein aktuelles Produkt für den Test zeigen. Dieses hat gar nichts mit dem Produkt speziell zu tun, da dieses voraussichtlich keines ist, was ich langfristig verkaufen werde, aber mit meinem Account und der Einfachheit, bei Amazon anderen Schaden zuzufügen.

Amazon erlaubt nur das Führen eines Kundenkontos und würde ich dir nun mein Produkt zeigen, laufe ich große Gefahr, dass irgendwelche nicht gönnenden Konkurrenten, mein derzeitiges Produkt, vor allem aber auch zukünftige Produkte, massiv sabotieren können. Dieses kam leider immer wieder vor, da man sehr leicht schlechte Bewertungen bei Amazon verteilen kann, so dass jeder Amazon FBA Verkäufer davon absieht, sein Produkt und damit seinen Account zu veröffentlichen.

Da dieses aber auch von anderen Podcastern und Bloggern so gehandhabt wird und sich die Interessierten daran gewöhnt haben, hoffe ich, hast auch du dafür Verständnis, dass ich mein Produkt nicht nennen werde. Um den Amazon FBA Test zu verstehen ist dieses aber auch überhaupt nicht notwendig!

Also, bist du bereit Amazon mit wenigen Mitteln zu testen?

Wie ich zu Amazon FBA als mögliches Business Modell kam

In meinem Podcast-Wahn habe ich mich durch die verschiedenen amerikanischen Business Podcasts durchgehört und plötzlich tauchte immer wieder dieser eine Name auf: Scott Voelker.

Scott ist seit einigen Jahren als Online Unternehmer aktiv, begann mit Nischenseiten und fand dann den Weg zum eCommerce über Amazon. Innerhalb weniger Monate erzielte er so gute Ergebnisse, das er den Podcast „The Amazing Seller“ startete, um sein Wissen weiter zu geben – und das mit einer richtig guten Radio-Stimme.

The Amazing Seller ist DIE Quelle rund um Amazon FBA!

Ein Muss und ein sehr zu empfehlender Startpunkt sind vor allem die ersten 6 Folgen mit klaren Anleitungen, wann was zu tun ist! Dieses stellte dann auch weitestgehend meine Basis für den Start des Tests dar.

amazon-fba-testen-The-Amazing-SellerScott zog mich sofort in seinen Bann und ich zog mir alle seine Folgen rein, was mich so heiß auf das Geschäftsmodell machte, dass ich es unbedingt testen wollte.

In Deutschland sind noch nicht so viele Online Unternehmer auf diesen Zug aufgesprungen – hier wächst die Anzahl der „FBA Unternehmer“ jedoch gerade sehr stark, mit Sicherheit auch aufgrund der Erfolge, die die amerikanischen Kollegen präsentieren.

Ich lernte also zunächst rein auf theoretischer Basis alle Weisheiten wie Scotts 10x10x1-Regel ($10 Gewinn x 10 Verkäufe pro Tag x 1 Produkt = $3.000 = Job kündigen und die Freiheit genießen 🙂 )

Das klang verlockend und machbar!

Von der großen Vision „zurück“ zum kleinen Test und schnellem Start

Und um mit Scotts Worten und seinem Baseball-Bezug zu sprechen: Es wuchs sofort mein Anspruch, einen solchen „Homerun“ zu erzielen!

Ich habe viele Stunden am Tag in die Produktrecherche investiert und bin in vielen Nächten aufgewacht, um krampfhaft ein perfektes Produkt zu finden, was meinen Ansprüchen entsprach, das Potential für eine eigene Marke zu haben und die Welt zu erobern.

Irgendwann machte es dann Gott sei Dank Klick und ich besann mich auf meine eigene Tugend:

#JustFuckingShipIt! – Starte klein und sammel Erfahrungen am neuen Markt.

Und so habe ich es geschafft davon abzukommen, und mich zunächst darauf zu konzentrieren, auf die „1. Base“ zu kommen und das Spiel Amazon FBA kennen zulernen. Ich setzte mir ein neues Ziel: Ich möchte mit einem emotionslosen Produkt das Geschäftsmodell Amazon FBA testen.

FBA-Mastermind-Gruppe

Was du bei Amazon FBA beachten solltest – Die Amazon FBA Basics

Scott Voelker und viele andere Experten haben in den letzten Monaten ihre Erfahrungen gesammelt und mittlerweile empfehlen alle dir folgendes Vorgehen und die folgenden 10 Schritte um Produkte mit Amazon FBA zu verkaufen:

  1. Starte mit der Produktauswahl durch Recherche (maßgebliche Faktoren sind der Best-Seller-Rank, um gewünschte Verkaufszahlen sicherzustellen)
  2. Bestelle Samples von deinem Wunschprodukt bei Alibaba
  3. Bestelle einer größeren Menge des ausgewählten und eventuell angepassten Produktes per Luftfracht
  4. Erstelle während der Wartezeit ein optimiertes Listing, also eine verkaufskräftige Produktbeschreibung bei Amazon
  5. Starte eine Promotion-Phase durch Give-Aways und Review-Gruppen, sobald dein Produkt bei Amazon eingetroffen ist
  6. Frage aktiv nach Bewertungen
  7. Schalte Pay per Click-Anzeigen
  8. Baue eine Email-Liste für Folgeprodukte und deine zukünftige Marke auf
  9. Füge weitere Produkte zu deinem Portfolio hinzu
  10. Eröffne zusätzliche Kanäle zu Amazon, wie beispielsweise einen eigenen Online Shop

Ich möchte jedoch Amazon FBA zunächst kennenlernen und zunächst prüfen, ob dieses Geschäftsmodell, die Arbeitsweise und auch ein ausgewähltes Produkt überhaupt etwas für mich ist.

Ich möchte ein Produkt am Markt zunächst testen, bevor ich davon 1.000 Stück bestelle und mehrere tausend Euro investiere.

Wie ich vorgegangen bin – Mein Amazon FBA Test

Ich behalte daher das obige Vorgehen zwar im Hinterkopf, wende es so bei meinem aktuellen Testprodukt und auch bei Folgenden zunächst jedoch nicht an. Denn statt mich direkt mit dem Anspruch auf den Weg zu machen, eine Marke erschaffen zu wollen, die die Welt erobert, habe ich mich darauf konzentriert, ein einzelnes Produkt zu testen.

Und um ein Produkt zu testen, brauchen wir nicht alle 10 Schritte anzuwenden, die die Experten beim Aufbau ihrer Marke anwenden und uns empfehlen.

Meine wichtigste Hypothese vor dem Test lautete:
Wenn der Artikel gefragt ist und sich in Zukunft fast 300 Mal im Monat verkaufen soll, dann sollten auch ohne Bewertungen und ohne Promotions (beide verbessern dein Ranking vgl. zu Google und dadurch erhältst du eine höhere Sichtbarkeit deines Produktes), mindestens 1-2 Verkäufe am Tag zu erzielen sein.

Weitere Hypothesen, die ich testen wollte:

  • Es ist keine eigene Reichweite nötig
  • Das Vorgehen ist das Gegenteil von den sonstigen Bestrebungen, etwas Neues zu schaffen: Ziel ist es, ein Produkt, was es so schon im Markt gibt, unter neuem Namen anzubieten
  • Der Bezug des Produktes aus China ist einfach und zunächst auch nicht kostenintensiv
  • Du brauchst dich danach um nicht mehr viel zu kümmern, außer Nachschub zu kaufen
  • Hast du ein erstes Produkt, kannst du schnell und leicht skalieren

Mein Plan war es also, diese Hypothesen zu prüfen. Im realen Business. Nicht nur theoretisch auf dem Blatt Papier.

Und um diese Hypothesen zu testen, reicht es zunächst aus, bei der Produktauswahl (1. Schritt) die empfohlenen allgemeinen Produkt-Anforderungen zu erfüllen (siehe unten), so dass dieses Produkt sich grundsätzlich für einen späteren Markenaufbau eignen würde, falls der Test positiv ausfällt.

Tipp: Dieses Produkt sollte emotionslos gewählt werden, um zum einen die Auswahlzeit nicht unnötig zu verlängern (der eigen Perfektionismus greift sehr schnell ein) und zum anderen, um im negativen Ausgang des Tests auch wirklich dazu überzugehen, dieses Produkt wieder aus Amazon herauszunehmen.

Nachdem ich ein erstes Test-Produkt ausgewählt habe, habe ich keine Samples bei Alibaba.com bestellt, sondern bin zur Schwester-Plattform Aliexpress gegangen. Aliexpress möchte der direkte Konkurrent von Amazon und eBay werden und ermöglicht dir, (fast immer) versandkostenfrei und schon ab 1 Stück ein Produkt zu kaufen, mit Paypal zu bezahlen und innerhalb von 1-2 Wochen zu Hause zu haben. Händler und teilweise auch Hersteller bieten hier ihre Massenprodukte an, was bedeutet, dass ein anpassen an eigene Wünsche oder ein Verändern der Verpackung so nicht möglich ist. Aliexpress eignet sich also nicht für den „Private Label“ Einsatz, bei dem man sein eigenes Label, also seine Marke auf das Produkt setzt, sondern lediglich zum Testen von Produkten und Kennenlernen von Händlern und Herstellern.

Bei Aliexpress habe ich dann ein Angebot gefunden, bei dem sogar 50 Stück zusammen verkauft wurden und mir ohne zusätzliche Versandkosten zugeschickt wurden. Diese haben insgesamt knapp über 100 Euro gekostet, was die einzigen Ausgaben innerhalb des Tests waren und ich notfalls auch als wertvolle Erfahrung hätte abschreiben können, wenn die gelieferte Qualität überhaupt nicht gepasst hätte. Das Risiko hält sich also sehr im Rahmen.

Während ich auf die erste Lieferung wartete, bereitete ich sorgfältig die Produktbeschreibung für Amazon vor. Ich gab mir Mühe bei der Erstellung eines optimierten Listings, habe jedoch nicht den Aufwand betrieben, eigene Fotos aufzunehmen. Ich fragte Bilder beim Händler an, bearbeitete diese noch etwas und nutzte die für das Listing.

Nachdem ich also das Produkt zu Hause getestet und an Amazon versandt hatte, das Listing online gestellt wurde und ich auf den „Aktiv-Button“ geklickt habe, war das Produkt im großen Amazon Schaufenster verfügbar.

Der Test von Amazon FBA als Geschäftsmodell und der Test meines ersten Produktes konnte also losgehen. Auf die weiteren Schritte (5-10 wie beispielsweise Promotions und Bewertungen) habe ich vollständig verzichtet.

Zu einem solchen Test-Lauf gibt es auch bei Scott Voelker eine passende Podcast-Folge die ich sehr empfehlen kann: Folge mit Aliexpress.

Was bei der Produktauswahl zu beachten ist – Die empfohlenen allgemeinen Produkt-Anforderungen

Um ein erstes Produkt und Amazon FBA an sich zu testen, solltest du keine Wochen lang nach einem passenden Produkt suchen. Denn dein eigener Perfektionismus wird dich sonst nie zu einer Auswahl kommen lassen. Bei jedem Produkt bestehen Zweifel – aber genau um die zu beseitigen oder um das Produkt von der Auswahlliste streichen zu können, machen wir diesen Test ja.

Wichtig ist demnach nur, dass dein Produkt die empfohlenen allgemeinen Anforderungen erfüllt. Diese sorgen dafür, dass du keine erhöhten Versandkosten aus China oder Lagerkosten bei Amazon zahlen musst weil dein Produkt zu schwer ist bzw. Übergröße hat.

Die empfohlenen allgemeinen Anforderungen (und von mir erweiterte Punkte) an Produkte für Amazon FBA sind:

  • Verkaufspreis bei Amazon: 15-45€
  • Marge: 10+ €
  • kein Elektronik
  • wenig Einzelteile, keine zerbrechlichen
  • beste Qualität beim Hersteller erhältlich
  • Gewicht <1,5 kg
  • Maße klein (passt in einen Schuhkarton)
  • keine/sehr wenige Varianten (Größen, Farben, etc.)
  • Farbe/Design nicht Kauf-entscheidend
  • nicht saisonal
  • Brand Building Potential
  • individualisierbar u./o. verbesserungsfähig

Es ist jetzt an jedem Sidepreneur selbst, in wie fern diese Kriterien eingehalten werden sollen. Der eine kann mit einer kleineren Marge besser leben als andere, wiederum ein anderer möchte bewusst in den Übergrößen-Markt einsteigen, da dort auch der Wettbewerb geringer ist und erneut ein anderer möchte genau auf saisonale Produkte setzen.

Demnach ist die Auswahl und Einhaltung der Kriterien sehr individuell. Um dir das Vergleichen von Produkten zu erleichtern, habe ich dir eine kostenlose Produktauswahl-Checkliste (Klick zum Download) erstellt. Dort trägst du deine persönlichen Gewichtungen der einzelnen Kriterien ein, prüfst deine ausgewählten Produkte und erhältst anschließend ein rationales Ergebnis, welches Produkt die Anforderungen am besten erfüllt.

Du kannst die Amazon Produktauswahl Checkliste kostenlos herunterladen und erhältst in den danach folgenden monatlichen Newslettern weitere hilfreiche Tools, Tabellen oder Vorlagen, um dein Sidebusiness weiter nach vorne zu bringen!

Amazon FBA Produktauswahl Checkliste

Mein Zwischenstand des Amazon FBA Tests

Ich begann Anfang September damit, Amazon FBA zu testen und das erste Produkt online zu stellen. Dieses Produkt hat mich nun durch fast alle Schritte bei Amazon geführt und ich habe dabei unheimlich viel gelernt.

Mein ausgewähltes Produkt existiert in gleicher oder sehr ähnlicher Ausführung noch mindestens 3-mal auf Amazon von verschiedenen Anbietern. Ich bin bei weitem nicht das billigste Angebot, da ich das Produkt ja unter realistischen Rahmenbedingungen testen wollte. Ich habe bislang keine Bewertung erhalten, da ich nie danach gefragt habe. Ich habe noch keine Promotion gemacht, ich habe noch keine Werbung geschaltet und es weiß niemand von diesem Produkt – und trotzdem verkauft es sich von ganz alleine!

Es ist kein Top-Seller, eher sogar im Gegenteil. In einer sehr stark umkämpften Kategorie erreiche ich jedoch immerhin 3-5 Verkäufe pro Woche bei 0 Minuten Zeitaufwand! Bei einer Marge (nach Abzug aller Kosten außer Einkommenssteuern) von derzeit 8 Euro. Das sind wöchentlich immerhin 24-40€ zusätzliches Einkommen. Und zeigt definitiv das Potential von Amazon FBA.

Ganz ehrlich, nach dem Einstellen habe ich bislang nichts mehr an Zeit investiert, außer noch einmal neuen Bestand nachzuordern (10 Minuten), diesen mit Labels zu bekleben (10 Minuten) und zu Amazon zu schicken (10 Minuten). Alles Weitere regelt dann Amazon.

Und es ist ein super Gefühl, wenn man im Büro sitzt oder abends auf der Couch entspannt, das Handy eine neue Email von Amazon anzeigt und diese dir mitteilt, dass erneut ein Artikel verkauft und verschickt wurde.

Fazit und Ausblick

Kurz gesagt: Amazon FBA fasziniert mich sehr und hat sich für mich als ein sehr spannendes zukünftiges Aktionsfeld als Sidepreneur dargestellt und wird definitiv weiter ausgebaut.

Amazon FBA ist eins der besten Geschäftsmodelle um sich nebenberuflich selbstständig zu machen!

Denn man benötigt nicht viel Zeit bei der operativen Tätigkeit, sondern lediglich vorab, und man muss nicht erst über einen längeren Zeitraum eine eigene Reichweite aufbauen.

Aber zu beachten sind die etwas höheren Anfangskosten im Vergleich zu anderen Geschäftsmodellen und die Produkthaftung, der man sich als „Private Label Hersteller“ aussetzt.

Mit dem durchgeführten Test in den letzten Monaten konnte ich alle bis auf 2 Hypothesen bestätigen! Man braucht keine eigene Reichweite um Sales zu generieren, man wählt ganz bewusst ein Produkt aus welches sich bereits bei Amazon verkauft und die Arbeit ist wirklich minimal.

Lediglich die beiden Hypothesen

  • Der Bezug des Produktes aus China ist einfach und zunächst auch nicht kostenintensiv
  • Hast du ein erstes Produkt, kannst du schnell und leicht skalieren

muss ich jetzt in den kommenden Wochen noch prüfen.

Ich werde dazu voraussichtlich 10 neue Produkte aussuchen und nach oben beschriebenem Schema testen. Die margenstärksten Produkte werde ich dann in großer Menge versuchen über Alibaba zu beziehen und so ach testen, ob man nach dem ersten Produkt durch die gemachten Learnings schneller skalieren und gegebenenfalls eine eigene Marke aufbauen kann.

Der abschließende Tipp, den ich dir noch mit auf den Weg geben möchte, ist mein immer wieder gesagtes Mantra: #JustFuckingShipIt – Starte klein um überhaupt zu starten

Lerne das „Spiel Amazon FBA“ mit einem simplen Produkt kennen, erfahre ob du daran Freude hast und skaliere dann hinten heraus. Du könntest nun ewig Zeit aufbringen für die Suche nach dem perfekten Produkt, oder du startest mit einem emotionslosen Produkt, lernst Amazons Rankingfaktoren und das Vorgehen kennen und kannst dann viel schneller erfolgreich werden.
Mehr über das aktuell laufende Amazon FBA Produkt, über die weiteren Entwicklungen wie beispielsweise neue Produkte sowie meine Amazon FBA Learnings und über all meine anderen Projekte (Sidepreneur Community, MastermindGrousp.de), kannst du in den 2-wöchigen Update Folgen mit Daniel Schöberl im Sidepreneur Podcast alles Wissenswerte verfolgen!

Hier geht es zum Beginn der Serie, so dass du siehst, an welchen Projekten Daniel und ich arbeiten: http://sidepreneur.de/einblicke-fortschritte-learnings-01/

Hast du Interesse an Amazon FBA? Wie ist dein Stand – bist du schon aktiv? Oder was ist deine aktuelle Hürde? Lass uns diskutieren hier in den Kommentaren oder in der Sidepreneur Community bei Facebook mitdiskutieren!

Und falls du jetzt immer noch nicht genug Motivation hast, dann musst du unbedingt noch Ryan Moran’s Video anschauen:

 

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Über den Autor

Michael

Michael

Ich liebe es, digitale Produkte zu kreieren, die den Menschen Spaß machen und im besten Fall noch eines ihrer Probleme lösen. Deshalb arbeite ich in meinem Vollzeitjob als Produktmanager und als Sidepreneur an eigenen Projekten wie der Sidepreneur-Plattform hier, an einem Tool im Visual Branding für Marken und Unternehmen sowie als "Virtueller Produktmanager" für kleine und mittlere Unternehmen.
Ebenso experimentiere ich liebend gerne online und präsentiere euch bald neue Projekte!
Mehr Infos erhältst du hier: Über Sidepreneur

96 Kommentare

  • Danke für den tollen Artikel!
    Zwei Sachen sind mir jedoch nicht klar:
    1) Wie ist das mit der Produkthaftung? Wenn was kaputt wird muss man das dann ersetzen? Und was wäre zum Beispiel, wenn sich jemand verletzt? Hast du dafür eine Haftpflicht-Versicherung abgeschlossen?
    2) Wie sieht das mit dem Klebe-Label aus? Welche Angaben müssen dort konkret gemacht werden?

    • Hi Karlheinz, freut mich, dass dir der Artikel gefällt.

      zu 1)
      Wenn du bei Amazon als „Private Label“ Anbieter auftrittst, dann bist du der „Hersteller“ und trägst die volle Produkthaftung!
      Eine Versicherung dafür ist super teuer!
      Ich schaue, dass meine Produkte „nahezu keinen Schaden“ anrichten können!
      Also keine Produkte für Kinder, etc.

      Falls du dich da mal schlau machen willst, kannst du hier nachgucken: https://www.hiscox.de/gesc…/berufshaftpflichtversicherung/
      Die sind allgemein sehr gut!

      zu 2)
      Das Label, was ich aufklebe, ist nur das „Erkennungslabel“ für Amazon. Also ein Strichcode, der sich aus deiner individuellen Produktnummer (ASIN) ergibt.
      ABER: achte darauf, dass bereits ein paar Angaben auf der Verpackung vom Hersteller sind: Gefahrenhinweise falls nötig, Entsorgungshinweise, etc.

      Hoffe, das hilft weiter!

      • Hey Michael ich finde diesen gesamten Blog von Dir großartig! ich bin einer von denjenigen Menschen die ohne solche Unterstützungen nicht aktiv werden würde. Also Danke! Ich habe noch eine Zusatzfrage zu Punkt 2) von Karlheinz: die Produktnummer (ASIN) erhalte ich doch von AMZ? Muß diese als eigenständiges Label aufgeklebt sein oder kann ich diese schon durch meinen Hersteller auf die Verpackung aufdrucken lassen? Eberhard

        • Hallo Eberhard,
          es freut mich, dass dir der Blog gefällt! 🙂
          Nach dem Anlegen des Produktes erhältst du eine ASIN von Amazon, die auf der Amazon Plattform jedes Produkt eindeutig identifiziert. Wenn du dann den Prozess des „Einsenden an Amazon“ durchführst, erhälst du einen speziellen Barcode, den du entweder als Label auf die Produkte kleben kannst (wenn du es selber machen möchtest) oder direkt auf die Verpackung drucken lassen kannst (vom Hersteller oder Händler beispielsweise). Dieser Barcode ist einzigartig und deinem Produkt zugewiesen.
          VG Michael

      • Hey Michael,

        Nach meiner bisherigen suche zu dem Thema FBA habe ich überall gelesen/gehört das Amazon verlangt das jedes Produkt eine EAN Nummer hat und die kosten bei CS1 ja um die 290Euro + Steuer, was ja so schon recht teuer ist.

        Hast du es komplett ohne EAN gemacht? und wenn ja wie funktioniert das genau mit den ASIN nummern (ablauf bei amazon)?

        by the way super Artikel 🙂 !

        Mit Freundlichen Grüßen, Max

  • Guten Morgen Michael,

    dein Artikel kommt ja wie gerufen !!!
    Ich beschäftige mich seit ein paar Wochen mit dem Thema und wollte ab Februar hier aktiv werden um mein erstes eigenes Produkt über A’zon anzubieten und FBA zu testen.
    Mich hat das Konzept auch sehr begeistert und ich will unbedingt selbst erfahren, was hier möglich ist!!! 🙂
    Danke also für deinen weiteren Input zur rechten Zeit! Freue mich auf weiteren Austausch.
    Beste Grüße
    Lothar

    • Das freut mich sehr, Lothar.
      Bin gespannt, wie deine ersten Schritte bei Amazon verlaufen.
      Halte uns gerne auf dem Laufenden und wir führen den Austausch gerne fort!

  • Hi Michael,

    vielen Dank für deine interessanten Einblicke!

    Ich denke, ich werde mich für ein Produkt entscheiden, dass einem Messer ähnelt. Ich frage mich aber, ob ich bei einem solchen „gefährlichen“ Produkt ein Risiko eingehe?

    Du schreibst, du labelst deine Produkte mit einer ASIN. Wie teuer ist es, sich eine individuelle Produktnummer zu beschaffen?

    Vielen Dank im Voraus.

    Beste Grüße
    Leon

  • Ihr macht einem einfach nur den Mund wässrig…. Wie gemein…

    Und 100€ Start hat ausgereicht für Produkt evtl. Gebühren versandt etc? Hab nicht gerade dicke Kapital beiseite aber sowas schreit geradezu nach ausprobieren!

    Schöner Artikel!

    • Hi Vladimir,
      die 100 Euro sind rein für diesen Test eingesetzt worden und ja, ich habe damit mehr wieder rausgeholt. Aber ein Business kannst du so natürlich nur sehr langsam aufbauen.
      Ohne jetzt zu sehr zu ernüchtern, aber ich glaube um richtig durchzustarten muss man schon so um die 2.000 Euro mindestens einrechnen (ca. 500 Produkte a 4 Euro), von denen du dann 100 als Promo rausgeben kannst, etc….

      Aber um Feuer zu fangen reichen 100€ vollkommen aus! 😀

  • Hey,

    ich bin auch seit kurzem im FBA-Business aktiv. Womit ich derzeit noch kämpfe ist mit der Rechnungserstellung. Hast du da einen Tipp für mich?

    Beste Grüße
    Patrick

  • Hallo Michael,

    danke für den tollen Artikel und dass du deine Testergebnisse teilst! Ich habe noch eine Frage: Hast du deine Produkte direkt zu Amazon oder zu dir schicken lassen und dann selbst verpackt? Wo hast du eine passende Verpackung herbekommen? Die Kosten, um alles zu Amazon zu schicken hast du wahrscheinlich mit eingerechnet, oder?

    • Hallo Karla,
      die habe ich zunächst zu mir schicken lasse, da ich ja bei Aliexpress bestellt habe und die glaube ich nicht direkt an Amazon liefern (weiß ich nicht zu 100%). Ich hatte noch keinen Qualitätsbeweis, da ich ja keine Samples angefordert habe, sondern direkt die Produkte gekauft habe.
      Verpackung habe ich beim Hersteller ngefragt und er hat sie mit „Retail packaging“ verkauft gegen einen kleinen Aufpreis.
      Die Kosten zu Amazon sind 6,90 Euro Packetgebühren. Habe auf einen Starbucks Kaffee verzichtet und davon gezahlt 😉
      Nee, die habe ich in den 100 Euro nicht drin. 100 Euro habe ich für die Produkte gezahlt.

      VG Michael

  • Hi Michael,

    klingt interessant. Wie hast du den das Problem mit dem Zoll (zwischen 22-150 Euro fallen zwar keine Zollgebühren an aber halt ja die 19% Einfuhrsteuer) gelöst bzw mit welchen Versender wurde den verschickt und wie lange hat der Versand gedauert?
    Und hast du die Kapitalbereitstellungsprovision bezahlen müssen ?

    Fragen über Fragen 🙂

    • Hi Heiko,
      die Aliexpress Händler verschicken meistens mit DHL – so auch bei mir. Die Einfuhrsteuer fällt an, kommt aber als Unternehmen anschließend wieder zurück laut meinem Steuerberater. Gedauert hat es ca 10 Tage.
      Eine Kapitalbereitstellungsprovision muss ich noch mal prüfen, ob ich die damals zahlen musste. Ich gucke das mal nach und informiere dich noch mal!

  • Bei der Vorauswahl würde mich interessieren wie du feststellst wie oft ein Produkt verkauft wird in 1 Woche.

    Weil habe ein ebook auf Amazon war dort lange in 2-3 Kategorien in den TOP3 und später TOP10 ohne das ich dabei Millionär geworden bin 😉

    • eBooks lassen sich auch nicht komplett mit Produkten vergleichen – aber der Algorithmus ist bestimmt ählnich! Und wie überall, TOP 3 in einer mega kleinen Nische macht dich halt zum König der Nische, nicht aber zum Millionär 😉

      Wie man die bestverkaufenden Produkte findet, ist einfach: http://www.amazon.de/gp/bestsellers – hier in deiner Wunschkategorie schauen. Aber wie gesagt. TOP 100 sind in manchen Kategorien auch gleichbedeutend mit mega viel Konkurrenz. Ansonsten kann ich dazu vielleicht mal einen eigenen Beitrag schreiben, oder du hörst dir den Prozess bei Scott Voelker an! 😉

  • Hallo Michael,
    Deine Seite und hier Dein Bericht lesen sich recht spannend und ich finde es toll, dass Du Interessierte daran teilhaben lässt. Interessanterweise gibt es momentan einige Autoren, die sich an dem Thema versuchen und eigentlich alle die gleichen Zutaten verwenden, um bei Amazon Geld zu verdienen. Es ist für mich schwer herauszufinden, wer das Original ist (vermutlich ein Ami).
    Es erinnert mich ein wenig an die onemilliondollarpage, wo ein amerikanischer Student die Pixel seiner Website an Werbetreibende verkauft hat und tatsächlich eine Mio$ so verdient hat.

    Nun sind die Chancen bei Amazon meist kleiner aber auf der anderen Seite größer.
    Mit 100 Euro kannst Du im Spielcasino nur begrenzt Glück haben, da man dort einfach auch etwas Glück benötigt. Das ist bei Amazon oder im gesamten Business nicht anders. Man benötigt eine Strategie, die möglichst clever und risikoarm ist, muss aber auch genügend finanzielle Ressourcen haben, um auch mit Niederlagen umgehen zu können.
    Ein anderer Punkt liegt in der Lagermenge, die notwendig ist, um beim Hersteller einen vernünftigen (konkurrenzfähigen) Preis zu erzielen. Man sollte die benötigte Kapitalmenge, die im Lager und Transport gebunden ist nicht unterschätzen. Der Seeweg von China beträgt ca. 7-8 Wochen, wo Du Dein Geld schon ausgegeben hast. Bei Amazon müssen auch ausreichenden Mengen gelagert werden, um einen Ausverkauf (und Verlust von guten Positionen zu vermeiden).
    Daher sollte Luftfracht bevorzugt werden, auch bei der Auswahl von Artikel darauf achten, wie man Weg kurz und schnell sowie Kosten gering halten kann.
    Dass man aus Amazon-Verkäufen die Umsatzsteuer ans Finanzamt abführen muss, sollte bei der Preiskalkulation nicht vergessen werden.
    Was mir aufgefallen ist, bei allen FBA-Erfolgsgeschichten, die ich in den letzten Tagen gelesen habe, dass die Erzähler eigentlich noch nicht lange Erfahrung mit FBA haben (viele weniger als ein Jahr)
    Ich betreibe E-Business seit 15 Jahren und gehöre somit hier eigentlich nicht hin, habe aber auch ca. 5 Jahre Amazon-Erfahrung. (FBA haben wir übrigens wieder aufgegeben, weil uns das zu teuer war).
    Ich gebe auch Neulingen oft den Rat, ihre Produkte und Preise zunächst auf Amazon auf Marktfähigkeit zu testen, bevor sie mit einem eigenen Online-Shop starten.
    Ich habe auch schon zahlreiche erfolgreiche Amazon-Händler getroffen, die längst nach Alternativen suchen, weil das Geldverdienen auf Amazon immer schwerer wird.
    Auf Amazon herrscht ein unglaublicher Wettbewerb, und wer glaubt, er könne sich dauerhaft mit Whitelabel-Produkten dem Wettbewerb entziehen, wird vermutlich in einiger Zeit seine Meinung ändern. Wer sich diesen Punkt bewusst macht, muss eben immer einen Schritt schneller, eine Idee pfiffiger oder dreister sein, um zu gewinnen.
    Produktauswahl und Produktpräsentation sind sicherlich die wichtigsten Erfolgs-Garanten, um bei Amazon Geld zu verdienen. (da geben sich zahlreiche Mitbewerber wenig Mühe
    Gewinnen werden aber m.E. diejenigen, die professionell mit voller Power (Zeit und Geld) ihre Ziele verfolgen, so dass man im Nebengeschäft leider besonders schnell, pfiffig und dreist sein muss.
    Viel Glück!

    • Cool, vielen Dank für die Mitteilung deiner langjährigen Erfahrungen und das Einbringen der Herausforderungen, die auf einen FBA Verkäufer zukommen werden! Danke.

  • Sehr toller Beitrag von Michael und interessantes Experiment. Wie schon oben auch in den Kommentaren erwähnt. Wer ernsthaft das Ganze testen möchte und dann auch einen mtl. 3-stelligen Gewinn erzielen möchte, dem muss einfach bewusst sein, dass man 2000 – 3000 Euro definitiv investieren sollte. Je nach Produkt kann das dann eben auch ausreichen, um viele hundert Euro oder mehr Gewinn zu erwirtschaften – vollautomatisch.
    Es gibt natürlich auch ein paar Beispiele von FBAlern, die mit 2500 Euro starten und bereits im zweiten oder 3. Monat schon 5000 – 10.000 Euro erwirtschaften bei einer Marge von 30 % – da ist wirklich alles möglich.
    Mehr Infos zum Thema FBA haben wir übrigens auch hier zusammengefasst: http://www.shopdoc.de/amazon-fba/

  • Hey Michael,

    klasse Artikel. FBA interessiert mich auch wahnsinnig, seit ich Bastians Blog gelesen habe. Aber es ist eine andere Hausnummer (und für mich sehr relevant), deinen ersten Selbsttest live mitzuerleben. Ich hänge natürlich noch an der Produktsuche. Demnächst nehme ich mir aber mal ein paar Stunden dafür.
    Wie viel Zeit hast Du neben deinen sehr überschaubaren 100 EUR investiert? Das ist für mich die Hauptfrage, da ich mich mit meinem Hauptprojekt gerade in der Saisonvorbereitung befinde…
    Beste Grüße
    Oli

    • Hi Oli,
      super Frage!
      Dazu vielleicht kurz zu meinem Ausgangspunkt: Ich habe bereits eine UG laufen, dass heißt ich msste mich nicht mehr um die rechtlichen Grundlagen bezüglich Firmengründung und auch nicht um einen Steueberater kümmern, da dieses bereits vorhanden ist. Wenn du aber online verkaufen möchtest musst du das natürlich im Voraus klären und die für dich beste rechtliche Art finden.
      Ebenso ist gerade beim Start eines solchen Experiments und Tests etwas Vorarbeit zu leisten, wie beispielsweise das Aufsetzen des Accounts, Zusenden aller notwendigen Dokumente, Einholen der GTIN, Anlegen von Impressum und AGB, etc.
      Das benötigt etwas Vorbereitungszeit.
      Danach, also der eigentliche Test: Auswählen eines Produktes, Einkauf und Onlinestellen ist dann nur noch ein super kleiner Zeitaufwand.
      VG
      Michael

  • Hallo Michael,

    klasse Beitrag! Ich bin nur etwas erstaunt über die Zahlen. Wenn ich es recht verstehe, hast Du die Artikel für 2€ eingekauft und eine Marge von 8 € verdient. Mit Amazon-Kosten und MWST müßte der Verkaufspreis > 15 € liegen. Kommt das hin? Habe ich gehört, dass die Beschaffungskosten i.A. so bei 20-30 % vom Verkaufspreis liegen.

    Viele Grüße

    Thomas

    • Hi Thomas,
      deine Kalkulation ist soweit richtig, wobei ich auch etwas mit dem Pricing spiele, um da mal zu sehen, was so passiert.
      Aer im Allgemeinen spricht man genau von den 20-30 % Einkaufskosten.
      Schau dir mal die Amazon Seller Smartphone App an. Die ist super klasse! Damit kannst du zum einen Barcodes von Produkten im Laden scannen und sehen, was diese bei Amazon derzeit kosten (spannend für alle, die das Amazon FBA als „Arbitragemodell“ testen wollen) und zudem kannst du dir von jedem Produkt, das bei Amazon gelistet ist die anfallenden Gebühren anzeigen lassen!
      So kannst du einfach berechnen wie deine Marge bei bekannten Einkaufskosten sein könnte, bzw. du kannst bei gewünschter Marge einen Max. Einkaufspreis erhalten.
      Sehr coole App zur Recherche!
      VG Michael

  • Eine Leser-Frage per Mail möchte ich euch (nach Zustimmung vom Leser) gerne weitergeben wie auch meine Antwort dazu:
    Leser: „… Ich bin hoch motiviert und enthusiastisch für das FBA BIZ Modell und möchte so effizient und effektiv wie möglich passende Produkte finden, die wie zB von Dir, von Bastian Barami und anderen sehr richtig an bestimmten Merkmalen festgezurrt sind. Meine Frage ist nun welche am Markt vorhandene Software wie zB. AMZ Tracker oder Amazon Analytics dienen am besten als Filter um mit den von Euch beschriebenen wichtigen Merkmalen mir geeignete Produktauswahl zu generieren? Hast Du da eine Meinung für mich? Manche kosten ja auch Geld.“

    Meine Antwort:
    Deine Frage ist nicht so leicht zu beantworten, da sie sehr individuell und abhängig von der Strategie ist!
    Ich versuche dir mal 3- wertvolle Tipps zu geben, mit der Fokussierung auf einen ersten Test wie du sagst.

    Grundsätzlich hast du das System ja schon verstanden: Je kleiner der BSR (Best Seller Rank), desto größer die Anzahl der Verkäufe pro Tag. Demnach richten sich alle Tools auf dem Markt nach der Darstellung und Ermittlung des BSR und der Verkäufe pro Tag.

    Wenn du aber erst mal nur testen willst, dann geh doch wie folgt vor:
    1. Definiere die für dich wichtigen Kriterien (wenn du magst mit meiner Excel Tabelle oder mit einer die du dir selber erstellt hast)
    2. Erstelle eine „Touch“-Liste: Notiere alles was du an 1-2 Tagen angefasst hast und schaue mal nach, ob diese Produkte bei Amazon verkauft werden und was deren BSR ist.
    Du kannst auch einfach mal schauen, was du, deine Familie oder Freunde zuletzt bei Amazon gekauft haben. Gerade nach Weihnachten sollte dort viele Bestellungsdaten vorliegen 😉
    TIPP:
    – Für eine schnelle Ansicht des BSR kann ich die kostenlosen Chrome-Browser-Erweiterungen (die ich auch nutze) empfehlen:
    AMZ Seller Browser und Keepa – Amazon Price Tracker

    3. Wenn Produkte dabei sind, trage sie in die Kriterien-Liste ein und vergleiche sie, welches zu dir passen könnte -> Wähle 1-2 Produkte aus, auf die du dich im nächsten Schritt konzentrierst.

    4. Jetzt kommt noch ein Tipp, den du anwenden kannst und so alle teuren Tracker-Tools ersetzt 😉
    Gehe zu den Top-Seller Produkten (die Produkte, die ganz oben stehen bei deinem Suchwort) und simuliere einen Kauf. Klicke auf „In den Warenkorb“ und erhöhe die Anzahl auf 999. Dann zeigt Amazon dir an, wie viele jetzt gerade noch auf Lager sind. Notiere die Zahl in eine Excel Tabelle. Mache das mit den ersten 4-5 Produkten für dein Keyword.
    Komme morgen um die gleiche Zeit zu diesen Produkten und simuliere erneut den Kauf! Dann zeigt Amazon dir den neuen Lagerbestand an.
    Wenn du das über 7-10 Tage machst, siehst du genau, wie oft sich die Produkte am Tag verkaufen.
    Nichts anderes machen die Tracking-Tools. Nur halt automatisiert und mit ein paar Zusatzfunktionen, für das du dann bezahlen sollst.

    So solltest du in ein paar Tagen deine Auswahl auf 1-2 gute Produkte reduziert haben, was viel Fleißarbeit voraussetzt, dafür kostenlos ist und dein Risiko weiter reduziert.

    ——————–
    Vielleicht hilft euch dieses Vorgehen, ohne weitere Investitionen in Tools tätigen zu müssen.

  • Der einzige Händler, der hier Ahnung von FBA hat, ist Hausschuhexperte (abgesehen von Shopdoc, aber der ist ja Dienstleister).

    Das größte Problem, was den meisten nach einiger Zeit das Genick bricht, ist die Finanzierung des Wachstums.

    Überall und jeder (Fiamt, Krankenkasse, IHK) will plötzlich (mehr) Geld, es kommt zu Häufungen von Retouren/schlechten Bewertungen, ein Mitbewerber bietet die Produkte plötzlich wesentlich billiger an, weil er dich aushungern und aus dem Markt drängen will.

    99,9% der Händler werden verlieren, weil sie keine Ahnung von der Härte des Geschäfts haben und keine Macher, sondern Weicheier sind.

    • Endlich mal einer der nicht nur von „Sonnenschein und Regenbögen“ spricht. Hinterher ist das Geschrei immer am größten…

  • Hi Michael,
    8€ Marge sind ne tolle Sache. Ich hab durchaus bei meinen Produkten weniger Marge, dafür verkaufe ich mitunter 10-15 Stück die Woche. Freut mich einen anderen FBA Blogger aus Deutschland gefunden zu haben. Ich hab meinen Weg auf http://FBAinGermany.com dokumentiert.

  • Hallo Michael,

    vielen Dank für den tollen Artikel, hört sich wirklich mega spannend an!
    Ich hab mich jetzt auch schon ein bisschen durch die Podcasts von Scott Voelker gehört und bin gerade dabei ein Produkt zu finden. Scott gibt ja genaue Zahlen an, nach denen ich herausfinden kann, welche Produkte sich viel verkaufen. Ich möchte das alles aber erst mal testen und suche eher nach einer kleineren Nische, auf dem es nicht so viele verschiedene Produkte zur Auwahl gibt und somit die Konkurrenz kleiner ist, auch wenn die Verkaufszahlen vielleicht nicht so hoch sind.
    Hast du einen Tipp, wie ich so eine Nische ausfindig machen kann? Nach welchen Zahlen und BSR hast du dein Produkt ausgewählt?

    Liebe Grüße,
    Annie

    • Hallo Annie,
      du musst bei den Zahlen von Scott aufpassen: Diese gelten ausschließlich für den amerikanischen Markt! In Deutschland sind die BSR-Sales-Zahlen ganz andere!
      Nischen zu finden, die geringe Konkurrenz aufweisen kannst du nur durch intensives Suchen innerhalb von Amazon. Klicke dich durch die verschiedenen Unterkategorien und geh dort sehr tief rein. Je tiefer du von der Kategorie-Ebene gehst, desto kleiner und spitzer wird die Nische. Wenn du dort dann zu einem bestimmten Suchbegriff nur noch wenige Anbieter findest, hast du eine solche Nische gefunden.
      Aber, das bedeutet eben wirklich auch, dass viel weniger Sales pro Tag erzielt werden können, da die Nachfrage nicht vorhanden ist. Du limitierst dich dann schon von Beginn an.
      Und die Arbeit die du leisten musst ist ja die gleiche…..
      Aber es ist immer eine persönliche Entscheidung.

      Bei meinem Test habe ich gar nicht auf BSR geachtet. Mann kann auch verrückt werden, wenn man sich auf der Suche nach dem perfekten Produkt begibt. Um da rauszukommen habe ich dann einfach eins genommen. 🙂

      Viel Erfolg und halte uns auf dem Laufenden!

      • Hi Michael,

        danke für den super Beitrag!
        Ich hätte eine Frage bzgl. Aliexpress.

        Du schreibst, dass du 50 Produkte für knapp 100€ gekauft hast.
        In deinen Voraussetzungen schreibst du weiter, mindestens 10€ Marge.
        Darf ich fragen, für wie viel € du dein Produkt bei Amazon verkaufst.
        Ich persönlich finde es nicht so einfach, bei Aliexpress Produkte zu finden, die eine solche Marge haben.
        Meistens liegen die Preise nur leicht unter den bestehenden Angeboten bei Amazon.
        Da müsste man schon wirklich zu Alibaba direkt gehen, da sind die Produkte natürlich deutlich billiger, aber eben oft mit mehr MOQ.

        • Hi Alex,
          eine der Punkte, die vor allem durch Scott Voelker geprägt wird ist 10x10x1, wo also die $10 Gewinn herkommen. In meinem Test habe ich die nicht erwirtschaftet. Ich habe mit dem Preis ein wenig gespielt und bei etwas geringeren Sales-Zahlen konnte ich 8€ Marge herausholen. Aber dieses war nur ein Test!
          Bei Aliexpress sind natürlich auch viele Produkte dabei, die nur knapp unter Amazon-Preisen liegen, da ja auch der Versand inklusive ist. Da musst du ein wenig suchen und vielleicht auch etwas Glück haben.
          Aber zum Testen kannst du ja auch auf Marge weitestgehend verzichten. Wenn du die Artikel zu dir kommen lässt und du sie für den gleichen Preis wie deine Kosten waren, wieder verkaufst, hast du auch einen tollen Test gefahren und musst dich dann drum kümmern, wo du den gleichen Artikel in größeren Stückzahlen günstiger beziehen kannst!

          VG Michael

      • Hallo Michael,

        vielen Dank für deine Antwort und den Hinweis mit dem amerikanischen Markt!
        Das stimmt schon, dass dann die Nachfrage sehr gering sein könnte, aber ich frage mich einfach, wie es funktionieren kann, dass jemand genau mein Produkt kauft, wenn es 200 oder mehr Anbietende gibt. Und du hast ja auch geschrieben, dass es bei dir nur 2 oder 3 Anbieter gibt, die das Gleiche verkaufen. Ist das dann nicht schon eine sehr kleine Nische?

        Viele Grüße,
        Annie

        • Hi Annie,
          also was ich meinte war, dass bei mir 2-3 Marktteilnehmer mit GENAU dem gleichen Produkt bereits am Start waren!
          Und genau das habe ich mich dann auch gefragt: Warum sollte jemand mein Produkt kaufen, obwohl ich teurer bin und es 2 andere gibt?

          Und hier kommt es auf die Basics an: Du wirst bei mehr Keywords gefunden, weil du besseres „Amazon SEO“ betreibst oder deine Bilder/Texte sind besser, wodurch der Suchende eher kauft……
          Genau das sollte mir der Test ja auch zeigen, ob das wirklich so ist 🙂

  • Hallo Michael,

    Toller Blogpost, vielen Dank für deine Einsichten und dass du deine Erfahrungen mit uns teilst.

    Ich beziehe mich auf einen Beitrag vom 20.01.2016 in dem Heiko dich gefragt hat, ob du eine Kapitalbereitstellungsprovision bezahlen musstest.

    Mich interessiert nun, ob du das zwischenzeitlich prüfen konntest?

    VG Rudi

    • Hallo Rudi und auch noch mal Hallo an Heiko,
      ich habe es geprüft und tatsächlich ist bei meiner ersten Lieferung die Kapitalbereitstellungsprovision in Höhe von (bei mir) 10€ (+MwSt.) angefallen.

      Dazu:
      Seit Juni 2014 erhebt DHL Express in Deutschland eine Kapitalbereitstellungsprovision in Höhe von 2%, aber min. 10€ (exkl. MwSt) auf die Bearbeitung von DHL Express Sendungen. Diese fällt an, wenn das Paket nicht direkt durchgeht und somit verzollt werden muss.

      Helfen kann und so habe ich es dann auch gemacht: SEPA Mandat an DHL geben, wenn häufiger importiert wird, so dass DHL die Einfuhrsteuern direkt abbuchen kann.
      Dann fällt keine Kapitalbereitstellungsprovision an.

  • Ich weiß, dass hier kritische Stimmen eher die Stimmung trüben und lieber die Chancen als die Risiken beschrieben werden.
    Das ist auch die grundsätzliche Einstellung, die man als Unternehmer benötigt.
    Trotzdem sollte man sich nicht von Einzel-Beispielen blenden lassen, die nun laut in den Medien klappern und Amazon-FBA plötzlich als die Geschäftsidee propagieren.
    Amazon-FBA gibt es bestimmt schon seit ca. 5 Jahren und man muss sich auch kritisch die Frage stellen: “ was ist heute anders als vor 5 Jahren?“
    Wir haben beispielsweise vor ca. 2 Jahren FBA wieder eingestellt, weil es uns zu teuer erschien und Nachteile hatte. FBA ist also nicht immer das Optimum, denn wir nutzen trotzdem Amazon als Market-Place.

    Amazon-FBA erfüllt aber die Aufgabe, träumen zu können. Man benötigt nur die passenden Produkte und den Rest erfüllt Amazon.
    Amazon hat eine unglaubliche Reichweite und Marktmacht, so dass die Chancen zunächst recht optimistisch betrachtet werden können.
    Man benötigt also eigentlich nur die passenden Produkte; klein sollen sie sein, leicht, mit wenig Reklamationsrisiko und hoher Marge und …. und… und.
    Es gibt solche Produkte und ich wünsche hier jedem Leser, dass er sie findet und damit Geld verdient.
    ABER, rein witschaftstheoretisch betrachtet ist das Amazon ein ‚freier Markt‘, wo sich Preise aufgrund von Angebot und Nachfrage ergeben.
    Da kann man durch schöne Fotos, gute Bewertungen und präzise Beschreibungen sicherlich ein wenig besser sein als der Wettbewerb, aber es findet bei Amazon ein Preiskampf statt, in dem Moment, wenn das Angebot höher ist als die Nachfrage!
    Es gibt auch in der Praxis zahlreiche Online-Händler auf Amazon, die sich verzockt haben und nun ihren Kram unter dem Einkaufspreis vekaufen müssen, weil die nächste Rechnung fällig ist.
    Wer in ein solches Umfeld mit seinem Produkt gerät, hat ein echtes Problem, weil seine kalkulierte Marge dann nicht funktioniert. Wenn man die (finanzielle) Substanz hat, das auszusietzen, hat man schon mal ein wichtiges Kriterium, um dort mit zu spielen erfüllt.
    Ein persönliches Beispiel:
    vor drei Jahren stiegen unsere Amazonumsätze um ca. 100%. Ein Jahr später fielen sie wieder auf das vorherige Niveau.
    Was war passiert?
    Wir konnten damals eine gesteigerte Nachfrage (als einzige) erfüllen. Im Folgejahr war die preisagressive Konkurrenz wieder zur Stelle und hatte sich auf die gestiegene Nachfrage eingestellt.
    Da Amazon bei unseren Gesamtumsätzen nur ca. 25% ausmacht, kann man solche Marktveränderungen relativ gut kompensieren, weil Amazon von uns als Zusatzgeschäft zur Marktabdeckung betrachtet wird.
    Ich hatte zu dem Zeitpunkt aber auch andere Gedanken, die ich Euch nicht vorenthalten möchte, da sie für Euch zu einem Problem werden könnten.
    Wir hatten in dem Folgejahr nur deshalb wieder die Amazonumsätze auf altem Niveau, weil es viele Anbieter gab, die unsere Produkte auf Amazon billiger angeboten haben. Ich weiß aber bei einigen unserer Produkte recht genau, dass wir im Einkauf echte Wettbewbsvorteile haben und könnte diese Amazon – Billiganbieter problemlos in die Knie zwingen, weil deren Kosten im Einkauf deutlich höher sind. Bei einer solchen Konstellation habt Ihr wenig Chancen, zumal chinesische Anbieter immer häufiger selbst auf Amazon aktiv werden.
    http://blog.afterbuy.de/allgemein/unfairer-wettbewerb-aus-china/
    Warum bin ich nicht selbst Preis-agressiv geworden?

    Der Grund liegt darin, dass Amazon selbst einen Großteil unserer Produkte anbietet und ein Preiskampf gegen Amazon eher sinnlos erscheint.
    Wir versuchen und lieber mit Produkten zu profilieren, die es nicht bei Amazon gibt.
    Da sind wir beim entscheidenden Punkt!
    Ihr habt die Chance, bei Amazon gute Produkte zu einem guten Preis zu verkaufen, wenn Ihr eine guten Job macht und Nachfrage (Probleme) gut und überzeugend löst.
    So einfach ist der Job! ( aus meiner Sicht)
    Lasst Euch aber bitte nicht von ‚Amazon-FBA-Erklärern‘ blenden, die gerade mal ein Jahr auf Amazon Erfahrung gesammelt haben und diese Erkenntnisse als Ebook oder Seminar an Euch verkaufen möchten.
    Das ist mein eigentlicher Wunsch, warum ich hier geschrieben habe und wünsche allen, die hier den Mut haben, etwas zu unternehmen und zu wagen, VIEL GLÜCK.
    Die Chancen sind da (schon lönger!), aber man sollte die Risiken kennen.

    • Hallo Hausschuhexperte,
      gaaaaanz herzlichen Dank für deinen ausführlichen, kritischen und sehr informativen Beitrag und Erfahrungsbericht.
      Jeder der Amazon FBA als Business Kanal in Betracht zieht, sollte sich auch definitiv mit den kritischen Punkten beschäftigen. Um diese werde auch ich mich jetzt nach meinem ersten Test kümmern und dazu wird es bestimmt in Zukunft hier auch mehr zu geben – auch wenn alle lieber die positiven und erfolgreichen Stories hören möchten 😉
      Von daher noch mal ein ganz herzliches Dankeschön.

    • Ein sehr wichtiger Kommentar! Man erkennt in ihm deine langjährige Erfahrung.
      Ich bin ganz deiner Meinung was die „FBA-Erklärer“ angeht. Da wird oftmals (wenn nicht sogar zu 100%) von den bekannten US FBA Profis kopiert, ins deutsche übersetzt und dann stellen sich manche hin, als ob sie die Weisheit mit Löffeln gegessen haben. Machen Kurse, Coachings und sonstwas draus. Schön die Kasse klingeln lassen und mit seinen eigenen FBA Umsätzen wahrscheinlich gerademal über die Runden kommen.
      Mit ein wenig Lebenserfahrung kann man das leicht durchschauen.
      Aber es gibt sehr viele, gerade jüngere Personen, die sich schnell in so ein Geschäft hineinziehen lassen und dann ruck zuck feststellen, dass es doch nicht ganz so einfach ist wie gedacht. Es wurde und wird immer sehr viel Kohle mit dem „Prinzip Hoffnung“ gemacht.

  • Als Retailer macht es meiner Meinung nach auch ziemlich wenig Sinn, vor allem wenn Du nachgefragte Produkte nicht exklusiv verkaufen kannst. Abgesehen davon, wird der Hersteller früher oder später selber auf Amazon aktiv – das ist ziemlich wahrscheinlich. Er hat keine Mehrumsätze, wenn er zig Händler beliefert und die sich um die Buybox streiten und in deinem Kommentar geht es hauptsächlich darum Hausschuhexperte – genau wie gestern im Forum.

    Amazon ist viel lukrativer, wenn man eigene Produkte herstellen lässt, labelt usw. und dann z.B. über FBA – oder auch nicht – verkauft und nochmals: aktuell ist es noch ziemlich leicht zu optimieren und in kurzer Zeit top Ergebnisse zu erzielen, in ein paar Monaten oder Jahren in den meisten Bereichen sicherlich nicht mehr, wenn sich tausende Händler professionell darum kümmern.

    Von jemandem der keine Ahnung oder keine Erfolge nachweisen kann, würde ich mir auch nicht viel erzählen lassen, wenn sein Content Müll ist, aber wenn jemand nach 18 Monaten 7-stellige Umsätze auf Amazon generiert bei einer Gewinnmarge von 20, 30 %, interessiert es mich grundsätzlich nicht wie viel oder wenig Erfahrung gesammelt hat – Hauptsache auch ich kann davon lernen.
    Es gibt genügend Händler / SEOs die 10 Jahre Erfahrung mit und bei Google haben und nicht mal ein 6-stelliges Einkommen haben, weil sie einfach zu schlechte Geschäftsleute sind, nur auf organische Rankings bei Google verlassen oder sonst was. Die bieten irgendwelche SEO Seminare an, nach denen du selber auch nicht viel besser wirst… Amazon bietet einem aktuell viele Chancen und wer sie nutzt ist clever, wer darauf verzichten will, kann es ja gerne tun. Ist jedem selbst überlassen.

  • Hallo Michael,

    Deine Methode hat wirklich Charm und beim Testprodukt kommt es mir eigentlich nur darauf an, den Prozeß kennenzulernen und anfängliche Fehler billig zu halten. Wichtig ist mir aber, dass ich nicht durch ein schlechtes Produkt und Rückläufer meine Seller-Bewertung gefährde. Daher denke ich mal, dass die folgenden Kriterien entscheident sind:

    1) Das Produkt muss extrem leicht sein, da sonst die Verandkosten von China und Fullfillment-Kosten die Kalkulation bei kleinen Mengen schwierig machen.

    2) Das Produkt darf in den Augen der Kunden nicht minderwertig erscheinen.

    3) Alibabaexpress verkauft ja meist für andere Firmen vorgebrandete Produkte. Das Branding darf hier keine Markenrechte verletzen.

    Ich finde die Punkte 2-3 ohne Vorab-Einzelbestellung schwer ausfindig zu machen. Habe etliche Testprodukte bestellt, bislang hat keines die Kriterien 2-3 erfüllt.

    Wie würdest Du vorgehen?

    Viele Grüße

    Thomas

    • Hi Thomas!
      Cool, dass du auch ähnlich testen willst.
      Punkt 2 und 3 sind wirklich nur durch gute Recherche (Markenrecht, Patente, etc.), Absprache mit den Herstellern und dann natürlich eigene Überprüfung der Qualität möglich – wobei ein Restrisiko vermutlich nie ganz ausgeschlossen werden kann.
      Ich denke, nur den Prozess zu testen und gleichzeitig ein perfektes Produkt haben zu wollen ist sehr schwer! Denn um das Produkt deinen Anforderungen anzupassen, wird dann meistens eine Änderung notwendig, die erst ab größere Stückzahlen möglich ist.

      Wenn du schon Testprodukte bestellt hast, kannst du dann diese nicht als Samples nutzen und die Händler/Hersteller fragen, was Änderungen kosten und voraussetzen (MOQ) würden?
      Wenn eines der Produkte dir sehr zusagt und es Potential hat, könnte das doch ein toller Startpunkt sein.

      Bei mir ist es nicht die beste Qualität am Markt, da ich das eigentliche Produkt auch nicht anpassen hab lassen, und bislang habe ich 1 Retoure und noch keine negative Bewertung erhalten.
      Viele Grüße,
      Michael

  • Vielen Dank für den tollen Post, Michael!
    Als FBA-Neueinsteiger habe ich aber, auch nach den vielen genauso tollen Kommentaren, noch Verständnisfragen:

    – Du bist mit 100€ Kosten für das Produkt selbst gestartet, also gehe ich davon aus, dass die „versteckten Kosten“ wie Zoll etc. und die Abgabe für die Verpackungsverordnung bzw. das duale System nicht eingerechnet sind. Wie hast du da vor allem letzteres gelöst? Ich finde nur Abonnements bspw. vom Grünen Punkt, die eine einzelne Lieferung aus China direkt wieder unnötig teurer machen würden… Und ob mein Seller bei Alibaba so genau angeben kann, was die gesamte Verpackung wiegt, wage ich auch noch zu bezweifeln. Übersehe ich noch andere Verordnungen, um die ich mich auch kümmern muss?

    – In den ersten Kommentaren habt ihr schon viel über die ASIN gesprochen, leider habe ich das mit den verschiedenen Barcodes trotzdem noch nicht kapiert, sorry! Ich gehe davon aus, dass ich eine EAN brauche, die aber reichlich teuer ist. Hast du dich davon befreien lassen und nur für Amazon die FNSKU gelabelt? Wenn ja, wie?

  • Hallo Michael,

    Ich beschäftige mich aktuell (auch) mit Amazon FBA und stehe noch relativ am Anfang. Gerade bin ich über Google mal wieder auf deine Seite gestoßen, deshalb melde ich mich nun auch mal aus der stillen Ecke und möchte dir ein großes Lob & Dankeschön für diesen super Beitrag – und auch deinen Podcast – geben! Du hast mich auf jeden Fall motiviert, jetzt erst recht loszulegen!

    Viele Grüße aus Berlin!
    Nina

  • Wie hast du beim Verkauf der Artikel von Aliexpress die Sache mit der Verpackungsverordnung gelöst bzgl. der Entsorgung? Oder reicht es aus den dafür notwendigen Betrag an z.B. den Grünen Punkt zu zahlen. Ist ein Aufdruck des Zeichens auf der Verpackung dann iA nicht notwendig?

  • Hi Michael,
    der Beitrag ist schön geschrieben, aber aus meiner Sicht ist im Vergleich zur Textlänge die Informationsdichte leider zu gering. Der Text wird dem Titel irgendwie nicht gerecht. Mir fehlen z.B. Informationen zur EAN.

    Hast du für deinen Test bei der GS1 Nummern beantragt oder diese auf semi-legalen Weg besorgt?
    Bei der GS1 wird das günstigste Angebot (1000 Nummern) für 230 EUR zzgl. MwSt. offeriert.
    Damit wäre bereits für die Nummern das Teststartkapital von 100 EUR überschritten. Oder sind die 100 EUR ausschließlich auf den Wareneinsatz gerichtet? Eine Auflistung der „Nebenkosten“ wäre somit interessant/wirklich transparent gewesen.

    Amazon gibt an, dass man eine EAN-Befreiung beantragen kann (http://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html?nodeId=201417840). Dafür müssen aber bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Amazon führt aus:“Grundsätzlich muss ein Verkäufer bereits einige Zeit bei Amazon.de verkaufen, um für eine Befreiung von der EAN-Pflicht in Frage zu kommen.“
    Bei deinem ersten Test kann von „bereits einige Zeit bei Amazon.de verkaufen“ nicht die Rede sein.

    Wie hast du die EAN-Sache geregelt?

    Ich freue mich auf eine Antwort 🙂

    Schöne Grüße
    Tim

    • Hallo Tim,
      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Der Beitrag sollte natürlich etwas Platz für eine Diskussion lassen, was er auch tut und somit findest du noch mal viele weitere Infos in den Kommentaren, die sehr lesenswert sind. Die 100 Euro sind natürlich auch etwas überspitzt gemeint. Ich persönlich habe diese für den Wareneinsatz genutzt. Ich hatte bereits ein Unternehmen (ein Verkauf ist aber auch als Einzelperson mit Gewerbeschein möglich), nutze einen Steuerberater und die administrativen Nebenkosten werden durch andere Projekte getragen. Ziel war es hier, etwas die Angst zu nehmen und zu zeigen, dass man zunächst im kleinen Rahmen testen kann.
      Die EAN-Sache regelst du am besten durch die von dir angesprochene Befreiung mittels eigener Marke (hier ist eine direkte Kontaktaufnahme zum Amazon-Seller-Support sehr hilfreich, die genau erklären können, wie die Befreiung erzielt werden kann) und ansonsten durch die GS1-Registrierung.
      Andere Nummern sind, wie du sagst semi-legal und viele der Amazon FBA Händler nutzen diese für einen ersten Test oder sogar dauerhaft, aber dass muss man selber wissen. Auf der sicheren Seite bist du definitiv mit den GS1-Nummern. Und wenn du wirklich ein kleines FBA-Business aufbauen möchtest, dann benötigst du ja sowieso mehrere Nummern und dann sind die 230 Euro eine sehr gute Investition – jedes Tool welches du dann später nimmst kostet dich schon diesen Betrag im Quartal.

      Ich wünsche dir bei deinen „Tests“ und verkäufen viel Erfolg!

      • Hi, danke für die schnelle Antwort. Diese Infos hätten deinem ursprünglichen Beitrag echt gut getan.
        Meine Erfahrung zeigt, dass die selbsternannten FBA-Specialists viele Texte, Podcasts und Videos rausfeuern aber unter dem Strich nicht viel Essentielles an hilfreichen Infos übrig bleibt. Ich mag deinen Blog und ich würde ihn lieben, wenn du eine „Schippe“ drauflegst und mehr in die Tiefe gehst, anstatt an der der Oberfläche zu kratzen wie es jeder macht. Ich freue mich auf deine nächsten Beiträge.

  • Um es noch mal auf den Punkt zu bringen, welche Herausforderungen tatsächlich zu überlegen und zu meistern sind:
    Gerwerbeanmeldung. => relativ einfach

    rechtliche Beratung und Absicherung => wer darauf verzichtet, geht im Hinblick aud Abmahnungen oder markenrechtliche Auseinandersetzungen echte Risiken ein

    EAN => wer sich keine EAN leisten kann, wird kein Unternehmer

    Verpackungsverordnung => wer darauf verzichtet, geht unwägbare Risiken ein
    Kapitalbindung => man sollte nicht unterschätzen, wie lange es dauert, bis man dem FBA-Model Kapital entziehen kann

    Preisstabilität => theoretische Kalkulationen und echte Preisbildung auf einem freien Markt ist Zweierlei. Da gibt es positive Überraschungen, Ernüchterungen und schwere Enttäuschungen. Wenn zwei Anbieter vergleichbare Produkte haben, beginnt ein Preiskampf. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.
    Wenn man bei einem Produkt auf Amazon gut verdirnt, dann ist absehbar, wann der erste Konkurrent kommt und die Preise drückt.

    Diese Punkte sollte man im Auge haben, bevor man sich auf Amazon FBA einlässt.
    Aus meiner Sicht sollte man 5.000 Kapital haben, um diese Herausforderungen sinnvoll zu meistern.

  • Hallo Michael,

    ich habe folgende Fragen:

    a. Ich lebe in Spanien aber würde lieber in Amazon UK und DE verkaufen. Wenn ich meine Waren in ein Amazon Lager hier in Spanien liefere und dann in z.B. Deutschland verkaufe werden die Versandkosten as hoch sein als ob ich meine Ware in ein Amazon Lager in Deutschland geliefert hätte.

    b. Sagen wir ich möchte z.B. Spielzeug aber auch Küchenwaren verkaufen. Will aber die verschiedene Waren unter verschiedene Namen verkaufen, für offensichtlichen Gründen, wie ist das Möglich. Kann ich unter den gleichen account verschiedene Namen benutzen?

    Ich bedanke mich herzlich Michael.

    Super Abeit Deine Webseite. Wünsche Dir viel Erfolg.

    • Hallo Alex,
      die zweite Frage ist schnell und einfach zu beantworten: Amazon erlaubt nur 1 Account, der auf deinen Namen registriert ist (und man hört davon, dass sie auch dann Probleme machen können, wenn du Geschäftsführer zweier Unternehmen bist und für beide jeweils einen eigenen haben möchtest) aber innerhalb des Accounts kannst du verschiedene Marken „anlegen“ und so deine verschiedenen Warengruppen bedienen.

      Zur ersten Frage:
      Grundsätzlich kannst du aus deinem Heimatland europaweit versenden. Jedoch fallen hier schon noch mal ein paar Gebühren an. Hier findest du noch mal alle Infos: https://services.amazon.de/programme/versand-durch-amazon/europaeisches-verkaeuferkonto-und-versand-netzwerk.html
      Wenn du am Programm „Paneuropäischer Versand durch Amazon“ teilnimmst, gestattest du Amazon, deine Ware für sie ideal in Europa zu verteilen.Auch hier musst du dir mal die Gebühren ansehen.

      Zudem musst du unbedingt mit deinem Steuerberater sprechen, da weitere Kosten und Pflichten auf dich zukommen, wenn du in anderen Ländern verkaufst!

      Vielleicht ist es ratsam, um zu Lernen und überhaupt zu starten, in Spanien zu beginnen. Zudem kann es dort noch mal eine Möglichkeit sein, da der Marktplatz noch nicht so „überlaufen“ ist.
      Viel Erfolg und berichte uns in der FB Gruppe gerne mal, wie dein Start verläuft!

  • Sehr informativ, danke!

    eine Frage hab ich aber noch. Nehmen wir an ich habe, das für mich passende Produkt gefunden und will den Verkäufer kontaktieren. Wonach sollte ich fragen? Worauf kommt es an?

    • Hallo Ram,
      wir wissen ja nicht genau, welche Informationen du vom Händler noch benötigst um entscheiden zu können, ob du bei ihm deine Order aufgibst 😉
      Willst du ein Sample bestellen oder die vollständige Order aufgeben?
      Du solltest natürlich möglichst viele Fragen vor einer Sample-Bestellung geklärt haben und dann nach Sample-Begutachtung deine noch übrigen Fragen klären.

      Aber grundsätzlich gilt es zu fragen:
      – Was ist die MOQ?
      – voraussichtliche Bearbeitungsdauer
      – welche Zahlungsmethoden und -abläufe sind möglich
      – welche Versandmethoden sind möglich
      – wie setzt sich der Preis zusammen (Produkt, Customizing, Versand, etc.)
      und viele weitere abhängig davon, was du bereits vom Händler erfahren hast per Webauftritt, per Spediteur oder anderen Quellen.

      Eine erste Emailvorlage findest du bei Scott Voelker hier: http://theamazingseller.com/tas-006-the-5-steps-for-finding-and-sourcing-products-to-private-label-and-not-get-scammed/
      Oder du chattest direkt mit den Herstellern via Alibaba, Skype oder WhatsApp.

      Viele Grüße,
      Michael

  • Hey,

    ich finde das System Amazon FBA sehr interessant .
    Ich habe mich jetzt schon viel damit beschäftigt.
    Nur bei dem Thema EAN/ASIN steige ich noch nicht ganz durch.

    Ich bin soweit, dass ich bei GS1 das Paket über 1000 EAN Codes bestellen würde.
    Nehmen wir an dann habe ich diese 1000 Nummern erhalten und habe mein Test Produkt da.

    Wie genau geht man jetzt vor?
    Wie teile ich die EAN Nummer dem Produkt zu (Exell Tabelle reicht?) ?
    Benötige ich auch einen Barcode (Strichcode) aus der EAN oder reicht der reine Code aus?
    Wenn Strichcode wie erstelle ich diesen?
    Was muss ich dann tun? ASIN beantragen?
    Muss dann sowohl die EAN als auch die ASIN auf die Verpackung?

    Wie man merkt, wäre eine Schritt für Schritt Anleitung hier sehr hilfreich, sicher nicht nur für mich.

    Vielen Dank

    • Hallo Daniel,
      allgemeine Infos zu EAN und ASIN findest du bei Amazon, was ich für Beginner absolut empfehlen würde, sehr intensiv zu lesen. Wer auf einem Marktplatz sein Business starten oder erweitern möchte, sollte sich dort sehr gut auskennen, das Vorgehen und vor allem die Spielregeln kennen, um sie dann auch befolgen zu können.
      Schau mal hier zum Beispiel rein als Startpunkt, um dich über EAN- und ASIN-Themen zu informieren: https://www.amazon.de/gp/seller/asin-upc-isbn-info.html

      Hast du das GS1 Paket, dann kannst du als Hersteller einem deiner Produkte eine EAN zuweisen, die dann dein Produkt eindeutig identifiziert. Diese gibst du dann im Seller Central ein und Amazon weißt deinem Produkt eine ASIN zu, die nur innerhalb von Amazon Anwendung findet. Hast du das Produkt dann vollständig bei Amazon eingetragen, kannst du den Versand vorbereiten und erhältst von Amazon entsprechende ASIN-Strichcodes, die auf jede einzelne Verpackung geklebt werden müssen, so dass Amazon diese Produkte korrekt zuordnen kann.
      Beispiel im Seller Central
      Schau dazu am Besten ins Seller Central und lege einfach mal ein Testprodukt an, bei dem du vieles sehen und testen kannst.

      Die Produktkennzeichnung an sich ist wieder ein komplett eigenes und sehr umfangreiches Thema. Dazu kannst du als Start-Quelle mal hier rein schauen: https://de.wikipedia.org/wiki/Produktkennzeichnung.
      Eine Schritt-für-Schritt Anleitung ist ein guter Hinweis und diese wird in naher Zukunft folgen!

  • hey, habe mir hier mal die Kommentare durchgelesen.
    (finde deinen Blog auch echt super) 😉 Aber bei anderen Stellen im Internet, habe ich erfahren, dass man noch eine EAN-Nmmer benötigt. Zusätzlich zu dieser Asin. Stimmt das? weil man diese ja offensichtlich nur in hohnen mengen zu hohen Preisen kaufen kann. Und wie siht das rechtlich aus? Muss ich einfach mal zum Finanzamt und nachfragen was ich ausfüllen muss?
    Vielen Dank im Vorraus und schöne Grüße aus Niedersachsen 🙂
    Paul

  • Hi,

    ein sehr interessanter Beitrag, ist natürlich super wenn man so klein anfangen kann.
    Eine Frage hätte ich jedoch noch, und zwar bezüglich Barcodes. reicht die ASIN für Produkte von aliexpress oder benötige ich noch eine EAN ?

    meine nächste Frage wäre ob du dich auch mit Amazon FBM auskennst, also ohne Versand durch Amazon. Falls ja, wäre ich über Tipps etc. sehr dankbar.

  • Hallo Michael,

    danke für den tollen Artikel. Da hätte ich eine Frage:
    Wie schlagen die Versandkosten aus China bei dir ein? Ich habe z.B. ein Produkt welches man für etwa $1,5 einkaufen kann und $15 verkaufen kann, aber die Versandkosten sind einfach zu hoch, egal ob ich bei UPS oder DHL schaue.

    Du hast in einen Punkten zur Produktauswahl auch geschrieben <1,5kg, meins ist z.B. 900g wenn ich also die kosten kalkuliere, dann komme ich auf: $150 für das Produkt und 390€ Versandkosten, das ganze lohnt sich dann natürlich fast nicht mehr. Habe ich da etwas nicht beachtet? Hast du Luftfracht bei dir als Versand ausgewählt oder Schiff?

    • Hallo Alex,
      wenn du ca. 90kg per Luftfracht importieren willst, dann kostet das natürlich etwas. Das ist schon keine kleine Menge mehr. Wenn du das für 390€ hinbekommst, ist das gar nicht so schlecht. Und auch die Faustformel von ca. 1/3 des VK für Produkt und Versand würdest du damit einhalten.

  • Hallo Michael,

    zunächst einmal möchte ich mich bei dir für deine Anregungen bedanken. Unabhängig vom Geschäftsmodell hast du mich motivieren können was zu TUN. Erstes Ziel (zumindest mental) erreicht. Check.
    Nach einer intensiven Recherche möchte ich – genau wie du – einen kleinen Test wagen. Da ich noch kein Gewerbeschein besitze, stellt sich für mich zunächst die Frage nach der richtigen Rechtsform. Welche würdest du grundsätzlich zum Start bzw. ausprobieren empfehlen? Kleingewerbe?

    Grüße

    Miguel

    • Hallo Miguel,
      leider ist ein Kleingewerbe keine Rechtsform!
      Ein Kleingewerbe sagt nur etwas über die Umsatzhöhe deiner Gewerbetätigkeiten aus. Welches die richtige Rechtsform ist, hängt immer von den Zielen (Umgang mit Haftung, Gewinn, etc.), Geschäftstätigkeiten und individuellen Situation ab.
      Um zu Starten und zu testen würde ich jedoch als Gewerbetreibende Einzelperson starten und dort dann das Kleingewerbe beantragen – jedoch musst du wissen, dass du jegliches Risiko dann als Privatperson trägst. Eine UG zu gründen und zu betreiben würde dein finanzielles Risiko (abgesehen von einer grob fahrlässigen Handlung) auf das Stammkapital begrenzen, für das du auch in diesem Fall privat haftest.
      Bei einer UG sind dann der Jahresabschluss inkl. Veröffentlichungen, etc. etwas aufwändiger und kostenintensiver.

      Daher ist es wichtig zu überlegen, wie ernst du es meinst und wie langfristig du planst, ob du als Gewerbetreibender oder als Kapitalgesellschaft startest.

  • Hallo,

    habe mich jetzt etwas informiert über fba.
    leider ist nirgends zu lesen für welches produkt sich der jeweilige Blogger entschieden hat.
    Warum wird sich bei dieser möglichen Hilfe so verschwiegen verhalten?

    Kannst du eines deiner Produkte nennen für die du dich entschieden hattest.

    • Hallo Andreas,
      aufgrund der hohen Gefahr, dass Konkurrenten dem eigenen Listing mit schlechten Bewertungen schaden, halten sich die meisten FBA Verkäufer sehr bedeckt, was die eigenen Produkte angeht.
      Leider kommt es immer wieder vor, dass schlechte Bewertungen ohne Produktkauf rein zum Zweck der Manipulation geschrieben werden.

      VG

      • Danke Für die Antwort!
        Gibt es dennoch beispiele von AFBA die mit produkten erklärt werden?
        Bzw. Erfolgreiche Verkäufer dei ihre Top Produkte nennen….
        Ich persönliche suche die ganze Zeit nach einem produkt aber bin mir noch nicht sicher…

        • Markus W. (aus der Sidepreneur Community bei Facebook) wollte mal ein öffentliches Experiment starten. Frag ihn doch mal nach dem Status.
          Ebenfalls Georg vom Podcast „Rocket Racer Radio“ (http://www.rocket-racer.de/) hat ein Projekt öffentlich gestartet und teilt den Lernprozess sehr offen mit seinem PodcastKollegen. Schau/Höre dich doch da mal um!

    • Hallo Tanja,
      je nach gewähltem Account (Privatperson bzw. Unternehmen) verkauft man auf Amazon als Privatperson oder als Unternehmen. Dementsprechend ist das Impressum dann auch zu gestalten.

  • Vielen Dank für den hilfreichen Artikel! 😉 Ich habe mich schon seit ein paar Tagen gefragt, ob der Start mit einem so „emotionslosen“ Produkt, mit dem man sich nicht unbedingt identifizieren kann, zum testen eine gute Idee ist. Dein Artikel zeigt aber, dass es gut möglich ist 👍.
    Mir stellt sich dabei noch eine Frage zum eigenen Markennamen. Du nimmst ja ein bereits bestehendes Produkt auf Amazon und verkaufst es dann unter eigenem Markennamen. Ist das (sofern nicht geschütztes Produkt) ohne weiteres möglich? Wie muss man vorgehen wenn man bereits vorhandene Produkte auf Amazon unter eigener Marke verkaufen will, die Marke muss ja sicher irgendwo eingetragen und geschützt werden?

    Beste Grüße 😉

    • Hallo Sven,
      wenn du ein Private Label Produkt verkaufen möchtest, musst du grundsätzlich immer darauf achten, ob es bereits angemeldete Patente, Geschmacksmuster oder Marken gibt, die einen Verkauf gleicher oder ähnlicher Produkte untersagen.
      Ist dieses nicht der Fall (z.B. bei einer Knoblauchpresse), kannst du ein eigens gebrandetes Produkt durch eine eigene Marke „schützen“ lassen. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:
      Eine Markeneintragung beim DPMA oder du „registrierst“ deine Marke direkt bei Amazon.

      Einen super ausführlichen Artikel dazu findest du bei Bastian:
      http://officeflucht.de/wie-du-deine-marke-schuetzt/

      Viel Erfolg!

  • Hi Michael,

    danke für den tollen Artikel. Du hast dein Testprodukt ja bei Aliexpress bezogen, also nicht bei Alibaba und dann unter eigenem Namen verkauft. Der Aliexpress-Artikel war also als Produkt einer anderen Firma gekennzeichnet. Und diesen hatst du auch als solchen verkauft oder, als Produkt der Firma XY?

    LG,
    Martin

    • Hallo Martin,
      bei Alibaba Express kannst du auch Produkte einkaufen, die ohne ein fremdes Label/Firma XY bedruckt sind. Auch beider Verpackung kannst du (im Voraus) nachfragen, ob es da verschiedene Varianten gibt und so eine neutrale Verpackung wählen.

      VG
      Michael

  • Hallo Michael,
    erst einmal vielen Dank für das Teilen deiner Vorgehensweise bei Amazon FBA. Eine Sache habe ich nicht verstanden.

    – Du sagst, du hättest deine Produkte bei aliexpress.com bezogen nicht von alibaba.com. Nun ist es doch so, dass man die Produkte bei aliexpress gar nicht weiterverkaufen kann bzw. darf, oder?

    – Mir ist auch aufgefallen, dass bei weitem nicht alle Händler, die bei aliexpress verkaufen, auch bei alibaba verkaufen. Wenn ich nun ein Produkt bei aliexpress teste und für qualitativ gut halte, bringt es mir ja nichts, wenn der Händler das Produkt nicht auch gleichzeitig bei alibaba.com anbietet, oder? Nach deiner Vorgehensweise heißt es ja: Zuerst bei aliexpress ein Stück testen, und dann im zweiten Schritt viele Stücke bei alibaba.com bestellen und verkaufen.

    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen. Lieben Gruß
    Martin

    • Hallo Martin,
      genau, nicht jeder Aliexpress Händler verkauft auch auf Alibaba, da er zB nur ein Trader ist.
      Hier hilft dir, wie bei allen anderen Fragen, die du zu einem potentiellen Produkt hast, den entsprechenden Händler bei Aliexpress im Voraus direkt zu fragen.
      Falls der entsprechende Händler nicht bei Alibaba verkauft weil er kein „Manufacturer“ ist, ist es möglich, bei Alibaba ein Gesuch aufzugeben. Kommt dein Produkt also bei Kunden gut an, du hast etwas Feedback und vielleicht eine kleine Optimierungsidee, so kannst du ein entsprechendes Gesuch aufgeben und es werden sich Produzenten melden, die dieses für dich herstellen können.

      VG
      Michael

    • Hallo Kay,
      es ist ein wenig die Frage nach deiner Gesamtstrategie, welche Produktkategorie du für dich auswählst.
      Gegen Elektronik sprechen für mich persönlich u.a. die „Anfälligkeit“, dass das Produkt nicht fehlerfrei funktioniert aufgrund von kleinen Defekten an der Elektronik (was eine höhere Retourenrate zur Folge hat), dann ein erhöhter Wettbewerb durch größere Player, insgesamt kleineren Margen im Elektronik-Bereich und einer nur schwierigen Markenbildung. Aber das sind nur meine Gedanken zu dieser Kategorie – andere sehen genau darin die Chance und das Potential, ein tolles Unternehmen aufzubauen.

      VG Michael

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